Zuerst wollte ich schreiben „Warum der zweite Corona-Frühling uns viel härter trifft“, dann war da eher ein Gedanke „Warum der zweite Corona-Frühling viel mehr Hoffnung in sich birgt“, und dann habe ich gemerkt: ich möchte mich von der Bewertung befreien.

Wir sind auch ein Jahr später so dumm wie klug. Nachdem wir sehr viel über Pandemie, Virus und unsere Gesellschaft gelernt haben, haben wir immer noch keinen Plan. Zumindest geben wir nicht vor, einen klaren Plan zu haben, der aufgehen wird.

Jede Woche müssen wir neue Meldungen und Marschbefehle unserer Regierungen verarbeiten. Ja und nein weichen immer öfter einem „wir wissen nicht“, und zu der allgemeinen Müdigkeit kommt das zunehmende Gefühl, das etwas schief läuft.

Weil die Komplexität keine leichten Antworten beinhaltet, lohnen sich in dieser Situation drei Wege:

  • sich gut um das eigene (psychische) Wohlbefinden zu kümmern
  • sich mit Psychologie zu beschäftigen. Zum Beispiel mit den Bias, die uns beim Treffen der Entscheidungen einen Streich spielen. Oder mit dem, wie komplexe Systeme funktionieren. Oder mit self-fulfilling prophecy. Mit der Salutogenese. Mit positiver Psychologie und mit der Gruppendynamik.
  • sich voll und ganz dem Frühling hinzugeben. Die zahlreichen Blüten, die wir in den nächsten Tagen sehen werden, können Wunder bewirken.

Jede beliebige Achtsamkeitsübung gibt unserem Gehirn und unserer Seele mehr Sicherheit, als alle Nachrichten des Tages zusammen.

🤗

Einatmen. Ausatmen.

petranovskaja Unterschrift signatur

Mein Corona-Tagebuch