Seit Wochen ist die Moderation nur virtuell möglich, langsam fangen wir jedoch an, auch über die Präsenz-Termine und die face2face moderation zu sprechen. Auf Linkedin, in Slack und in Telegram Communities habe ich meine Kollegen gefragt, was aus ihrer Sicht pro und contra Argumente für die eine und die andere Realität sind.

Wie wird unser Weg vom “MÜSSEN” (weil es nicht anderes geht) der virtuellen Begegnung zum “WOLLEN” aussehen? Wem geht es so wie mir? Ich verspüre nämlich trotz meiner allgemeiner Offenheit gegenüber den Technologien und digitalen Möglichkeiten gewaltige Resistenz. Ich will nicht immer nur vor dem Rechner sitzen. Ich will wieder reisen, meinen Koffer packen. Ich will sogar wieder über zu dunkle und zu kleine Räume schimpfen. Statt über Bandbreite und Log in Probleme.

Meine Freunde wundern sich. Ich bin in der Tat eher als Early adopter und begeisterter Tester der Technologie bekannt. Ich hatte zu allen heute gängigen Tools bereits vor Corona einen Account und ein paar Testprojekte.

Warum nur fällt es mir so schwer, die vermutlich noch viel länger anhaltende Notwendigkeit einer ausschließlich virtuellen Moderation anzunehmen?

Die Change Kurve wieder?

Die Rahmenbedingungen

Die Pivi Scamperle hat in den Channels eine Übersicht der möglichen Rahmenbedingungen gesammelt für face2face Trainings und Seminare. Eine Übersetzung der offiziellen Auflagen quasi für uns Trainer und unsere Teilnehmer.

petranovskaja moderation face2face auflagen corona

Wie du sehen kannst, keine Raketenwissenschaft. Natürlich fallen einige Übungen weg, bei denen man sich berühren würde. Dafür sind Übungen an der frischen Luft um so einfacher zu “verordnen”. Alles in einem: möglich!

Die Pro und Contra Argumente

Darauf hin habe ich auf Facebook zwei Runden gedreht und alle genannten Argumente und Bedenken in eine Übersicht gepackt.

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Ich habe versucht, meinen inneren Widerstand in die Neugier zu verwandeln. Wenn dir noch mehr Argumente einfallen, lass es mich gern wissen! :-)

Good news: #noagenda geht auch virtuell wunderbar

petranovskaja moderation noagenda
#noagenda Training: Prinzipien und Design

Trotz meines inneren Widerstandes moderiere ich eine online Sequenz mit den Mitgliedern des Schweizer Ausbilder-Vereins. Ich muss zugeben, die Qualität der Unterhaltung und der Diskussion leidet nicht. Natürlich wäre mir eine Präsenz lieber. Ich möchte mich mehr bewegen, ich möchte die Teilnehmer von Stühlen reissen…

Wird vielleicht in Zukunft auch das möglich sein? Mit anderen Übungen, mit anderer technischer Ausstattung? Mit mehr Achtsamkeit und Fokus auf humanes Miteinander?

Was denkst du?

Facilitators’ remote café

Das beste Beispiel für das Wahrsein vieler Argumente aus der ersten Spalte ist das Facilitators’ remote café, das ich als Gastgeberin jeden Montag moderiere (ein Grund mehr für “Endlich Montag!”). Ohne dieses Format würde mir vieles fehlen…

Wie geht es dir mit dem Thema? Was sind deine Empfindungen? Was lernst du über dich und deine Stärken?

Lasst uns in Kontakt bleiben!

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