In diesem Text ist ein Geheimnis versteckt. Und eine große Freude über diese Woche, die mir so viele Geschenke bereitet hat. Wunderbare Gespräche mit tollen Menschen, einen Ausflug zum Schaalsee und die Entscheidung meiner Kunden, die Termine ab September in Präsenz zu halten.

Konfetti first

Nach dem Umzug ist die Kreativität-Denkmaschine so dermaßen wieder in Fahrt, dass ich gar nicht weiß, wohin mit all den schönen Sachen, daher tue ich sie auf das Tablett:

  • Komme zu unserem zweiten New Work Journeython (detaillierte Beschreibung warum und wie findest du dort)
  • Entscheide dich dafür, das Jahr 2020 nicht allein zu verarbeiten und in das 2021 am Schaalsee zu starten (CYY gibt es seit 2013)
  • Bestelle dir die neuen (komplett überarbeiteten) regenbogenfarbigen Wondercards oder den Krisenbegleiter
  • Schreibe mir eine Postkarte an meine neue Postadresse: Liebermannstraße 9a in 22605 Hamburg. Ich liebe analoge Post!

Gespräche mit Jörg, Ben, Thomas, Gesine, Sara, Birgit, Miriam, Ralf, Deborah, Nicole, Astrid, Manfred. Wein mit neuen Nachbarn. Letzte warme Sommerabende an der Elbe. Ich habe diese Woche zwei Awards bekommen: Einen für das Hosten des Facilitators remote café und “Miss New Work” – als Vorbild, die angstfrei Dinge ausprobiert. Ich mag Awards, auch wenn diese so flüchtig sind.

Hier die Bilder der Woche mit der Überschrift:

Die Suche nach dem perfekten Arbeitsplatz oder New Work geht überall

Zwölf Jahre für ein sehr dickes Buch

In meinem Blog (den ich seit 2008 schreibe) haben sich mittlerweile 570 Beiträge angesammelt. Das sind – ohne Bilder – mindestens 600 Seiten, also ein ganz schön dickes Buch. Mit Bildern locker das Doppelte.

Diese Woche habe ich meine Texte aus 2008 gelesen und mich gefragt: warum schreibe ich eigentlich neue? Die alten sind so schön, und sie passen teilweise perfekt zu den neuen Erlebnissen in 2020. Das perfekte “Strandleben” und “Zukunft? Egal“, da waren sie wieder, die letzten zwei Blogbeiträge (Woche 23 und Woche 24), und diese Texte aus 2020 vermischen sich in einem Fürst-Pückler-Eis mit Möven-Strand-Cappuccino Text aus 2008.

Und dann sprach ich mit Sara, und sie sagte: das bist immer noch du aus 2008, und du kannst deine eigenen Texte im neuen Licht betrachten. Und das tue ich diese Woche zusammen mit dir. Hier sind ein paar Gedanken-Schnipsel aus 2008. Wenn es Spaß macht (nicht: wenn es Sinn macht!), dann kommen nächste Woche andere Jahre dran :-)

2008: Lieber träumen unter Bäumen als schaffen unter Affen

Eben wollte meine Teetasse einen Selbstmord begehen, indem sie vom Tisch springt. Ich konnte sie überreden, sich doch einen frischen Tee zu nehmen.

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Mein Zug kommt verspätet in Hannover an. der Anschluss-ICE natürlich wech. eine Stunde spazieren gehen, und das zu einer Uhrzeit, wo noch alle Schuhläden zu sind, schlimm schlimm schlimm…

Dann endlich im Anschluss-ICE, eine Stunde später, eine Stunde meines Lebens einfach so an die Deutsche Bahn geschenkt, die wievielte eigentlich schon? nun bringt mich aber der Zugchef zum Lachen, er hat einen süßen Sprachfehler, das hört sich dann so an:

“der änächste Äteil des Äzuges äfährt bis Äbonn. [wir werden in Hamm geteilt] Näxt Ästop of äaur Äträin is Äbielefeld.*

Äwas ähab ich ägelacht, äzusammen mit ävier änetten Junx, ädie auf dem Ärückweg aus Äberlin waren…

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Neulich war ich mit meinen Kindern im Museum. Genauer gesagt, in einer sehr guten Ausstellung. Wir waren halbe Stunde vor Schluss drin, ich dachte mir, sie halten es eh nicht lange aus, und dann gehen wir noch ein Eis essen oder etwas anderes tun, was mehr kindergerecht ist.

Erstens kommt es anders, zweitens als du denkst. Die Kids waren begeistert, liefen von einer Halle in die andere und waren schwer enttäuscht, als wir rausgeschmissen wurden.

Ich sollte mir weniger Gedanken machen.

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Ich mache nie Voraussagen und werde das auch niemals tun

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schönes Wetter täuscht immer über die wirkliche Lage hinweg

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vier Stunden nach dem letzten Kaffee war dann der nächste dran, und pünktlich zu dem Höhepunkt des Kaffeedurstes [schreibt man das so?] waren wir plötzlich an diesem Ort. ein Café, ein Motel mit vier Zimmern, paar Hunde und ein Mann, der auf dem Anhänger Benzinkanister hatte. bis zur nächsten Stadt waren es also mindestens nochmal vier Stunden.

für uns wurden es dann neun, denn kurz nach dem zweiten Kaffee des Tages hat uns eine Kuh gerammt.

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Ich bin ein ganz normales Mädchen. dass ich zum Durchschnitt gehöre, merke ich besonders beim Einkaufen. Schuhe und Röcke in meiner Größe sind immer weg. 

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Das Geheimnis

Wenn du bis hierher gelesen hast und immer noch liest, verrate ich dir ein Geheimnis. Ich habe rausgefunden, warum ich das jede Woche tue: etwas über das Erleben schreiben und reflektieren und in Bildern verankern.

Weil ich menschlich bleiben möchte. Weil Gefühle, Sehnsüchte und Gedanken das ist, was uns von Maschinen unterscheidet. Weil die Technologie irgendwann einen Großteil meiner Arbeit machen können wird.

Aber die Technologie wird nicht Freude empfinden, kreativ zu sein oder verzweifelt sein können. Die Technologie macht sich keine Sorgen, die ist weder verspielt noch birgt sie Überraschungen.

Wir jedoch sind all das. Wir sind wundervoll. Und das möchte ich für uns aus dieser Krise als einen Hauptschatz heben.

Machst du mit?

petranovskaja Unterschrift signatur

Mein Corona-Tagebuch