18. November 2008

Am Freitag machen Weihnachtsmärkte auf. und obwohl es dann noch angeblich mehrere Wochen bis zum tatsächlichen Christkindfest sind, weiß ich, dann isses so weit. es kriecht in alle Wahrnehmungskanäle: Weihnachten, Weihnachten, Weihnachten!!! der Kalender ist in nächsten Wochen voll mit Terminen, so dass ich jetzt schon sagen kann: es sind nur noch drei Tage Ruhe, ab Freitag hetzt man nur noch umher zwischen Glühwein, Basteln, Firmenfeier, Märchenstunden, Kindergartenfest und Adventskaffee.
darum wünsche ich euch heute schon mal fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch! Schnee solls am Freitag leider nicht geben, sonst wäre das wirklich ein perfektes Fest.
Tags: bevor ich schlafen gehe, Frohe Weihnachten, Tassen im Schrank
Veröffentlicht in wie ein Sandkorn in der Wüste | 11 Kommentare »
15. November 2008

Wer auch immer den Kalender erfand, er mag es ja gut gemeint haben mit Jahresende im Dezember. mein Jahresende ist aber schon seit sehr vielen Jahren im November.
ich empfinde den Herbst als brutal. schön, traurig, leidenschaftlich, aber dennoch brutal. weder die nette Farbe der Blätter noch die des kaltblauen Himmels kann davon ablenken. und die frischgeplügten Felder, die erinnern mich an Gräber. manchmal. denn ein Jahr zuende zu bringen heisst ja auch ausatmen und loslassen, und das finde ich sehr wichtig.
wenn dann der Winter kommt, dann ist es still, wie ein Begräbnis, ein stummes beisammen sein, übergepudert von Punsch, bunten Lichtern der Weihnachtstage, Fasching, Feuerwerk und fettem Essen.
Frühling ist ein Aufatmen. neue Hoffnungen sind da, immer plötzlich, wo man denkt, es wäre grundlos zu hoffen und sinnlos zu kämpfen. doch gleichzeitig ist der Frühling auch dumm. ungeschickt. stößt gegen Ecken und Kanten. setzt sich rosarote Brille auf.
und dann der Sommer, viele helle Stunden zum törichten, leichtsinnigen und unbeschwerten Leben. Schmetterlinge fangen und nackt im Fluß baden.
bis wieder der Herbst kommt.
Tags: Herbst, Psychokram
Veröffentlicht in wie ein Sandkorn in der Wüste | 8 Kommentare »
12. November 2008
in der Einkaufspassage wurden gestern Weihnachtsbäumchen aus den Mottenkisten rausgeholt. das eine an der Rolltreppe guckt mit der Baumspitze gegen die Wand und sieht dabei trostlos und hoffnungslos aus.
Finanzkrise ist immer eine Sinnkrise. bin ich bei der richtigen Bank? habe ich genug auf dem Sparbuch? bin ich gut versichert? sollte ich mit einem Luftballon nach INdien fliegen? habe ich den richtigen Job? den richtigen Lebenspartner? bin ich selbst richtig??? und egal, wie lange du in der Bild rumraschelst, da steht die Antwort nicht. und guck mich nicht so böse an, ich kann auch nichts dafür, dass mich solche Gedanken treffen.
liebes Bäumchen, halte durch!
Veröffentlicht in tatsächliche Tatsachen | 7 Kommentare »
08. November 2008

ich finde es ja selber doof, aber manchmal muss ich Kommerzfernsehen anmachen und kann dann - manchmal - herzlich über diese Ebene des Humors lachen. jetzt gerade tut mir der Bauch weh, weil die genial daneben liegenden Komiker gerätselt haben, was ein Schwanzreiter sein könnte. zu ertragen ist das nur, weil Oliver Kalkofe und Herbert Feuerstein dabei sind.
tut mir leid für die Überschrift, aber manchmal sind die Wortspiele in der deutschen Sprache wirklich umwerfend.
Veröffentlicht in tatsächliche Tatsachen | 10 Kommentare »
06. November 2008

Falls jemand noch ein Geschenk für die Oma sucht, hier gibt es einen Blümchenkalender. Englische Monatsnamen, deutsche Feiertage, das sollte an Verwirrung reichen.
Ich hab auch einen gemacht, der bereits im Dezember diesen Jahres anfängt, also 13 Monate lang ist. naja, Experiment. und am Wochenende eröffne ich Kekswerkstatt. alle Krümmelmonster sind herzlich eingeladen.
Veröffentlicht in tatsächliche Tatsachen | 3 Kommentare »
05. November 2008

Jemand, der es sehr gut mit mir meint, hat Redscale Film erfunden. ich hab ja gelesen, wenn man einen normalen Film falschrum einlegt, dann bekäme man so etwas ähnliches hin, aber wenn man stattdessen einen komischen Film richtigrum einlegen kann, dann bin ich dabei!



Tags: Herbstlichkeit, lomo, redscale film
Veröffentlicht in tatsächliche Tatsachen | 6 Kommentare »
03. November 2008

kaum habe ich Hexenbesen und Vampirzähne in dem Schrank verstaut, ist mir ganz ganz dolle nach Weihnachten. ich habe bereits geschaut, ob mein Tannenbaumschmuck noch da ist und jetzt schaute ich mir eine Stunde lang Weihnachsbilder vom letzten Jahr an…. dabei habe ich paar ganz frische in der Kamera, und die gibts hier out of the box :-)

Tags: November, out of the box
Veröffentlicht in und in China fällt ein Sack Reiss um | 6 Kommentare »
30. Oktober 2008

Ich sitze auf der Waschmaschine und warte darauf, dass irgendwo aus ihr Wasser austritt. wenn man nicht da sitzt und aufpasst, tritt das Wasser auch aus, man weiß bloß nicht wo. also wo die Quelle dieser wunderbar warmen und leckeren Lauge ist, die man dann nach jedem Waschvorgang aus dem Schlitz hinter der Waschmaschine wegwischen darf.
ich habe die Quelle gefunden. das ist die Tür. ich bin stolz auf mich. keine Ahnung, ob es reparierbar ist, darum kümmere ich mich morgen. solch kleinen Haushaltserfolge tun immer gut. dazu nette Musik, und surfen geht auch im Hauswirtschaftsraum, seit irgendein netter Ingeneur Wireless erfunden hat.
Ihr werdet sicher fragen, was das mit Sonnenuntergang zu tun hat? nun, wenn man da so rumsitzt und der Waschmaschine zuhört, ist es irgendwie ähnlicher Zustand wie am Strand, wo Wellen rauschen. nur dass es nicht nach Salz riecht.
gute Nacht
Tags: bevor ich schlafen gehe, hach wie schön ist Panama, Lauge
Veröffentlicht in wie ein Sandkorn in der Wüste | 4 Kommentare »
28. Oktober 2008

ich glaube, das war Herr Tolstoi, der sagte, dass die Familien in dem, wie sie glücklich sind, alle gleich sind. bloß in dem unglücklich sein ist jeder anders. wenn ich auf einer Hochzeit bin, muss ich immer an diesen Spruch denken, und immer wieder hoffe ich, diesem Paar wird es gut gehen. gleich gut wie all den glücklichen und besser als den anderen.
die Musik zum Kleid
Tags: das Kleid, Hochzeiten, Melancholie, Polaroid
Veröffentlicht in tatsächliche Tatsachen | 3 Kommentare »
26. Oktober 2008

Ich danke Herrn Regener für die musikalische Herbstbegleitung. immer und immer wieder, jeden neuen Herst, seit ich dieses Lied kenne, singe ich es tagelang… es hat die nötige Melancholie, den richtigen Schlag, und es wird nie langweilig.
C. ist von G. ausgezogen, K. hat sich von B. getrent, L. hat S. geheiratet, J. erwartet ein Baby, Sohn von L. ist 18 und zieht Weihanchten aus. die Buchstaben und das Geschehene kann man beliebig austauschen, jedes Jahr passiert was, immer wieder aufs Neue, eigentlich passiert auch immer das Gleiche. gestern wurde die Uhr umgestellt, es ist wie ein Schlag der gigantischen Zeitmaschinen-Uhr. Tick (Sommerzeit) - Tack (Winterzeit). weiter geht’s.
weiter geht’s.
Tags: die Suppe des Lebens
Veröffentlicht in wie ein Sandkorn in der Wüste | 9 Kommentare »