Geräusche

25. Februar 2010

Heute morgen glaubte ich zu hören, wie ein Riesendinosaurier ganz viele Glückskekse auf einmal mit seinem Gebiss zermahlte. chrchrchrumm chrchrchrust chrchrasch chrchrach….. wer so aufwacht, hat den Rest des Tages genug Adrenalin im Blut, um alles zu ertragen, was auf einen zukommt. es kam aber nix, was das Adrenalin wert war, und so gehe ich ganz umsonst hochgepuscht zu dem Elternabend. hoffentlich passiert dort was, sonst kann ich nicht einschalfen.

Wenn es weiterhin so warm bleibt, werde ich morgen früh den Dino beim Brei essen erwischen…..

verwirrt, träge und verliebt

06. Februar 2010

Wenn ich eine Raucherin wäre, würde ich mir eine anzünden. und auch wenn ich mir selbst gestehe, unter dem Glückshormoneinfluss des eben gehörten Konzertes zu stehen und obwohl ich schon mal etwas über ein EoC Konzert schrieb, muss ich diese Gruppe doch nochmal in meinem elektronischen Tagebuch besingen. und ganz besonders den Sven, der mit seinen melancholisch-depressiven Balladen mitten in mein russisches von Puschkin, Doswtojewski und Turgenew erzogenes Herz trifft (wenn auch in falscher Sprache).

und nun sitze ich da, nach zwei Stunden, in denen Alleinsein, Traurigsein und viele weitere Sehnsüchte besungen wurden, müßte man sich eigentlich betrinken. wenn man den trinken würde. ich denke darüber nach.

“Ganz egal, woran ich gerade denke
Am Ende denk ich immer nur an dich.”

hin und her gerissen….

04. Februar 2010

Jetzt wo wir unsere Schwachstellen kennen, jetzt wo wir unsere Lektion reingepaukt haben wie man sich verhalten muss und was man sonst noch durch lange Schneeabstinenz verlernt hat, jetzt wo wir fals alle Schneeschieber, Mütze, Schal, Fäustlinge und einen Schlitten haben und wo hässliche dicke Schuhe auf dicken Sohlen in sind, jetzt könnte es aber wirklich mal genug sein.

Oder doch nicht?

Anleitung zum Ausdrücken einer tiefen Bewunderung

21. Januar 2010

Nimmt zum Beispiel die Ausrufezeichen. oder Sternchen. kombiniert ruhig Ausrufezeichen mit anderen Sonderzeichen.

Es macht sich auch gut, die kombinierten Sonderzeichen untereinander aufzureihen. probiert ruhig aus, es macht richtig Spaß. hier unter diesem Bild ist genug Platz zum Üben. los gehts!

Im Land der ausverkauften Schneeschieber

18. Januar 2010

Streusalzspuren führen mich sicher zu meinem Ziel, das Großraumbüro im ersten Stock. es ist die zweite Arbeitswoche des Jahres, warum fühlt sie sich nicht als solche an? ich bin voll im Trott. ich habe Meetings, Kundentermine und Abgabetermine und keine Verabredungen nach Feierabend.

Völlig ausgehungert nach Wärme und Cappuchino in der Sonne, futtern wir, nein, wir fressen unglaubliche und mit nichts zu begründende Mengen Schokolade in uns hinein. Reste vom Adventskalender, Lebkuchenherzen und Eierlikörzapfen werden geräuschvoll aus der Verpackung entfernt und sofort verschlungen.

Warum geht es uns so dermaßen auf den Keks, die kalte Jahreszeit? sind wir entwöhnt? verwöhnt? bekloppt? und dann denke ich, es gibt überhaupt kaum etwas, was uns dermaßen aus der Verfassung zu bringen vermag, wie das Wetter. keine Nachricht des Tages scheint uns schocken zu können. Naturkatastrophen, politische Skandale, wirtschaftliche Probleme, her mit all dem Kram, uff, gib noch mal schnell einen Zimtstern rüber, es ist ja bald Feierabend.

Kein Tag in der Woche ist besser dafür geeignet, sich solchen Blödsinn von der Seele zu schreiben, als der Montag. bevor ich das Großraumbüro verlasse, denke ich noch kurz darüber nach, ob unser Kaktus Fencheltee mag, den ich da gleich hineinkippen werde. egal, er kann eh nix dagegen tun. ich muss los, in den Schneeregen.

Dankeschön an Tanja

04. Januar 2010

Plötzlich haben wir alle Hunger. wir sind uns einig, dass es was warmes werden soll, und zwar Reis. und wenn jemand garantiert Reus hat, sind es die Asiaten. und wenn es irgendwo auf der Welt mehr Asiarestaurants gibt als Zweige auf den Bäumen, dann hier in San Francisco.

Liebe Tanja, ich möchte mich bei Dir bedanken für das, was Du mir über SF geschrieben hast. zuerst hab ich mich ein wenig geärgert, denn der Text klang für mich fast belehrend, dann fühlte ich aber, dass ich so gern so etwas ähnliches erfahren und empfinden möchte, dass mir diese Stadt von Anfang an mehr liegt als NY und überhaupt, das rumliegen und jammern hatte bringt es nicht, raus mit uns, ab in die Sonne, ab in die Welt. ich habe euch alle ein Stück mitgenommen, für Ina von der Klippe runtergespuckt und für den Schuhkarton, den ich als zahnlise Oma mal durchwühlen werde, hab ich paar Bildchen gemacht.

Morgen ist das Zurückfliegen angesagt. wie immer, mit einem lachenden und einem weinenden Auge…

Zwei Erwachsene, zwei Kinder und eine Magendarmgrippe

03. Januar 2010

Das hab ich mir ganz anders vorgestellt. sagt sich leicht, wenn man es wirklich so fühlt, und meistens ist es unerfreulich. diese Stadt will sich mir wohl nicht öffnen. zweimal hatten wir schon vor, hierher zu kommen. entweder war keine Zeit oder keine Flugmöglichkeit, irgendwas war immer, jetzt haben wir rechtzeitig und richtig gebucht, vier Tage San Francisco, das sollte es werden, Highlight der Reise 2009/2010.

Zwei Sachen trösten mich: 1) bisher war das Wetter nicht doll und 2) auf dem Weg zu Walgreens komme ich jedes Mal an Union Square vorbei, da laufen piekfeine Leute rum, da fährt die berühmte Tram lang und von der kleinen Schlittschuhlaufbühne hört man nette Musik.

Morgen soll es Sonne geben. wenn es nicht anders klappt, werden wir zumindest auf dem Weg zum Flughafen einmal zu der Brücke fahren, denn ich habe einen Aufrag, von dort runter zu spucken.

as time goes by

12. Dezember 2009

Im Zimmer nebenan singen meine Kinder bereits das dritte Weihnachtslied. und mir wird klar, ich brauche mich gar nicht mehr umzudrehen, auf die kühle Kissenseite, nein, ich muss aufstehen und los, um in dieser angeblich besinnlicher Zeit noch rechtzeitig -es folgt eine lange Liste von Dingen, die man erledigt haben muss so kurz vor Weihnachten- fertig zu kriegen.

Irgendwann im Leben werd ich das bestimmmt nicht mehr machen. doch bis dahin - Weihnachtston, Weihnachtsbaum, Weihnachtsduft in jedem Raum….

Hört hört! Mission possible…

10. Dezember 2009

The impossible project hat ja vor kurzem mitgeteilt, es gibt 2010 frische Polaroidfilme zu kaufen *jubel*. dem nicht genug (oder besser gesagt, das war nur der Anfang): bereits zwei Aktionen am Rande sind aus meiner Sicht mitmachenswert:

1. Call for Ideas, Polaroid-Message Projekt in NY, organisiert von Polapremium.com

In order to raise awareness towards our mission to save analog Instant Photography, Clear Channel Spectacolor has generously offered The Impossible Project free space on a billboard in Times Square, NYC!
As you, your passion and your talent are the inspiration for our cause, we want to toss the ball back into your court – and ask you to send us one of your Polaroid photos that in some way references Edwin Land’s quote Don’t undertake a project unless it is manifestly important and nearly impossible. Send us whatever comes to your mind (no violent or “mature” content will be considered). If chosen, your picture will be presented in a spot on the billboard in Times Square as well as on www.theimpossibleproject.com.
If you’d like to make your support of The Impossible Project very public and gain a measure of photographic fame, please submit:

- your Polaroid photo including frame (.jpg, minimal width: 1000px / scan at 300dpi)
- a corresponding statement
- the credit you would like us to indicate (name/ alias / homepage / anonymous)

Submissions must be received by
December 20th, 12.00 pm CET (6:00 am EST) sharp
at: timessquare@theimpossibleproject.com”

2. Polaroid-Wettbewerb bei dem Blur Magazin

http://www.blur-magazine.com/contest/

Da habt ihr Zeit bis Februar, das beste Pola zu finden

Also, Scanner an, Polaroid-Kiste raus und los gehts! :-)

Chinesische Weisheiten

06. Dezember 2009

Auf Seite 6 meines Adventskalenders steht: “Fürchte dich nicht vor dem langsamen Vorwärtsgehen, fürchte dich nur vor dem Stehenbleiben.” das macht mir ganz plötzlich Mut. das ganze Jahr hatte ich nämlich das GEfühl, etwas nicht zu schaffen, der Zeit hinterher zu sein, meine Vorhaben, Pläne und Projekte nicht verwirklichen zu können.

Ich brauche nur ins Kabuff zu gehen, um mich zu vergewissern, dass dem nicht so ist. da stehen sie, die Marmeladengläser, selbst geerntet und eingekocht. und wer Zeit fürs Ernten hatte, der hatte auch Zeit fürs Jäten, Gießen und Pflegen. und darf jetzt die Zeit fürs Genießen nutzen.

Hier die 10 Vorhaben aus dem Januar:

1. ich schaffe es, mein Hobby mit meinem Familien- und Berufsleben zu vereinbaren. (jepp)

2. ich printe meine ersten eigenen Barytts und werde unsterblich. (nö, war aber auch sehr sportlich :-))

3. ich sehe die Welt durch eine Großbildkamera. (nö, aber ich habe mich erkundigt, was so anders dran sein soll und festgestellt, dass ich dem Großbild noch nicht gewachsen bin)

4. ich setze meine Männerfotografie fort, vielleicht probiere ich das mit nackten Jünglingen. (Männer sind mir dieses Jahr erfolgreich ausgewichen, aber Adam und Eva durfte ich besuchen!)

5. ich finde eine neue Muse, denn meine Muse 06/07 ist zu weit weg :-( (leider nicht… hab mir aber keine Zeit zum Suchen genommen)

6. ich höre auf, zu viel durcheinander zu knipsen. (ging schon in die richtige Richtung)

7. es werden wieder Polaroidfilme produziert, wenn auch unter einem anderen Namen. (hat sich auf 2010 verschoben)

8. Doro, Tanja und Nika besuchen mich in Hamburg. vielleicht kommt auch Tilla vorbei :-) (Doro hats geschafft!)

9. ich werde nie wieder eine Kamera vergessen, und falls doch, gibt es an solchen Tagen weder tolle Sonnenuntergänge noch ulkig komische Szenen. (jepp. vielleicht gab es aber auch einfach nur wenig ulkiges oder weniger Sonnenuntergänge…)

10. ich mache Ordnung in der Negativ-Tüte und auf der letzes Jahr halbverschmorten Festplatte. (bin fast fertig!)

Danke nach China, ich machs mir jetzt gemütlich auf dem Sofa, um Pläne fürs nächste Jahr zu schmieden.