Wie die Stacey Matrix dir hilft, eine Entscheidung zu fällen

Wie die Stacey Matrix dir hilft, eine Entscheidung zu fällen

Ich beschäftige mich viel mit dem Thema Entscheidungen. Heute nehmen wir uns kurz die sogenannte Stacey Matrix vor und schauen, wem diese wann helfen kann, eine Entscheidung zu treffen. Drei Minuten Lesezeit. Versprochene Aha-Erkenntnisse, wenn du noch nie davon gehört hast.

Wo kommt die „Stacey Matrix“ her?

Die Stacey Matrix wurde von dem Professor für Management an der Hertfordshire Business School in Großbritannien Ralph Douglas Stacey entwickelt. Sie hilft zu verstehen, warum manches Vorgehen in bestimmten Situationen ungeeignet ist. Im Projektkontext kann man sich mit Hilfe der Stacey Matrix entschieden, ob klassisches oder agiles Projektmanagement angemessen ist.

Stacey Matrix: horizontale und vertikale Achse

Die horizontale Achse der Stacey Matrix ist die Wie-Achse. Sie steht für den Weg, wie eine Aufgabe zu lösen oder eine Herausforderung zu meistern ist, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Typische Fragen zur Orientierung sind:

  • Wie sicher sind wir, dass unser Plan zum gewünschten Ergebnis führen wird?
  • Wie klar ist es uns, wie wir vorgehen wollen?

Je größer die WIE-Sicherheit, desto näher befindet sich der Punkt am Nullpunkt der Achse.

Die vertikale Achse ist die Was-Achse. Sie steht für die Klarheit über Ziele, die es zu erreichen gilt, und die Einigkeit über die Anforderungen, die die Problemlösung erfüllen muss. Mögliche Fragen zur Orientierung sind hier:

  • Wie genau sind die Ziele und Anforderungen definiert?
  • Wie einig sind sich die Stakeholder des Vorhabens? Wollen sie alle das selbe Ergebnis? Sind deren Erwartungen und Wünsche gut vereinbar?

Je mehr Sicherheit über die WAS-Einigkeit, desto näher befindet sich der Punkt am unteren Ende der Achse.

Bei einem Projekt oder Vorhaben können sowohl die Ziele und Anforderungen, die zu erreichen bzw. zu erfüllen sind, als auch der bestmögliche Weg hierzu mehr oder weniger klar oder unklar sein.

petranovskaja appelo certainty agreement

Vier verschiedene Entscheidungssituationen

Einfache Entscheidungssituation: Der Stacey Matrix zufolge ist eine (Management-)Entscheidung einfach, wenn außer dem Ziel und den Lösungsanforderungen auch der Weg dorthin klar ist – zum Beispiel, weil das Unternehmen schon viel Routine im Lösen entsprechender Aufgaben hat. Hier kann man mit Best Practice, Routinen und optimierten Lean Prozessen arbeiten.

In der Sprache des Cynefin-Modells: Anschauen, einordnen, reagieren.

Komplizierte Entscheidungssituation: Sind jedoch das Was und/oder das Wie teilweise unklar, dann wird es kompliziert. Das Schwierige hierbei ist, dass das deutsche Wort „kompliziert“ zum Teil die nächste Entschidungssituation – komplex – mit einschließt. In dem Wiktionary finden wir folgende Beschreibung:

Objektiv ist etwas kompliziert, wenn es eine unnötig hohe Komplexität bzw. Vielschichtigkeit aufweist. Subjektiv erscheint etwas als kompliziert, wenn man nicht über das Wissen, das Können, die Intelligenz oder die Bereitschaft verfügt, es zu verstehen oder zu beherrschen. Daher ist Kompliziertheit immer negativ konnotiert. Diese Konnotation wird im Sprachgebrauch meist durch zusätzlich abwertende, rein deutsche Worte markiert: „zu kompliziert“, „ziemlich kompliziert“. 

Bei der fett + kursiv markierten Definition verbleibend, hilft die Stacey-Matrix, sich in der komplizierten Situation für folgendes Vorgehen zu entscheiden: Anschauen, analysieren, reagieren.

Komplexe Entscheidungssituation

Wir hatten früher mal einen Spruch: Wenn man nicht mehr weiter weiß, gründet man ’nen Arbeitskreis. Was ironisch gemeint war, macht in der heutigen Zeit durchaus Sinn, vor allem, wenn es sich bei der Situation, in der man nicht mehr weiter weiß, um eine komplexe Situation handelt.

Sind neben den Zielen und/oder Lösungsanforderungen auch der Weg dorthin sehr unklar ist – zum Beispiel, weil die Herausforderung neu ist und das Unternehmen noch keine Erfahrung mit dem Lösen vergleichbarer Aufgaben gesammelt hat, also Neuland betritt? Dann ist die Entscheidungsfindung komplex, und es empfiehlt sich folgendes Vorgehen: probieren, anschauen, reagieren, erneut probieren, anschauen, reagieren usw. – also in iterativen Schleifen arbeiten, um sich allmählich dem Ziel, das oft noch nicht definitiv feststeht, zu nähern. Im Alltag spricht man hier schnell von Agilität, ich bin mir jedoch sicher, dass es andere Begriffe dafür gibt, z.B. in der Forschung und Entwicklung.

Chaotische Entscheidungssituation: Chaotisch wird die Entscheidungsfindung, wenn neben den Zielen sowie Anforderungen auch der Weg völlig unklar ist? Zum Beispiel weil das Unternehmen zwar weiß „Wir müssen uns für die Zukunft wappnen“, jedoch weder eine Einigkeit über das WAS noch eine Sicherheit über das WIE hat. Es ist klar, dass etwas getan werden muss, aber es gibt keinerlei Orientierungshilfen oder Struktur. Pures (chaotisches) „Durchwurschteln“ ist angesagt in der Hoffnung, dass es gut geht. Handeln, wahrnehmen, reagieren.

Hilfreich?

Die Stacey Matrix ist ein wirkungsvolles Instrument, um Klarheit über ein Vorhaben oder Projekt zu gewinnen. Dieses ist vor allem in einem Team sehr wirkungsvoll, da die Einschätzungen darüber, was klar oder sicher ist, sehr unterschiedlich ausfallen können.

  • Hat man sich in der Teamdiskussion erstmal auf die Positionierung des Vorgehens geeinigt, geht es in dem zweiten Schritt darum, die geeignete Vorgehensweise (oft: Projektmanagement-Methode) auszuwählen.
  • Für einfache und komplizierte Situationen ist das „klassische“ Projektmanagement eine gute Wahl.
  • Für komplexe Situationen sollte man sich aus der agilen Kiste bedienen.
  • Und bei Chaos, nun, ganz ehrlich? Da lohnt es sich manchmal, einfach eine Tasse Tee zu trinken und abzuwarten, bis zumindest etwas klarer wird.

;-)

Die Stacey Matrix ist übrigens Teil der BeraterKarten und zusammen mit 31 weiteren Karten immer ein Ass in deinem Berater-Ärmel!

Photo by Erol Ahmed on Unsplash

Ich hab nix gegen Roboter. Du?

Ich hab nix gegen Roboter. Du?

Neulich war ich in der Ausstellung im Museum der Arbeit in Hamburg. Ich meine, allein der Name „Museum der Arbeit“ ist schon eine Sensation.

Hallo 21. Jahrhundert, wir brauchen ein neues Wort für „Arbeit“, denn auch „NewWork“ drückt es nicht aus, was wir gerade durchleben!

Zurück zum Museum. So sah sie tatsächlich mal aus, die Arbeit.

Bitte sag mir, dass auch du nichts dagegen hast, wenn die oben dargestellten körperlichen Tätigkeiten in Zukunft von süßen blauäugigen Robotern übernommen werden.. ;-)

Spannend ist die Auseinandersetzung mit der anderen Seite: Was bleibt uns? Was kann kein Roboter übernehmen? Wo sind die Grenzen der künstlichen Intelligenz (KI)?

Dazu gab es im Museum eine wunderbar dargestellte interaktive Diskussionswand. In verschiedenen Farben konnte man Ideen wie Bedenken loswerden und so als Besucher sowohl etwas beitragen als auch von anderen inspirierende Beiträge erhalten. Am meisten hat es mir gefallen, dass diese Wand ganz analog war und so die Menschlichkeit der verschiedenen Schrifttypen erhalten blieb.

Vielleicht übernehme ich diese Methode in einen der nächsten Workshops.

Riesendank an Birgit Dierker dafür, mich dahin gelockt zu haben!

Die Ausstellung „Out of office“ ist noch bis Mai geöffnet.

Viel Spaß in der Zukunft!

Nadja

Wie ein Reset dir hilft, zukunftsorientiert zu handeln

Wie ein Reset dir hilft, zukunftsorientiert zu handeln

Dieser Artikel berichtet von meinen Erfahrungen mit radikalen Aktionen, die einem Reset (im Sinne von „Zurück auf Werkseinstellungen“) sehr nahe kommen. Zur Anregung deiner eigenen Aktionen biete ich dir als Download ein Reset-Canvas an.

Warum radikales Reset?

Unser Gehirn ist darauf programmiert, (gefährliche) Veränderungen in unserem Umfeld zu registrieren und eine angemessene Reaktion darauf bereit zu stellen. Die Kehrseite der Medaille: wir nehmen kleine und kleinste Veränderungen nicht wahr. Als Beispiel nehme ich gern alles, was mit Abnehmen und Fitness-Studio zusammenhängt. Ein Tag mit ausgewogener Ernährung oder ein Besuch des Studios ist kein wahrnehmbarer Unterschied. Bedeutet: für das Gehirn sind diese Aktionen quasi wertvoll.

Millionen von Menschen kämpfen mit der Umsetzung ihrer Vorhaben und Neujahrsvorsätze. Es gibt Tausende von Techniken, wie man dem Gehirn klar macht, das man auf dem richtigen Weg ist. Mit Strichlisten, Dankbarkeits-Tagebüchern und anderen Tricks, die es dafür gibt, verdoppeln und verdreifachen wir den Aufwand auf dem Weg zu recht einfachen und banalen Zielen.

Was ein Blödsinn! Sich selbst mit eigenen Kräften zu überlisten ist eine verdammt harte Arbeit.

Die gute Nachricht ist: Es geht anders.

Ich habe zum Beispiel viele Freunde, die mit sehr viel Aufwand und vielen zum Teil teueren Methoden aufgehört haben zu rauchen. Um dann wieder anzufangen.

Mein Freund Simon hat da einfach an einem Tag Strich gemacht und wurde Nichtraucher. Er hat verlernt, wie das Rauchen geht. Und er hat die Gewohnheit, ca. 50 Euro pro Woche für Zigaretten auszugeben, umgeleitet in einen Schuhkarton, der von da an sein Reisebudget-Karton wurde.

Radikales Loslassen

Eine andere Form, schneller zum Wunschleben zu kommen (und darum geht es uns doch, oder?) ist das radikale Loslassen. Hier sind drei Beispiele aus meinem Leben.

Vier Wochen staatenlos

Als ich mich entschieden habe, meinen russischen Pass aufzugeben und deutsche Staatsbürgschaft anzunehmen, wusste ich nicht, was es bedeuten wird. Es bedeutete jedoch – neben jeder Menge Papierkram – auch einen Monat im Status „staatenlos“. Mit nichts in der Hand habe ich vier Wochen gewartet und gehofft, dass die neue Heimat mich aufnimmt, während das Mütterchen Russland mich freigegeben hat.

Freiberuflichkeit ohne Fallnetz

Ich habe zwei Mal im Leben einen guten und sicheren Job gekündigt. Beide Male war schlechtes Management die Ursache und beide Male war das eine gute Erfahrung für mich.

Als ich jedoch beim zweiten Mal nicht mehr in eine Anstellung wollte, sondern in die Selbständigkeit – ohne einen Kundenstamm oder Plan – haben mich alle für verrückt erklärt.

Doch das komplette Loslassen des Alten hat mir einen freien Kopf verschafft für das Neue. Und die Freiheit war entscheidend, um mich zu positionieren.

Digital Detox

Auf Knöpfe zu drücken fühlt sich im Leben manchmal an, als wäre ich bei Alice im Wunderland. Wollen Sie den Account wirklich löschen? Ja, ich will. Hiermit bestätigen wir, dass Ihr Account unwiderruflich gelöscht ist. Adieu Facebook! Tschüss zig andere Accounts. Auch meinen Account beim Newsletter-Versender habe ich 2018 während der DSGVO Diskussionen gelöscht. Samt allen Newslettern und allen Mailadressen, die ich über Jahre mit viel viel mühsamer Arbeit gesammelt und erstellt habe.

Das hat sich so gut angefühlt, wie wenn man sehr lange Haare auf Ohrläppchen-Länge abschneidet und den Sommerwind im Nacken spürt. Leicht, warm.

petranovskaja reset digital detox

Jetzt habe ich meine Mailbox aufgeräumt. Ohne sie zu sortieren. Einfach weg. Zuerst habe ich mich erschrocken. Dann gefreut.

Ich freue mich immer noch!

Reset für Organisationen

Ganz nach dem Prinzip „Das Große im Kleinen, das Kleine im Großen“ gelten die Prinzipien des radikalen Loslassens und Vergessens natürlich auch für ganze Organisationen. Wenn deine erste Reaktion „Schmarrn!“ lautet, lösch einfach diese Denkweise und lasse eine andere Möglichkeit zu

Weil andere Autoren schon recht intensiv an den Fragen des organisatorischen Resets gearbeitet haben, lasse ich dir zum Nachlesen zum Beispiel diesen Link da: 7 Thesen zur Zukunft der Arbeit.

Wenn du auch etwas Lesenswertes dazu kennst, poste es doch bitte in den Kommentaren! Danke :-)

Anker lichten, auf in die Zukunft!

Das radikale Loslassen, das Löschen und sich befreien, das Verlernen – das sind alles Wege, zu deinem Wunschleben zu kommen. Dabei musst du dich nicht mühsam selbst besiegen. Du ermöglichst deinem Gehirn, sein Potenzial für das Suchen neuer Wege und Lösungen zu aktivieren.

Gehe den einfachen Weg.

Lichte den Anker, reiße dich los von etwas, was dich in der Vergangenheit festhält. Richte dich auf die Zukunft aus. Du bist mehr als die Länge deiner Haare, mehr als die Mails in deiner Mailbox und verdammt noch mal viel mehr als deine veralteten Glaubenssätze und Gewohnheiten.

  • Du willst mehr Sport machen?
  • Verlerne das Leben ohne Sport!
  • Du willst dich gesund ernähren?
  • Vergesse, wo man Pommes essen und wo man Süßigkeiten kaufen kann!

Du willst mehr Zeit für deine Projekte?

Lösche alle Accounts, die deine Zeit rauben. Das Leben findet nicht bei Instagram statt! Das Smartphone wurde erfunden, um unser Leben zu vereinfachen und uns Zeit zu verschaffen. Stattdessen raubt es den meisten von uns jede freie Minute, weil wir (im Durchschnitt) 5 bis 8 Mal pro Stunde auf das Ding schauen.

Ein radikaler Vorschlag für dich: Gehe mal einen Tag ohne Smartphone in die Stadt. Verabrede dich mit Freunden – wie früher – an einem Ort zu einer Uhrzeit. Photographiere mit einer Kamera. Prüfe die Uhrzeit mit einer Armbanduhr. Schreibe Notizen auf Servietten und Papier. Und vor allem: höre den anderen zu, betrachte deine Umgebung, sei mehr im Hier-und-jetzt.

Sei mehr du.

Für alle weiteren Ideen deines persönlichen Resets habe ich ein Reset-Canvas entwickelt. Download, print, Stift und Tasse Lieblingsgetränk, Blick aus dem Fenster…

petranovskaja Reset Canvas

Sei mutig, sei verrückt und genieße alles, was das Reset möglich macht!

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Photo by Kelly Sikkema on Unsplash

Wie Experimente uns helfen, eine bessere Welt zu bauen

Wie Experimente uns helfen, eine bessere Welt zu bauen

Dieser Artikel beschreibt, wie Experimente, Prototypen und Fehler uns helfen, eine bessere Welt zu bauen. Die Lesezeit beträgt ca. 5 Minuten. Ich fühle mich geehrt, wenn Du anschließend noch ein Paar Minuten Zeit investierst, um nachzudenken oder sogar einen Kommentar da zu lassen. Enjoy!

Wie viel Inspirationen entsteht aus Imperfektion?

Letztens war ich in einer Ausstellung, in den gab es eine Menge analoger Fotos mit ungeraden Horizonten. Ich stand vor jedem dieser Bilder und habe überlegt, wie mutig das doch sein muss, als Starfotograf so ein Foto einfach sein zu lassen, ohne den Horizont begradigen zu lassen. In der heutigen Zeit von Instagram wäre das für ganz viele von uns undenkbar (das gilt für viele Instagrammer, die ich kenne – jedes Bild wird auf Perfektion gebracht).

In der gleichen Ausstellung habe ich unter einem Bild das Motto der Punk-Bewegung gefunden:

Dinge zu tun ist wichtiger, als sie gut tun zu können.

Das brachte mich zum Lächeln, als hätte ich irgendwo in einem abgelegenen peruanischen Dorf einen Menschen getroffen, der genau so denkt wie ich. Ich meine, ich empfinde mich nicht als Punk. Ich weiß nicht mal genau, wofür sie sonst stehen. Aber der Spruch, der liegt mir sehr am Herzen.

Betrachten wir doch mal die Kinder. Wenn sie nicht diesem Motto folgen würden, hätten sie niemals gelernt, wie man mit einem Löffel isst oder Lego stapelt. Das Tun, das Machen steht im Vordergrund.

Betrachten wir die Kunst. Ich meine, es gibt natürlich die Werke, in denen das Meer oder das Pferd perfekt abgebildet sind. Viel mehr beschäftigen uns aber die Werke, in denen etwas „unstimmig“ ist. Nicht exakt symmetrisch, nicht ganz stimmig, etwas wild in der Farbwahl oder Formgebung. Bestimmt hast du auch schon mal vor so einem Bild gestanden.

Warum das Bild schief hängen darf

Vielleicht kennst du Loriot und seinen Sketch „Das Bild hängt schief“. In nur zwei Minuten verwüstet der Herr das komplette Zimmer, wobei seine Intention eine andere war.

In dieser Szene passiert das Disaster aus Ungeduld. Und aus der Unfähigkeit, das Unperfekte zu ertragen.

In unserem Arbeits-Alltag geht es manchmal ähnlich zu. Wir wollen die Perfekte Quartals-Statistik, die perfekten Kunden-Kennzahlen, tadellose Berichte. Zahlen und Fakten werden so lange beschönigt, bis niemand mehr die Realität hinter der Facade wieder erkennt.

Die Welt mit den perfekt hängenden Bildern ist oft eine tote Welt.

Und was ist mit Führung?

Auch in der Führung ist die Welt manchmal zu perfekt. In der selbst hergestellten Kontrolle-Illusion bemühen sich weltweit Führungskräfte darum, alles richtig zu machen. So, wie sie das in einem Training gelernt und in den Rollenspielen auswendig gelernt haben. Mechanistisch, jeden Tag aus Neue gleich und in den meisten Fällen wenig wirksam.

Viele Führungskräfte haben an sich selbst gestellte Anforderungen, die nicht mit den tatsächlichen Anforderungen des Unternehmens übereinstimmen. Sie wollen es allen Recht machen, stets selbst dafür sorgen, dass die Ergebnisse perfekt sind. Das Ergebnis: viel zu viele Arbeitsstunden, Überforderung und … unzufriedene Mitarbeiter.

Wie soll man als Mitarbeiter zufrieden sein, wenn man im Auge seines Vorgesetzten das „schiefe Bild“ ist? Wenn man als Mitarbeiter korrigiert, kritisiert und auf Schwächen hingewiesen wird?

Zu Hölle mit der Taube, her mit dem Spatzen!

Wir leben in einer Welt, in der es alles gibt. Freiheit, Trinkwasser aus dem Wasserhahn, Erdbeeren im Winter. Doch stets streben die Jahrespläne nach mehr Umsatz, weniger Kosten und vor allem: nach etwas, was gleichzeitig neu genug und sicher genug ist.

Durch die uns täglich langweilende Sättigung sollte jede noch so verrückte Idee herzlich willkommen sein. Weg mit der Langeweile, her mit der Disruption!

Wir sind keine großen Schritte gewohnt. Wir können nur die kontinuierliche Verbesserung.

Doch so viele große Ideen werden nicht umgesetzt, weil die Größe der Ideen und der womöglich großer Aufwand zur Verwirklichung uns davon abschreckt, anzufangen. Wir sind keine großen Schritte gewohnt. Wir können nur die kontinuierliche Verbesserung.

Darum sollte das Motto der Punk-Bewegung hinter den Ohren einer jeden Führungskraft geschrieben sein:

Dinge zu tun ist wichtiger, als sie gut tun zu können.

So glücklich bin ich zu sehen, wie viele Unternehmen ihre Führungskräfte-Programme vom „Training“ in „Werkstatt“ oder „Bootcamp“ umbenannt haben. Somit soll gezeigt werden, dass man die Hoffnung nicht aufgegeben hat. Wir können es lernen, wie man große Schritte macht. Wir können mutig sein, um etwas im Alltag auszuprobieren. Wir können Imperfektes zulassen. Wir können experimentieren wie ein Kind oder ein leidenschaftlicher Forscher. Das Wichtigste: das Anfangen.

Wie fängt man etwas Neues an?

Wenn Du gern konkrete Übungen zum Ausprobieren magst, hier ist eine für dich.

Um der Angst vor Was-auch-immer zu entkommen und trotzdem etwas Neues auszuprobieren, kannst du die 20 Minuten Regel anwenden. Mache 20 Minuten genau das, was du tun würdest, wenn du die angedachte Veränderung bereits umgesetzt hättest. Du willst mehr zuhören? Stelle dir ein Timer und los gehen deine 20 Minuten. Du wärest gern geduldiger? Was wäre dann anderes in deinem Leben? Du möchtest pünktlich Feierabend machen? Nein sagen? Selbstbewusster auftreten? Versetze Dich für 20 Minuten in die Person, die diese Neuerung bereits komplett in das Leben implementiert hat.

Fühle 20 Minuten lang, wie es dir geht. Gefällt es dir? Lohnt es sich, das Experiment zu wagen?

Die Kraft des Imperfekten

Perfektes ist langweilig. Man kann es sich paar Minuten lang anschauen und dann ist es langweilig. Man kann es bewundern. Und danach? Langweilig!

Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen.

Goethe

Wir brauchen das kindliche Vertrauen in das Tun, um uns zu entfalten. Wir brauchen schiefes Bild, um uns lebendig zu fühlen.

Lasst uns Dinge tun und das Tun vor dem Können stellen!

So lasst uns anfangen! Lasst uns loslegen! Lasst uns Anker lichten! Lasst uns aufbrechen!

  • Lasst uns persönliche 20 Minuten Experimente starten.
  • Lasst uns tun, statt warten.
  • Lasst uns ausprobieren statt Bedenken tragen.
  • Lasst uns Erfahrungen sammeln statt contra Argumente auflisten.
  • Lasst uns bewusst und lebendig sein.

Wir wollen lebendig und zufrieden sein. Kein Schattendasein. Kein halb-lebendig sein.

Lasst uns Dinge tun und das Tun vor dem Können stellen. Lasst uns für einander Inspiration und Kraftfeld sein, so (un)perfekt, wie wir sind.

Denn ansonsten:

One day baby, we’ll be old
Oh baby, we’ll be old
And think of all the stories that we could have told.

Asaf Avidan

Und wenn das noch nicht #Schubs genug war: Jeder von uns besitzt genau so viel Mut, wie viel Angst er / sie spürt.

Auch Du!

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Photo by Dmitry Ratushny on Unsplash

Wie du aufhörst zu warten und anfängst zu leben

Wie du aufhörst zu warten und anfängst zu leben

Warten gehört zu jenen Tätigkeiten, die ich versuche zu vermeiden. Rote Ampeln und Wartezimmer (allein der Name schon!) gehören nicht zu meinen Freunde. Darum möchte ich mit dem heutigen Schubs dich als Leser ermuntern, mit dem Warten aufzuhören. Hier sind meine Top-Argumente:

Lieber ein Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach

Verstehe mich nicht falsch. Ich weiß, dass es sich manchmal lohnt, auf die Taube zu warten. Manchmal ist es sogar extrem wichtig, auf die Taube zu warten und alle Spatzen ziehen zu lassen. Mit der Betonung auf das Wort „manchmal“.

Wir alle kennen Menschen, die es gewagt haben. Menschen, die etwas entschieden und umgesetzt haben. Eine große reise, eine berufliche Veränderung, ein Jahr im Ausland. Und genau so kennen wir eine Menge Menschen, die es nicht wagen. Jeder hat Träumen und Ambitionen. Es ist in unserer menschlichen Natur angelegt, unzufrieden zu sein und nach etwas zu suchen.

Nichts ist schwerer zu ertragen, wie eine Reihe von guten Tagen. – Goethe

Also los, seihen wir ruhig mal unzufrieden. Lasst uns durchaus frech sein und uns ganz doll was wünschen. Ein anderes Auto. Eine größere Wohnung. Einen längeren Urlaub.

Soweit – so gut?

Und jetzt kommt es: WORAUF WARTEST DU?

Was wäre anders, wenn du jetzt ein größeres Auto hättest? Eine schickere Bude? Zeit für einen Strandspaziergang?

Stelle dich vor einen Spiegel und betrachte dich. Sei mindestens fünf Minuten dieser Mensch mit dem erfüllten Wunsch. Fühle in dich hinein. Was ist anders? Wenn es sich gut anfühlt, gib dir noch fünf Minuten. Klopfe dir selbst auf die Schulter. Mach eine Powerpose. Sage laut „Gut gemacht!“.

Jetzt.

German Angst mit German Mut ersetzen

Warten ist oft ein Zeichen von Unentschlossenheit, Unsicherheit. Soll ich oder soll ich nicht? Ich hätte ja, aber… Der Begriff „German Angst“ ist in das englische Vokabular eingeflossen und bedeutet dort „Bedenken“. Wenn wir uns nicht entscheiden, bedenken und überdenken wir das Ganze stundenlang. Das Ergebnis? Oft weder die Taube noch der Spatz.

Ersetze deine Bedenken mal mit einem mutigen Schritt. Mache das zu einem Experiment. Wenn es dir ganz wichtig ist, dass nichts Schlimmes passiert, entscheide, was ein „safe to fail“ Experiment sein könnte. „Safe to fail“ meint, dass niemand zu Schaden kommt oder sogar, dass niemand bemerkt, dass du etwas gemacht hast.

Außer du selbst.

Wann startet dein Experiment?

Das Leben wartet nicht

Mein Lieblingsargument. Könnten wir die Zeit anhalten, um in Ruhe über die Dinge nachzudenken, wäre das Warten vielleicht gar nicht so übel. Leider fließt das Leben fröhlich weiter, während wir grübeln und warten. Und: während wir warten, verändern sich die Rahmenbedingungen, in deren unsere Überlegungen gestartet sind. Wir denken also sehr schnell in einem „veralteten“ Szenario. Wie soll man da entscheiden?

Stürze dich in den fröhlichen Fluss des Lebens (oder gehe da vorsichtig hinein), aber bleibe nicht stehen. Denn das Leben wartet nicht!

Natur als Vorbild

Hast du schon mal etwas in der Natur gesehen, das wartet? Einen Grashalm vielleicht? Oder die Sonne?

Die Natur ist ein wunderbares Vorbild, wenn es darum geht, einfach zu machen. Die Natur hat keine Angst, etwas falsch zu machen. Sie bemüht sich nicht willentlich darum, Dinge perfekt zu durchdenken (und dennoch produziert sie eine Menge nahezu perfekter Formen, Farben und Materialien). Die Natur experimentiert ununterbrochen, nimmt sich Raum und macht einfach. Jede verfügbare Resource, sei es denn Wasser oder Licht, wird zu etwas umgewandelt. Zu Energie, zu neuen Blumen und Schmetterlingen, zu Wasser…

Du bist auch wie die Natur. Finde deine Geschwindigkeit, finde dein Tempo für Jahreszeitenwechsel. Finde deine Klimazonen und dann lege los mit tun und sein.

Sein und tun.

petranovskaja sein

Reframing

Manchmal fühlt es sich so an, als wäre man gezwungen, zu warten. Auf den Postboten. Auf einen Kollegen im Projekt. Auf die Antwort einer Behörde.

Opfer zu sein ist ungünstig für unser Selbstbewusstsein. Damit du stets der Erschaffer deines Lebens bist und nicht gezwungen bist, zu warten, empfehle ich dir das sogenannte Reframing. Die Technik, dieselbe Realität in einem neuen Licht zu sehen und sich dadurch besser zu fühlen, ist mittlerweile recht verbreitet. Kleine Veränderungen in den Wörtern, die du für die Beschreibung deines Lebens nutzt, bringen oft unerwartete Ergebnisse. Lass uns ein paar Ideen generieren:

Statt „Ich muss auf den Postboten warten“ kannst du sagen „Ich freue mich auf die Zeit, die ich nun habe, und ich werde diese nutzen, um zu …“

Statt sich darüber zu ärgern, dass ein Kollege deine Mail nicht beantwortet hat und du heute eine Aufgabe nicht abschließen kannst, bedanke dich für die Möglichkeit, deine Zeit selbst zu gestalten und dir inzwischen andere Punkte deiner To Do Liste vorzunehmen.

Warten ist unproduktiv. Zeit produktiv zu nutzen kann auch anstrengend sein. In einem Wartezimmer beim Arzt bedanke ich mich für die Möglichkeit, in eine dieser bunten und belanglosen Zeitschriften reinzuschauen und dabei zu entspannen, als wäre ich beim Frisör.

Wähle also Spaß und Freude statt Langeweile und Ungeduld.

Entscheidungen treffen

Logischer Folgeschritt aus dem Reframing ist die Übernahme von Verantwortung für das eigene Befinden. Du triffst die Entscheidung, als was du durch das Leben gehst.

Da ich über das Thema Entscheidung schon einige Male gebloggt habe, empfehle ich dir bei Interesse neben dem Artikel darüber, wie du deine Entscheidung psychologisch korrekt mit einem Würfel triffst auch den Artikel darüber, wie du entscheidest, welche Entscheidung sich lohnt. Doppelt gemoppelt? Finde es heraus ;-)

Und weil wir schon dabei sind, ein thematisch passendes Video habe ich für dich auch im Angebot:

 

Das Leben ist endlich

Mein persönlicher Lieblings-Schubs kommt aus dem Buch der australischen Krankenschwester Bronnie Ware. Das Buch heißt „Fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ und kommt mit der folgenden Liste auf uns zu:

  1. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben“ …
  2. „Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet“ …
  3. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken“ …

Mir reichen schon die ersten zwei, um mich sofort daran zu erinnern, dass ich sterblich und dass meine Zeit endlich ist. Ich möchte auf jeden Fall sagen können, dass ich mein Leben voll gelebt habe. Ich möchte bunt und laut, lecker und leise, schnell und langsam ausgekostet haben. Gefühle empfunden, Gedanken gedacht, Giraffen gestreichelt und unzähligen Wellen zugeschaut haben.

Das ist mein Leben.

Du hast deins.

Deine Wünsche, deine Ideen, deine Ängste und deine Fragen – all das ist es wert, Platz in deinem Leben gefunden zu haben.

Warten bringt nicht viel. Bei einem meiner Spaziergänge habe ich das folgende Foto gemacht:

petranovskaja godot warten

Das Leben ist endlich.

Du bist einmalig.

Warte nicht, lebe!

#schubs

petranovskaja Unterschrift signatur

 

Warum es gut ist, ein Narr zu sein

Warum es gut ist, ein Narr zu sein

In Russland gibt es ein Sprichwort, das heißt: Lebe 100 Jahre, lerne 100 Jahre, stirbst als Narr. Meine Mutter sagte es immer dann auf, wenn sie etwas Neues für sich entdeckte und sich darüber freute.

In der heutigen Zeit, mit so unfassbar viel frei verfügbarem Wissen um uns herum, fällt es schon mal schwer, sich selbst und anderen zu sagen, man lerne noch. Xing und LinkedIn Profile und so viele Büroräume werden mit Zertifikaten geschmückt. Dies dient als Nachweis, man hätte was drauf, man sei durch die harte Schule des (auswendig) Lernens durch.

(Kurzer Exkurs: Früher war es in einem Menschenleben normal, so linear zu denken. Heutiges Berufsleben eines Menschen sieht etwas anderes aus:)

petranovskaja drei felder des lebens

Warum es gut ist, ein Narr zu sein

Fassen wir zusammen, worüber sich die Welt einig zu sein scheint:

1. Dass die Welt sich ändert. Wir sprechen von New Work, von VUCA, von Dynaxity. Taylor-Wanne, Disruption, Ambidextrie – all diese Wörter klingen wie eine Diagnose für eine seltsame neue Krankheit, unter der unsere Welt leidet.

petranovskaja dynaxity modell

2. Dass man die Probleme nicht mit gleichen Mitteln lösen kann wie die, mit denen man diese Probleme auf die Welt gebracht hat. Obwohl der Spruch dazu schon etwas älter ist, zitieren wir den guten Alfred Einstein in diesen Tagen öfter denn je.

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. –Albert Einstein

3. Dass Kompliziertes und Komplexes auf verschiedene Art und Weise behandelt werden müssen. Nicht erst mit dem Anmarsch der Agilität, auch vorher schon – und spätestens mit dem allgemein Bekanntwerden des Cynefin Modells – haben wir uns darauf geeinigt, dass Best Praxis (früher das gängigste Mittel zum Lösen der meisten Probleme und die Wunderwaffe der Unternehmensberater) im komplexen Umfeld wenig wirksam ist. Lernende Organisation (das entsprechende Buch dazu schrieb Peter Senge bereits 1990) wird heute zwar nicht so genannt, aber mit Stand Up Meetings und Retrospektiven so geführt. Kollegiale Beratung (eine in den 80ern entwickelte Methode) wird heute Mastermind oder WOL Circle genannt. Die Popularität dieser co-kreativen Formate zeugt vom Verständnis, dass man komplexe Probleme nicht allein lösen kann, sondern nur gemeinsam mit anderen Menschen, die unter Umständen (und manchmal notwendigerweise) ganz anders denken.

petranovskaja cynefin

4. Dass wir neue Kompetenzen brauchen und dass viele der heutigen Berufe in Zukunft obsolet werden. Teilweise geben wir Standard-Abläufe an Roboter ab, teilweise entstehen Berufsbilder, für die es noch keinen Bachelor-Lehrgang gibt. Immer mehr Menschen sind erfolgreich im Business ohne je in einer Fach- oder Hochschule gewesen zu sein. Wir lernen von Bloggern und Influencern, wir lernen in MOOCs (Massive Open Online Course) und auf YouTube. Und währen die Führungskräfte der „alten Schule“ das Führen der Generation Y & Z als ihre größte Herausforderung beschreiben, wuseln diese Generationen sich durch die sich rasch verändernde Business-Welt und bauen sich ihre eigene auf.

Was nun?

Wenn du, werter Leser, ein Mensch um oder über 40 bist, dann ist mein herzlicher Appel an dich: sei ein Narr! Öffne dich der Möglichkeit, noch nichts oder nicht genug zu wissen. Nimm die Haltung an, dass die Welt voller Wissen ist, welches dir zur Verfügung steht. Sei im Vertrauen, dass jedes deiner Probleme dir eine Gelegenheit zum Lernen gibt. Öffne deine Filter, probiere neues aus, mache Dinge neu. Ein Anfang könnte sein, Zähne mit linker Hand zu putzen, verschiedenfarbige Socken anzuziehen oder im Restaurant etwas anderes zu bestellen als sonst.

Lebenslang lernfähig

Gerald Hüther nennt die Fähigkeit unseres Gehirns, lebenslang Neues zu lernen „Plastizität des Gehirns“. Neue synaptische Verbindungen entstehen zu lassen, das geht am Besten, wenn man gemeinsam mit einer Gruppe neue Erfahrungen macht. Das Gehirn sei laut Hüther im Laufe der Evolution nicht zum Auswendiglernen optimiert worden, sondern zum Lösen von immer neuen Problemen. Es sei keine Rechenmaschine, sondern ein „soziales Organ“. Folgen wir dieser Erkenntnis der Hirnforscher und Psychologen, steht dem lebenslangen Lernen von neuen Sprachen, Methoden, Lösungswegen nichts im Wege.

petranovskaja zukunft

Fazit

Verbindet man die Russische Volksweisheit „Lebe 100 Jahre, lerne 100 Jahre, stirbst als Narr“ mit den Erkenntnissen der modernsten Hirnforschung, besteht große Hoffnung, dass wir –trotz aktueller leichten Überforderung – die neuen Probleme meistern werden. Zwei Dinge brauchen wir dafür:

  • wir öffnen uns einander, hören einander aufmerksam zu und freuen uns an den Differenzen in Meinungen und Weltansichten
  • wir nehmen eine Haltung an, die es gut findet, (egal im welchen Alter und mit wie vielen Zertifikaten) noch sehr vieles lernen können

Stay foolish!

petranovskaja Unterschrift signatur