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Wie war deine Woche?

Wie war deine Woche?

Manche Wochen sind so voll mit Bildern, da ist kein Platz für Wörter übrig. Zwischen dem Ufo (Augen auf im Vapiano!) und dem Säge-Mann in Leipzig, dann Zwischenhalt an der Brenz (Steiff Museum, eine schöne Geschichte!). Change Kurve, Bilder suchen für die eigene Change Story, Gruppen-Selfie, weiter gehts… Am Hamburger Flughafen stehen mittlerweile zwei Flügel, und beide wurden am Donnerstag bespielt, und ich habe mich sehr darüber gefreut – wie gut das tut, vom Menschen gespielte Musik zu genießen!

Dann mit 6 Stunden Verspätung doch noch in Frankreich, Wein zu Mittag und Weinberge in der Mittagspause, und wieder Change und Menschen, die lernen wollen, besser und humaner mit den Veränderungen umzugehen…

Zurück in Hamburg ging es dann auf #play14 – eine Unkonferenz zum playful learning, und auch hier wieder tolle Menschen. Neugierig, offen, sensibel, kreativ.

Wie war deine Woche?

Nadja

Warum Höflichkeit gut tut

Warum Höflichkeit gut tut

Ich liebe ja die deutsche Sprache! Allein schon das Wort „Höflichkeit“ erzählt die Hälfte von dem, was ich gern sagen möchte. Damals, beim Hofe. Wo klar war, wie etwas stattfindet. Rituale, sich wiederholende Sequenzen, klare Regeln…

Heute: ich bin zu Besuch beim Kunden. Menschen kommen in den Meeting-Raum. Manche geben mir die Hand, manche bringen auch eine Visitenkarte. Andere sagen nur kurz „Hallo“ und verschwinden hinter ihrem Laptop-Bildschirm. Noch bevor wir fertig sind, müssen die ersten schon wieder los, so dass es auch keine gescheite Abschieds-Sequenz gibt.

Am Sonntag, wir frühstücken in der Hafen City, und es rollen zwei sonntäglich gekleidete Kinder, ca. 2 Jahre alt, an uns vorbei. Mit kleinen Rollern. Das Mädchen erkennt meinen Blick und bleibt stehen. Sie wischt sich die blonde Engelslocke aus dem Gesicht und sagt „Hallo!“ Ihr Bruder bleibt daneben stehen und guckt uns beide an. Er nickt mir zu. Hallo, antworte ich den beiden. Nach einem kurzen Dialog mit den Eltern sagen die beiden Kinder als erste „Auf Wiedersehen!“, bevor sie weiter rollen.

Ein angenehmes Gefühl einer menschlichen Begegnung bleibt.

Was ich mir für morgen wünsche:

  • dass wir einander sehen und wahrnehmen
  • dass wir einander richtig anschauen
  • dass wir einander einen Mindestmaß an Zuwendung und Aufmerksamkeit schenken
  • dass eine innere Stimme es uns nicht erlaubt, ohne ein gescheites Hallo-Tschüss-Bitte-Danke Ritual miteinander zu sein

Danke, dass du Interesse gezeigt hast zu lesen, was ich schreibe. Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag!

Nadja

Warum loslassen in der Praxis schwerer ist, als in der Theorie

Warum loslassen in der Praxis schwerer ist, als in der Theorie

Da geht sie, ein Bündel voller Neugier, Kreativität, Kraft, Liebe… Egal wie viel ich über das Loslassen gelesen oder anderen erzählt habe. Der Kloß im Hals gibt mir zu verstehen, dass die Theorie mir heute morgen nicht helfen wird.

Meine Tochter ist 16, und heute morgen haben wir sie ins Ausland verabschiedet. Wer, wenn nicht ich, sollte den Prozess kennen? Ich bin im ähnlichen Alter nach Deutschland ausgewandert.

Doch die Theorie und meine eigene Geschichte helfen mir nicht. So sehr ich mich für Kira freue, so sehr tut das Loslassen auch weh.

Ich steige beim Stadtpark aus und gehe spazieren. Die Morgensonne leuchtet das Tau auf den Wiesen an, und ich weine mit.

Kurz vor der Sicherheitskontrolle kommt sie zurück und will noch einen Gruppenhug. Solche Momente bleiben.

Möge dein Weg dir Spaß und Freude bereiten! Möge dir jeder Tag etwas zum Lernen und Staunen bieten. Mögen sich dir stets neue Wege und Perspektiven bieten!

Der Himmel verbindet uns, egal wie viele Kilometer weg du bist.

In Liebe, Mama

Warum wird Miami the „Magic City“ genannt?

Warum wird Miami the „Magic City“ genannt?

Miami ist eine faszinierende Stadt. Gäbe es auf dieser Seite von Amerika tolle Sonnenuntergänge am Atlantik, würde mir hier nichts fehlen.

Tippt man in Google zuerst „warum“ und dann „Miami“, taucht eine Reihe von oft gesuchten Fragen auf. Unter anderem, warum es hier so warm ist. Oder warum es hier so viel Spanisch gesprochen wird. Erstaunlicherweise sind es nicht die Mexikaner, die die spanische Sprache hier verbreiten. Sondern die Exil-Kubaner. Little Cuba ist ein must see.

Genau so wie Miami Beach mit den hübschen Art Deco Häusern. Und eine Hafenrundfahrt, fast wie in Hamburg. Und so vieles mehr!

Warum nun wir Miami „Magic City“ genannt? Finde es genr selbst heraus.

Magic Pictures

Ich wollte hier lieber über ein besonderes Erlebnis schreiben. Ich fotografiere auf Reisen nämlich gern analog. Und manchmal vergesse ich beim Film Wechsel die Einstellungen im Fotoapparat zu kontrollieren. So habe ich hier einen 400er Film (Lichtempfindlichkeit) mit der 200er Einstellung verknipst. Also doppelt so lang belichtet wie der Film das eigentlich bräuchte.

Herausgekommen sind magische Bilder. Ich liebe sie und ich bin nicht traurig, dass sie so geworden wind.

Hier findest du mehr Blogbeiträge über Orte, die ich bereist habe:

Da jede Reise auch eine Reise ins Innere ist, magst du vielleicht für die Zeit dazwischen einen Reiseführer in das Land des Besseren Du haben?

petranovskaja Unterschrift signatur
Aufstehen, um zu verstehen

Aufstehen, um zu verstehen

„Jede Fachperson, die Menschen berät, therapiert oder erforscht, ohne den Körper mit einzubeziehen, sollte eine Erklärung für dieses Manko abgeben müssen.“ – Gerald Hüther

Ich möchte gar nicht so viel dazu schreiben. Weil es manchmal für mich reicht, der wunderbaren und von mir so innig geliebten deutschen Sprache zuzuhören. Stehen und Verstehen haben die gleiche sprachliche Wurzel.

Verstehen ist ein Kompositum aus dem Präfix ver- und dem Verb stehen; bezeugt in den mittelhochdeutschen Formen verstēn und verstān, welche ihrerseits dem Althochdeutschen firstān – ursprünglich „rings um etwas stehen, etwas umstehen, etwas in der Gewalt haben, beherrschen“, später „erfassen, ergreifen, ertappen; merken, meinen, empfinden, fühlen; begreifen, einsehen, erkennen“ – entstammen.

Mein Aufruf daher an alle, die mit Menschen arbeiten: steht öfter auf! So kann Neues entstehen, jemand kann etwas feststellen oder gestehen, vielleicht bringt das den Prozess in einen gewünschten Zustand, dem keiner widerstehen kann 😊

Mehr Verständnis für sich selbst und für einander, das wäre schon ein wunderbarer Anfang in so vielen Gruppen!

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Was Crowdfunding für mich ist

Was Crowdfunding für mich ist

In diesem Artikel berichte ich über meine Erfahrungen mit Crowdfunding. Sie können von anderen Erfahrungen abweichen. Fünf Minuten Lesezeit.

Wikipedia behauptet:

Crowdfunding [ˈkɹaʊdˌfʌndiŋ] (von englisch crowd für ‚(Menschen-)Menge‘, und funding für ‚Finanzierung‘), auf deutsch auch Schwarmfinanzierung oder Gruppenfinanzierung, ist eine Art der Finanzierung. Mit dieser Methode der Geldbeschaffung lassen sich ProjekteProdukte, die Umsetzung von Geschäftsideen und vieles andere mit Eigenkapital oder dem Eigenkapital ähnlichen Mitteln, in Deutschland zumeist in Form partiarischer Darlehen oder stiller Beteiligungen, versorgen. Eine so finanzierte Unternehmung und ihr Ablauf werden auch als eine Aktion bezeichnet. Ihre Kapitalgeber sind eine Vielzahl von Personen – in der Regel Internetnutzer, da zum Crowdfunding meist im World Wide Web aufgerufen wird.

Im Mai 2019 habe ich über die Kickstarter Plattform die englische Version der BeraterKartenWonderCards – erfolgreich finanziert. Die drei wesentlichen Erkenntnisse möchte ich mit dir teilen.

  1. Es ist eine Mutprobe und eine Gefühls-Achterbahn
  2. Es ist eine wunderbare Zeit, um tolle Menschen kennenzulernen
  3. Es ist ein Safe-to-fail Experiment

Es ist eine Mutprobe

Stell dir vor, du stellst dich in ein Schaufenster, und niemand schaut hin? Stell dir vor, du stehst mit einem Gemüse-Stand auf dem Markt, doch niemand will dein Gemüse?

Wer schon einmal einen Impostor-Syndrom erlebt hat, der sollte sich vor der eigenen Crowdfunding-Campagne genug Baldrian und die Telefonnummern der besten Freunde in die Tasche legen. Ich bin ziemlich naiv und blauäugig in die vierwöchige Phase des Fundings reingehüpft, und ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so viele Zweifel an meinen eigenen Fähigkeiten hatte.

Es ging mir phasenweise alles andere als gut. Schlechter Schlaf, Unruhe, Nervosität… An manchen Tagen habe ich 300 Mal auf mein Handy geguckt – ob wohl jemand doch in mein Schaufenster schaut? Ob wohl doch jemand das Gemüse will?

Hätte ich vorher gewusst, dass das so sein wird, hätte ich mich besser vorbereitet. Wie genau, sage ich am Ende des Artikels.

Zusammenfassend: Crowdfunding Kampagne zu organisieren und durchzuführen ist nichts für schwache Nerven. Es ist eine wertvolle Erfahrung, aber auch eine Art Selbsttest, eine Prüfung der eigenen Selbstwertgefühle und sollte behutsam vorbereitet werden.

Es geht um Menschen

Wo die WonderCards nach der Kampagne hinkommen

Ich reise gern. Und bei meinen Reisen lerne ich sehr gern Menschen kennen. Andere Reisende oder Einheimische.

Crowdfunding war so etwas Ähnliches für mich. Ich habe andere „Reisende“ getroffen – Menschen, die auch gern Ideen verwirklichen. Ich habe auch „Einheimische“ getroffen – Menschen, die sich über meinen „Besuch“ gefreut haben.

Es geht beim Crowdfunding um Menschen. Darum, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen. Menschen für sich zu gewinnen. Für die Idee und das Produkt. Manche brauchen das Produkt nicht – sie unterstützten mich als Person. Manchen bin ich als Person vielleicht egal – sie wollten das Produkt mit erschaffen.

Die Crowd zustande zu bringen braucht einige Kompetenzen.

  • Den Mut, sich zu zeigen.
  • Die Fähigkeit, andere um Hilfe zu bitten.
  • Liebe zu anderen Menschen.
  • Kreativität

Unterstützung kommt nämlich oft aus völlig unerwarteten Quellen. Über Twitter. Von einer Podcasterin aus Australien. Oder von jemandem, den ich noch nie persönlich getroffen habe – wir haben uns nur auf LinkedIn wegen Working Out Loud geschrieben.

Menschen sind toll. Voller Ideen und Energie. Ich glaube, ich habe auf meiner Crowdfunding Reise die Menschen teilweise unterschätzt. Und deshalb wohl auch an mir selbst gezweifelt.

Menschen können Berge versetzen. Ganze Welten erschaffen. Projekte über Crowdfunding zum Erfolg bringen. Danke, Menschen!

Safe to fail Experiment

In meinem Umkreis denken nach meinem Erfolg einige Kollegen über eigene Kampagnen nach. Nur wenige wussten, wie schwer diese vier Wochen für mich waren. Viele sehen nur das Ergebnis. Nicht den Weg.

Und dennoch würde ich jedem empfehlen, so etwas wie Crowdfunding zu versuchen. Als ein Safe-to-fail Experiment. Als eine Reise. Als eine Möglichkeit, sich mit ganz vielen Menschen zu verbinden und sich plötzlich als einen Teil einer großen Gemeinschaft zu fühlen.

Wenn es klappt, folgt die Umsetzungsphase. Das ist zum Teil viel Arbeit.

Wenn es nicht klappt… dann hast du auf jeden Fall eine Geschichte für die nächste F*** up-Night.

Das habe ich mir jeden Abend beim Einschlafen gesagt.

Vielen in unserem Leben passiert nur deswegen nicht, weil wir eine irre Angst vorm Misserfolg haben. Wir haben nicht gelernt, stolz auf Fehler zu sein. In unserer Gesellschaft ist „Nicht geschimpft schon gelobt genug“. Und darum gehen wir – aus meiner Sicht viel zu oft – auf die Nummer sicher.

Beispiel: Deutschland belegt einen der Ersten zehn Plätze in der Liste der eingereichten Patente.

Und einen der letzten zehn in der Liste der umgesetzten Patent-Ideen.

Ja, jetzt kommt der Nadja-Schubs: Wenn du eine Idee hast, raus in die Welt damit! Es muss ja nicht sofort eine Kickstarter-Kampagne werden… Für die deutschen BeraterKarten habe ich zum Beispiel mit Prototyp-Testern gearbeitet: mit ca. 50 Menschen, die ich aus meinem Netzwerk akquiriert habe, mich bei der Entwicklung der Karten zu unterstützen.

50!

Menschen sind wunderbar, nicht wahr?

Du kannst gern bei mir anfangen und dich an mich wenden. Ich bin gern dein erster Prototypen-Tester. Für was auch immer. Ich mag Menschen, Ich mag Ideen. Ich mag Neues.

#Schubs

Was ich beim nächsten Mal anders machen würde?

Bessere Vorbereitung. Nicht nur Erfolgs-Stories über Crowdfunding lesen, sondern auch die Fail-Projekte anschauen.

Anweisungen folgen. Wenn dort steht, starte 5-6 Wochen davor mit Kommunikation, dann ist das ein guter Rat. Manche Menschen brauchen länger, bis sie bereit sind, dich zu unterstützen. Manche haben noch nie etwas von Crowdfunding gehört und brauchen erstmal Zeit, sich damit auseinanderzusetzen. Manche wollen Muster des Produktes, um darüber reden zu können.

Finanzielle Grenze niedrigen setzen. Schließlich ging es mir nicht darum, Geld zu machen, sondern viel mehr darum, viele Menschen zu erreichen. Ich wäre viel weniger unter Druck, wenn die Kampagne früher voll finanziert wäre, und könnte mit mehr Leichtigkeit agieren.

Das wäre es auch schon.

Danke fürs Zuhören :-)

petranovskaja Unterschrift signatur