Warum Frauen im Durchschnitt länger leben

Die Sonne warm, der Wind lau, es sind mal wieder die perfekten 23 Grad in der Stadt, und neben mir am Alsterufer sitzen ganz viele Mädchen, es sind verschiedene Grüppchen, aber aus sämtlichen Gesprächen höre ich sowohl links als auch rechts von mir ungefähr das Inhaltsverzeichnis einer durchschnittlicher Frauenzeitschrift: Schminke, Hollywood, Kerle, Shopping. dabei wird sich sowohl rechts als auch links von mir geschminkt und aus den Smartphones hört man irgendwelche Musik die hip sein wird. ich wollte mich hier entspannen, meditieren, meinen Kopf am Wasser leeren, keine Chance. ich übe Geduld und denke nach: was tun all die Kerle gerade? fahren sie U-Boote? entwerfen sie Gesetze? wetten sie auf Fussballergebnisse? gründen sie Unternehmen? sprechen Männer eigentlich über Frauen, wenn sie sich treffen? wenn schon nicht über Nagellack, Brad Pitt und Klamotten, was bleibt denn da noch zu bereden? und ist vielleicht dieses Ungleichgewicht in den leichte-Kost-Themen der Grund, warum Männer im Durchschnitte früher sterben – weil sie auch in der Freizeit ihre Köpfe anstrengen?

Die Erklärung für längere Frauenleben ist kurz – weil der liebe Gott gerecht ist. oder habt ihr schon eine Schlange vor einer öffentlichen Männertoilette gesehen? alles was wir Frauen an Zeit in diesen Schlangen verbringen, wird uns auf das Gesamtlebensalter drauf geschlagen. oder die Anproben – in welchem Laden bitte müssen Männer Schlange stehen, um T-Shirt anzuprobieren? in keinem! also bekommen wir Frauen auch hier einfach den Bonus für all die Zeit, die wir in der Schlange verlieren.

Letzter Erklärungsversuch: Wir Frauen bekommen mehr Zeit auf dem Planeten, weil wir all die verschiedenen Diäten ausprobieren sollen und weil uns mindestens ein Extra-Jahr gegeben wird, um das Einparken zu lernen. so. war das jetzt frauenfeindlich genug? Wisch drüber, lasst uns feiern, Mädels, lasst uns unser längeres Leben genießen!

Veröffentlicht am von in im Norden gibts Gästezimmer, in Bayern "Fremdenzimmer". 2 Kommentare.
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Die Affen von Gibraltar

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Gibraltar gehört zu England, man kann dort aber auch mit Euro bezahlen. Es hat ausschließlich einen internationalen Flughafen. Es ist trotz intensives Googelns nicht möglich zu verstehen, warum dieses Stückchen Erde so eine seltsame Geschichte hat, aber eins ist klar: Es ist ein einsames und nicht wirklich ansehnliches ans Ende der Welt abgeschobene Stück Monarchie, und wären da nicht die immer hungrigen und sehr menschlichen Affen, würde sich vielleicht auch kein einziger Tourist hierher verirren.

Veröffentlicht am von in und in China fällt ein Sack Reiss um. Keine Kommentare.
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Dreiundzwanzig Grad

Dreiundzwanzig Grad ist ein magischer Zustand des Universums. es ist genau richtig warm in der Sonne, und es ist perfekt kühl im Schatten. der langsame Wind schafft es nicht, mein Haar zu durchwehen, selbst als ich aufs Fahrrad steige und in das benachbarte Dorf zur Eisdiele fahre.

Dreiundzwanzig Grad ist eine perfekte Temperatur für jede Kleidung. für egal welche Schuhe. es ist nicht zu heiß für Bewegung und nicht zu kalt fürs Rumsitzen. es ist eine Temperatur, die von mir aus gern an elf Monaten im Jahr um mich herrschen darf. einen Monat lang hätte ich gern Schnee und dunkel.

Jetzt ist es aber nicht dunkel. es ist hell und es sind genau die dreiundzwanzig Grad, um den Abend draußen zu verbringen. wer nicht weiß, was er dabei trinken soll (soll vorkommen), empfehle ich Aperol-Kirsch, eben entstandene Kreation. in der Luft liegt eine süße Duftmischung als Flieder und Raps, so dominant, dass sogar die gesammelten Grillanzünder der ganzen Nachbarschaft nicht dagegen ankommen.

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Reise-Lessons learned

Wenn das Zimmer kein Meerblick hat, hört man meistens weniger straßenlärm. Es scheint, als wäre es überall außerhalb Usedom üblich, zwischen dem Meer und der Häusermeile eine Straße zu bauen.

Wenn das Wetter hier schlecht ist, fahr woanders hin.

Nimm immer offline map im iPhone oder sehr gutes Kartenmaterial mit. Selbst wenn du beschließt, ganz frei nach Nase zu fahren. denn manchmal musst du in einem etwas größeren Ort den nicht ausgeschilderten Ortsausgang finden.

Vertraue nicht der Farbe auf Google Maps. die schönsten Strände sind meistens genau da, wo es nicht blau ist.

Wo es viele Autobahnen gibt, ist es häßlich. durchfahren!

Wo es viele Campingplätze gibt, gibt es viel Ramsch und komische Menschen. Fahre woandershin!

Schöne Ortsnamen und schöne Orte korrelieren selten.

Nutze die Mittagshitze zum fahren, Morgenstunden zum fotografieren, Abendzeit zum baden, essen und flanieren.

Kippe niemals zwei Zuckertütchen auf einmal in die Tasse! (spanische Zuckertüten haben doppelte Menge drin).

Wenn’s richtig schön ist, guck nicht auf den Preis – bezahle und genieße!

Lerne Sprachen. benutze die frisch gelernten Wörter wann immer du dazu kommst.

Reise nochmal.

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die vögel brüllen von den zweigen und die schneeglöckchen starren mich aus dem unterholz an

Es wird!

es wird Frühling. der Rest ist eigentlich schon in der Titelzeile gesagt. nur noch so viel: Jetzt sollte die zeit der Pläne und der guten Vorsätze sein. nicht im dunklen und mit Festen überfüllten Dezemberabschluss, sonderen jetzt, wo der Aufschwung in unseren Venen pulsiert und die Hoffnung stärker ist als Rambo und Arni zusammen. ich habe GANZ PLÖTZLICH wieder Lust, und ich habe plötzlich – naja, nicht Tausende – paar Fotoideen. und egal wie gut oder schlecht diese sind, es ist wie das erste Schluck Wasser nach einer langen Durststrecke.

Gestern habe ich mir einen Hut bestellt.

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Back to black

Ich habe mich im CD Regal vergriffen. automatisch lege ich die Platte ein, doch es klingt anders als das, was ich hören wollte. sekundenlang stehe ich davor und denke nach, ob ich die CD wechsel – doch es ist zu spät, die Melodie hat mich längst unter Kontrolle, Erinnerungen schwimmen auf die Oberfläche wie kleine Bläschen im Fantaglas, und auf einem prickelt es in der Nase, ich weiß, was ich damals gehofft und gedacht habe, und ich weiß heute, wie es kam. denn erstens kommt es anders. zweitens geht es weiter. haha!

übermorgen werde ich wieder fotografieren. und überübermorgen. und Ende August. ich werde meine Faulheit und meine Apatie besiegen, meine Unlust, meine Faluheit und meineLahmarschigkeit. und dann, dann werde ich nicht jemand anders oder besser als zuvor sein, aber ich fühle mich dann ein Stück mehr so, wie ich mich fühlen möchte.

wenn das nur so einfach wäre, solch Gefühle in Worte zu fassen….

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