Artikel mit ‘bevor ich schlafen gehe’ getagged

als ich vorhin an einer Baustelle vorbeiging, pfiff ein Mann im Helm “Ich hab’ die Haare schön”

Donnerstag, 05. August 2010

Solche Tage sind toll. andere Tage sind aber auch nicht viel schlechter. Oder?

b l a u

Sonntag, 06. September 2009

ich dachte, es wäre nicht meine Farbe, ich ignorierte sie und
machte sie bei jeder Tonwertkorrektur möglichst unsichtbar,
bis ich das Rotkohlbeet entdeckte.

So kanns kommen. seid auf der Hut ;-)

Back to black

Mittwoch, 29. Juli 2009

Ich habe mich im CD Regal vergriffen. automatisch lege ich die Platte ein, doch es klingt anders als das, was ich hören wollte. sekundenlang stehe ich davor und denke nach, ob ich die CD wechsel - doch es ist zu spät, die Melodie hat mich längst unter Kontrolle, Erinnerungen schwimmen auf die Oberfläche wie kleine Bläschen im Fantaglas, und auf einem prickelt es in der Nase, ich weiß, was ich damals gehofft und gedacht habe, und ich weiß heute, wie es kam. denn erstens kommt es anders. zweitens geht es weiter. haha!

übermorgen werde ich wieder fotografieren. und überübermorgen. und Ende August. ich werde meine Faulheit und meine Apatie besiegen, meine Unlust, meine Faluheit und meineLahmarschigkeit. und dann, dann werde ich nicht jemand anders oder besser als zuvor sein, aber ich fühle mich dann ein Stück mehr so, wie ich mich fühlen möchte.

wenn das nur so einfach wäre, solch Gefühle in Worte zu fassen….

[heute]

Dienstag, 30. Juni 2009

nach hause fliegen

kinder müde küssen

geschirr streichen

fahrrad treten

rehe erschrecken

wiesengras riechen

marmelade kochen

urlaub auf dem berg buchen

locke drehen

und was machen sie so am dienstag abend?

Egal woran man stirbt, viel wichtiger, wofür du geboren wurdest

Samstag, 27. Juni 2009

In den Jahren, als wir noch Mädchen waren und zum ersten mal eine schlecht synchroniesierte Version von Pretty Woman sehen durften, in diesen Jahren durften wir auch zum ersten Mal Musik von King of Pop hören. und für mich war Er sehr lange Zeit der Mann, der sich in diesem Film nach einem kurzen Gespräch in eine katzenähnliche Gestalt verwandelte, ich habe mich zu Tode gefürchtet, und doch die Videokassette immer wieder nach vorne zurückgespult.

Der Rest ist mir relativ unwichtig. jeder erlebt alles auf seine Art und Weise. Fragenbleiben im Kopf: was passiert mit uns, wenn unsere Jugendidole langsam älter werden und nur noch in Erinnerung existieren? und wofür ich wohl geboren wurde.

Schlaf gut, Michael.

Zweisatzroman

Donnerstag, 11. Juni 2009

Ich liege auf dem Bett und höre dem Knacken der Deckel zu. Achtundzwanzig Gläschen Hexengelee warten nun darauf, auf mein Brötchen geschmiert werden zu dürfen.

Zeitkrümmel

Sonntag, 24. Mai 2009

neulich stand ich an der Kreuzung und wartete auf die nächste Möglichkeit nach links abzubiegen und dachte, wie es wohl Tanja und Nika und Berni geht, ich sollte mal wieder in deren Blog lesen gehen. und noch bevor ich abgebogen habe (oder bin?), dachte ich mir, wie bekloppt ich bin, dass ich die Menschen, die ich gern habe, nicht einfach anrufe und mich nach deren Befinden erkundige, stattdessen lese ich deren Blog und schreibe ihnen Mails… und nahm mir vor, dieses sofort, heute noch, zu ändern und die Menschen, an die ich dachte, anzurufen, zumindest die, deren Telefonnummern mir bekannt sind.

der Tag ging schnell rum, am Tag danach war Geburtstag, dann ein Samstag, der so voll war mit Ereignissen, dass ich mich kaum noch erinnern kann, was genau wir um welche Uhrzeit taten, und dann der heutige Sonntag, wo wir einen Ausflug mit der Jugendfeuerwehr hatten, inklusive Grillen am Nachmittag und dann noch Aufräumen, Kontrollrundgang im Garten, Schnacken mit Nachbarn und stundenlang querlige Kinder ins Bettchen bringen. und nun ist Sonntag, 22:22, ich habe niemanden angerufen und finde das doof, dass meine Neugierde nach dem Befinden mancher meiner Freunde um diese Uhrzeit in der Tat nur durch das Surfen im Internet befriedigt werden kann. total doof. ich surve dennoch, schreibe Kommentare, hinterlasse Spuren, ich war da, ich interessiere mich dafür, was abgeht und merke dabei, es geht bestimmt auch da drüber viel mehr ab, was schaffen wir schon zu fotografieren und in Worten zu umschreiben, die Zeit hat so viele Ebenen und so viele Möglichkeiten, sie zu erleben, und wir halten nur Bruchstücke fest und teilen nur Bruchstücke dieser Bruchstücke anderer mit, und so ernähren wir uns gegenseitig von Krümmeln der Erlebnisse einander und finden und dennoch gegenseitig anziehend, dufte und nett genug, so eine Bekanntschaft fortzusetzen, ohne einander sehr nah zu sein und nächtelang über das Leben zu diskutieren und gemeinsam Pferde zu stehlen, und das finde ich absolut, total und sehr faszinierend.

das wollte jetzt irgendwie raus. danke fürs Zuhören und gute Nacht.

Wenn ich See sehe, brauche ich kein Meer mehr

Montag, 11. Mai 2009

Nachdem ich die schmale Tuer aufmache, falle ich quasi ins Bett. ungewollt stolpere ich ueber die breite Bettkante (es gibt boese Blauflecken!) und suche immer noch den Lichtschalter. gefunden.
Das also nennen sie Einzelzimmer. ich wuerde diese Kammer eher als Einzelzelle bezeichnen. vorbeigestolpert an dem Bett will ich das Badezimmer begutachten, doch es ist dunkel hier drin, die Zimmerlampe ist gekonnt um die Ecke angebracht, keine Chance, hier reinzuscheinen. seufz. ich bin muede und muss Pipi. im Dunklen, wenn es sein muss. auf die Toilette zu passen, erfordert akrobatische Fertigkeiten, meine Knie versuchen, die Duschtrennwand zu durchbrechen, doch heute will der Trick nicht klappen. seufz.
Gefunden. der Lichtschalter fuers Bad ist um die Ecke auf der gegenueberliegenden Wand. ich habe ihn zufaellig entdeckt, weil ich mich fragte, was der wohl einschaltet. Zaene putzen bei Licht hat noch nie so viel Spass gemacht.
Hinabgleiten ins Bett. von der Terrasse dieses sich selbst zum Hotel nennendes Heims sollen es nur 100 Meter bis zur See sein. das wollen wir mal morgen sehen. denn wenn ich schon beruflich in solch entlegene Ecken komme, versuche ich auch die nette Seite des Lebens zu sehen.
Gute Nacht, Pelzerhagen!

Beflügeltes

Mittwoch, 15. April 2009

Zur Zeit kommt es zu Problemen beim Aufruf der fotocommunity. Manchmal erscheinen weisse Seiten oder der Serverblog wird angezeigt. wenn ich ehrlich bin, freut es mich ein wenig, so kann ich mich ganz und gar dem ins Bett gehen widmen.

ein Lächeln kommt auf. ich erinnere mich, wie ich heute aufgewacht bin. ein Schwan, vielleicht war es auch eine Gans, flog sehr tief an unserem Haus vorbei, und genau auf der Höhe von dem Schlafzimmerfenster gackerte er oder sie etwas laut zu vermutlich einem anderen Schwan oder Gans oder Amsel oder eben zu mir. davon bin ich aufgewacht. und wer so bekloppt geweckt wird, der ist besonders gut gelaunt und leistungsfähig.

morgen passieren mir bestimmt paar andere konfuse Dinge. darauf freue ich mich schon.

mein Sohn mag gerne Pumpernickel

Montag, 12. Januar 2009

leider habe ich auf dem CD Player die Taste “Repeat” gedruckt, darum höre ich die Nora Jones bereits zum dritten Mal und finde gerade nicht die Kraft, aufzuspringen und etwas anderes einzulegen. jedes dritte Lied auf dieser Platte hört sich ao an, als wäre es das letzte, solche Lieder werden bestimmt extra komponiert, damit man stimmungsvoll aufhört, zuzuhören und das Album seufzend zurück ins Regal schiebt. nun, hier gibt es mehrere solche Lieder, und jedes Mal geht es weiter, und nach dem wirklich letzten Lied auf der Platte geht es wieder von vorne los. erstaunlich.

Mein Sohn mag gerne Pumperenikel. wie ein Honigkuchendingens rennt er durch die Küche und besingt die schwarze Rolle. die kleinen runden Scheiben werden dann liebevoll mit Butter bestrichen und mit viereckigem Käse belegt. meine Tochter mag dagegen nur das Gelbe vom Ei, wortwörtlich. und ich, ich creme zum Beispiel das linke Bein immer zuerst ein.

ich glaube, mein Kopf ist gerade mächtig entspannt. sowas schönes auch! danke, Nora.