
Als ich den fertigen Adventskalender an die Wand hing, hörte ich das Lied bereits zum dritten Mal. dabei stand auf der Playmobil-Packung, dass man zum Aufbau ca. 45 Minuten braucht. und ich lächelte, wenn da 45 Minuten steht, dann mache ich das locker in einer halben Stunde. und dann legte ich Sir McCartney auf und legte los. ich weiß, ich war geistesabwesend, doch es tat mir gut. und es macht mir nichts aus, dass ich doch fast zwei Stunden Playmo gespielt habe.
und es ist auch egal, ob ich mir jedes Mal Paul zum Nachdenken auflege oder andersrum, seine Musik mich zum Denken anregt. und eigentlich gab es auch nichts zum Nachdenken. mehr zum Abschweifen. es war ein runder Sonntag, mit allem, was dazugehört.
und so eben fällt mir auf, dass dieser Gedanke mich auch bereits mindestens das dritte Mal aufsucht. er war bereits beim Pyjamafrühstück da und dann am Nachmittag, als wir irgendwo in der Pampa im Cafe des Heimatvereins saßen, und ich mit Erstaunen dachte, ich würde jede dieser rüstigen Rentnerinnen, die das Cafe führten, ohne Zögern in meiner Firma einstellen (wenn ich eine hätte), denn einen so gut organisierten Laden habe ich schon lange nicht mehr erlebt.
und obwohl ich den eigentlichen Gedanken des Tages immer noch nicht in Worte fassen konnte, kenne ich ihn, und er gefällt mir. das Blatt wenden, den Weg finden, das Neue entdecken, all diese Dinge geistern durch meinen Kopf, ich bin voller Ideen und überfüllt mit Zuversicht, die mir selber ja schon fast ungesund erscheint, und dennoch will mein Ich nichts anderes, als einfach weiter gehen. und ich weiß, dass ich bereits unterwegs bin.