Die ersten Termine des Jahres sind voller Fragen. Was nimmst du dir vor? Was möchtest du erreichen? Und ich sitze einfach nur da und denke: ich brauche etwas anderes. Etwas, was nicht aus dem Kopf ausgedacht werden kann. Ich brauche Cheerleader. Ehrlich! Mit allem, was dazu gehört! Musik, Akrobatik, Tanz, Pyramiden, Harmonie der Bewegung und Pompons, die rascheln.

Die berühmten Neujahrsvorsätze, reloaded

So lange die Energie des neuen Jahres noch so frisch ist, nehmen sich viele von uns etwas vor. Oft sind diese Wünsche mit „mehr“ und „weniger“ verbunden. Wir wollen besser werden, schlauer und ein schöneres Leben haben. Wer kann und das verübeln?

Es ist eine aufregende, besondere Zeit. Die große Corona-Unsicherheit, die viele Pläne in 2020 durchkreuzt hat und in 2021 noch durchkreuzen wird, lehrt uns unzählige Lektionen. Und darum sollten wir – neben all den normalen Vorsätzen – uns jetzt etwas besonderes vornehmen.

Wie wäre es zum Beispiel mit:

  • Ich nehme mir vor, Menschen um mich herum in ihren Zielen zu unterstützen.
  • Ich plane fest ein, mindestens eine Woche Inspiration für meine Umgebung zu sein.
  • Ich werde regelmäßig dafür sorgen, dass mein Umfeld resistenter und gesünder ist.
  • Ich höre zu und nehme mir Zeit für Gespräche.

All diese Vorsätze machen dir keine Bikini-Figur. Was sie aber auf jeden Fall bewirken können, ist eine starke Gemeinschaft von Menschen, die sich gegenseitig unterstützen. Eine Gemeinschaft, in der du dich geborgen und wohl fühlst. Die lieben Wissenschaftler fanden nämlich heraus, dass uns unsere eigenen Herausforderungen viel leichter vorkommen, wenn wir jemanden in unserem Umfeld als Unterstützung sehen. Im Fall von Bergsteigern ergab sich ein Unterschied von 20% (!) in der Wahrnehmung der Steilheit und Schwierigkeit der Aufgabe.

Und was brauchen wir aktuell stärker, als genau das: unsere Herausforderungen als machbar ansehen.

Die Anti-Cheerleader

Das Problem mit der oben zitierten wissenschaftlichen Erkenntnis ist, dass dieses Gesetzt auch andersrum wirkt. Haben wir neben uns Menschen, die alle Gläser halb leer sehen und sich im Modell der Circle of Influence stets im „Circle of concern“ befinden, so zeihen sie uns mit ihren Zweifeln und Klagen mental runter. Das sind die Anti-Cheerleader.

Umgeben von solchen Menschen, erscheinen uns unsere Vorhaben plötzlich viel schwerer, und vielen fangen wir gar nicht erst an. So können nicht nur kleine Bikini-Projekte scheitern, sondern auch die ganz großen Lebensvorhaben. Falls du dich gefragt hast, wie so manches Unternehmen mit einer todsicheren Idee nichts geworden ist, kannst du davon ausgehen, dass es dort reichlich Anti-Cheerleader gab.

Wir brauchen Cheerleader!

Und wir brauchen Cheerleader. Wir brauchen Spiel und Spaß und bunte Pompons, die uns nur eins signalisieren: dass wir auf dem besten Kurs sind, unser Leben in Griff zu nehmen und so zu gestalten, wie wir es brauchen. Die Meinung von „Schöner Wohnen“ oder der Blick unserer Nachbarn ist super total egal. Wenn es mir gut geht, und ich meine Cheerleader in meiner (mentalen) Nähe wähne, dann bist du unbesiegbar. Kein Ziel und kein Neujahrsvorsatz ist zu groß!

Du kannst Sprachen lernen, Musikinstrumente bezwingen, Karriere machen und die Traumfra deines Lebens erobern. Du kannst trotz Corona das Privat- und das Berufsleben in Einklang bringen und gleichzeitig gute Mutter/guter Vater und guter Chef sein. Du schaffst es mit Leichtigkeit, Fahrrad zu fahren, zu laufen, indisch zu kochen, Podcasts zu hören und … (ganz wichtig!) Zeit zu haben für das süße Nichtstun, Dolce Far Niente. Fast hätte ich das von meiner mentalen Liste runterfallen lassen…

Warum in aller Welt sollst du das alles schaffen? Nun, weil du das wirklich willst UND weil ich an dich glaube. Jetzt gerade.

Was nun?

Bleibt die Frage, wie wir uns mit Cheerleadern versorgen. Schritt eins ist das konsequente Verabschieden von toxischen Personen (den Anti-Cheerleadern), die uns runterziehen und von unseren Zielen abhalten. So schaffen wir in unserem Leben Platz für die, die uns unterstützen können.

Schritt zwei sind die neuen Vorsätzen, die ich oben angefangen habe, aufzulisten. Dank den Spiegelneuronen, die wir als Mensch unbewusst einsetzen, werden diejenigen, die wir ermutigen, groß machen und inspirieren, sich revanchieren. Denn als Säugetiere unterliegen wir der sogenannten Reziprozitätsnorm und beantworten Handlungen – das nennt man im Volksmund „mit gleicher Münze zurückzahlen“.

Was immer du dir also in diesem Zusammenhang vornimmst, es zahlt sich doppelt, dreifach, zehnfach zurück. Natürlich nur, wenn du es nicht für dich machst, sondern wirklich für die anderen.

Denn wir brauchen einander. Jetzt.

Ich folge mit diesem Artikel meinem Vorsatz, regelmäßige Impulse für More Shiny Eyes, verbunden mit der Prise wissenschaftlichen Wissens, über meine Kanäle mit der Welt zu teilen. Also auch mit dir, wenn du diese Zeilen jetzt liest.

Lass es mich wissen, wenn du Fragen hast.

petranovskaja Unterschrift signatur

P.S.: Es ist großartig, wie du dir Gedanken um dein Leben machst!

Das “Gesünder in die Zukunft” Tagebuch

  1. Aufbruch, gesünder in die Zukunft
  2. Denke nicht an den rosa Elefanten
  3. Die Wellen des Lebens
  4. Singen, falsch und richtig
  5. Umarme dich selbst
  6. Das Leben ist ein Zebra