Denke nicht an den rosa Elefanten!

petranovskaja Shiny Eyes on demand 6
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27. November 2020

Was unterscheidet die beiden Sätze: “Denke nicht an den rosa Elefanten!” und “Denke an eine grüne Schildkröte!”?

An sich nichts. Denn in beiden Fällen denkst du an das wundersame Tier. Unser Gehirn kann das Wort “nicht” nämlich nicht verarbeiten. Daher sind die meisten mit “nicht” formulierten Verbote bei den Kindern weniger wirksam, als achtsame Gebote, wie die Kleinen sich im Alltag bewegen sollen.

“Vergiss nicht, … zu tun” ist weniger wirksam als “Denke an …”.

Am Beispiel Corona und Impfstoff: alle Hoffnung scheint sich auf den Zeitpunkt zu fokussieren, wo eine wunderbare Flüssigkeit unsere Körper davor bewahrt, krank zu werden. Jetzt werden auch schon die Wahrscheinlichkeiten, nicht krank zu werden, in den Nachrichten durchgesagt.

Seriously?

Darum höre ich zum Beispiel auch auf, die Wochen des Corona-Tagebuchs zu zählen und wende den Fokus zu etwas, was ich statt des rosafarbenen Elefanten (nicht krank werden!) sehen möchte:

Ich will jeden Tag gesund leben.

Was das mit der grünen Schildkröte zu tun hat, darauf komme ich ein anderes Mal zurück.

Samstag

Zusamstag. Danke an Thomas für dieses Wort! Wir waren damit beschäftigt, unser Zuhause hübscher und winterfester zu machen. Ein kleiner Ausflug zu Bauhaus war gefühlt wie Shopping Mall in Californien – was viele Tage Home Office so mit uns machen!

Sonntag

Zusamstag 2. Langes Frühstück, langer Spaziergang mit Freunden, Zeitschriften und Bücher blättern auf dem Sofa und wegen eines Vodafone-Problems kein Film am Abend. Sterne gucken aus dem Fenster. Sein, nichts tun.

Montag

Facilitators Remote Café. Was für ein Start in die Woche! Wir haben gesungen, iranische Musik gehört und über Strickmuster und nationale Gerichte gesprochen. Wie können wir alle so handeln, dass mehr Diversität sich eingeladen fühlt?

Dienstag

Unternehmerinnen 2021 Treffen. Ich lerne, dass ich milder zu mir sein sollte. Sein.

Mittwoch

Statt morgens gleich in dem PC zu verschwinden und fleißig zu sein, übe ich “Mehr sein, weniger tun“. In der Dusche Michael Jackson singen und später in der Morgensonne zu Paul McCartney tanzen.

Apropos:

Das Lied/Gedicht/Text der Woche

kommt von meinem Lieblingsbeatle und ist definitiv empfehlenswert. Hören, tanzen, mitsingen:

You got to ac-cent-tchu-ate the positive
E-lim-i-nate the negative
And latch on to the affirmative
Don’t mess with mister inbetween
You got to spread joy up to the maximum
Bring gloom down to the minimum
And have faith, or pandemonium
Liable to walk upon the scene

To illustrate my last remark
Jonah in the whale, Noah in the ark
What did they do, just when everything looked so dark?
Man, they said, we better
Ac-cent-tchu-ate the positive

E-lim-i-nate the negative
And latch on to the affirmative
Don’t mess with mister inbetween

Darüber hinaus an diesem Mittwoch: ein wunderbarer Strandspaziergang und der erste Glühwein des Jahres mit Gesine. Ein Geschenk!

Donnerstag

In USA ist diese Woche Thanksgiving. Ein Fest, das hauptsächlich wegen der riesigen Truthähne berühmt geworden ist. Entstanden als die amerikanische Abwandlung des Erntedankfestes, ist das der wichtigste Familienfeiertag im amerikanischen Alltag. Ein Tag, an dem man an das Jahr denkt und sich für alles bedankt, was geschehen ist. Ich finde, das ist eine gute Inspiration für ein gesundes Leben.

Ein Brauch, den es in meiner Familie auch gab, ist es beispielsweise, dass zwei Familienmitglieder am Tisch das Gabelbein (einen Knochen mit zwei Enden – „Wishbone“ genannt) des Truthahns jeweils mit dem kleinen Finger auseinanderziehen, bis es in zwei Teile zerbricht. Der, dessen Stück größer ist, hat einen Wunsch frei. Das haben wir allerdings immer mit dem Hähnchen-Gabelbein gemacht.

Wofür bist du heute dankbar?

Freitag werde ich ein Training moderieren. Und danach nur noch sein.

Jedi-Aktion der Woche

Mehr sein, weniger tun – dafür brauchst du nicht unbedingt mehr Zeit. Widme dich Dingen, die dir gut tun, mit einer Hingabe, die sonst auf der Strecke bleibt. Kämme dein Haar ganz liebevoll, putze deine Zähne achtsam, als würdest du das zum ersten Mal im Leben tun. Blicke aus dem Fenster als wärest du auf dem Raumschiff Enterprise – was hast du noch nie bewusst angeschaut? Sei ganz bei dir. Sei mild und liebevoll mit dir und deinen Gefühlen. Sei.

Viel Spaß dabei wünscht dir

petranovskaja Unterschrift signatur

Mehr dazu:

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Dein Kommentar:

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2 Kommentare

  1. Danke Nadja
    Ja, tanzen wir, auch wenn die Zeiten nicht so danach aussehen.
    So wie es die Sklaven im Text des Songs “Moon meets the sun” der Our native daughters tun:

    When the day is done
    The moon meets the sun
    We’ll be dancing
    When the day is done
    The moon meets the sun
    We’ll be dancing

    Und wir haben jetzt noch deutlich mehr Gründe zum Tanzen als die Menschen dannzumal.
    Und wie viele kleine Sachen machen wir mechanisch – auch ich werde versuchen zusamstag morgen. Mein 23 Monate alter Enkel wird mich wohl dazu zwingen.
    Eine frohe und farbige Zeit – Danke

    Antworten
    • ich danke dir, Heinrich! We’ll be dancing!

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