Von Kompassen, Ankern und der Kunst des Loslassens

Ich sitze am Schreibtisch mit Blick auf eine Bucht am Pazifik. Ein großes Schiff liegt im Hafen, der Wind weht durch die bunte mexikanische Fahne. Die Hunde bellen, die Palmen rascheln, und laut Postkartenlogik müsste ich gerade der zufriedenste Mensch der Welt sein....

Flip. Flow. Follow. – Es lebe das Paradoxe!

Es ist zu viel. Es geht zu schnell. Das sagen gerade viele, die ich kenne – und ich fühle es mit. Ich kenne dieses Gefühl, dass die Welt sich schneller dreht, als ich mitdrehen kann, und dass das FOMO-Gefühl inzwischen kein gelegentlicher Gast mehr ist, sondern ein...

Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein

Eine nach der anderen lege ich mir die goldfarbenen Ketten um. Aus meiner Zeit in Galveston, Texas, habe ich bestimmt zwei Kilo dieser Souvenirs mitgebracht. Dort sind sie ein fester Bestandteil von Mardi Gras – dem ‚fetten Dienstag‘, an dem man sich satt isst und dem...
Digital war gestern

Digital war gestern

"Guck mal", - sagt meine Tochter zu ihrer Freundin. "Das sind Zauberplättchen. So liegen sie hier. Was siehst du?" "Nichts", - sagt die Freundin. "Schwarze Quadrate." "Richtig!" - sagt meine Tochter ganz begeistert. "Es sind einfach nur schwarze Quadrate. Und nun...

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Von der Freude, zu leben und der Trauer, wach zu sein

Von der Freude, zu leben und der Trauer, wach zu sein

Wenn ich wach bin, bin ich manchmal traurig. über ein abgesagtes Treffen, über nicht verstanden worden zu sein oder darüber, dass die Deutsche Schnarchpost meine Bilder nicht rechtzeitig zur Vernissage nach Mainz schafft. ich bin traurig, wenn ich viel Zeit in Staus...

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Berge bewegen bringt weniger Spaß

Berge bewegen bringt weniger Spaß

Auf dem Zettel der seit Weihnachten unerledigten Dinge standen noch zwei Dinge, die nicht durchgestrichen waren: Rollo anbringen und Vogelhäuser aufhängen. heute war der Tag, an dem das Rollo dran war. gleich nach dem Frühstück im Bett. Nach dem Rollo hatten wir drei...

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Unser Toscana riecht nach Schnittlauch

Unser Toscana riecht nach Schnittlauch

Nicht weit von da, wo ich jetzt wohne, hat ein Bauer ein ganzes Feld mit Schnittlauch bepflanzt. Das fiel schon früh im Frühling auf, wegen dem zarten Zwiebelgeruch. nun blüht das Feld in aller Pracht, und beim Vorbeifahren denke ich immer, so ungefähr muss es in...

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Live aus einen Zelt

Live aus einen Zelt

Ich höre das Feuer knistern. ich höre die Jungs am Lagerfeuer reden, sie erzählen sich Gruselgeschichten und coole Witze. ich rieche frische, wunderbare duftende Abendluft. im Nachbarzelt lesen sich die Mädchen Geschichten im Licht der Taschenlampen. die Schaukel...

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ohne Titel

ohne Titel

Der Morgen des 14. April beginnt mit Eis kratzen. auf dem Feld neben der Autobahn jagt ein Hase die Häsin. die Pfoten der beiden Tiere werfen im Gegenlicht der Sonne den Staub des frisch gepflügten Feldes nach oben. Der Morgen des 13. April beginnt mit Joggen. ich...

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über schüchterne Künstler und Heulsusengitarrenballaden

über schüchterne Künstler und Heulsusengitarrenballaden

Ich habe zwei Karten für Katie Melua bekommen. und gestern war das Konzert. und als Vorgruppe trat ein Yoav auf, er hat viel mit seiner Gitarre gezaubert und hat trotz fehlender mainstream-melodischer Liedchen uns in eine musikalische Stimmung geschaukelt. und mich...

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Schlüpferblau ist der Himmel

Schlüpferblau ist der Himmel

Schlüpferblau ist der Himmel und sonnengelb sind die Brötchen, die ich eben beim Bäcker geholt habe. ich fahre mit überhöhter Geschwindigkeit und offenen Fenstern. und sind die Brötchen in kleine Stücke aufgeteilt erstmal in mein Inneres gewandert, mache ich mich auf...

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Auf zu neuen Ufern

Auf zu neuen Ufern

Ich bin repariert worden. zwei Halswirbel und ein Brustdingens sitzen jetzt wieder da wo sie hingehören, das ist ein sagenhaft gutes Gefühl, und auch die Schmerzen haben sich verzogen. einatmen und ausatmen macht auf einmal viel mehr Spaß. jedes mal, wenn ich Zeit...

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86 km laufen und 7 Minuten schütteln

86 km laufen und 7 Minuten schütteln

Um neue Kraft zu gewinnen, muss man die alte ganz und gar abgeben. so fühlte sich das in den vergangenen Tagen an. und obwohl ich unsicher bin, ob Tal der Tränen durchquert und all die anderen schlimmen Dinge bereits hinter mir liegen, lebe ich noch. Und leben muss...

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