Die Affen von Gibraltar

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Gibraltar gehört zu England, man kann dort aber auch mit Euro bezahlen. Es hat ausschließlich einen internationalen Flughafen. Es ist trotz intensives Googelns nicht möglich zu verstehen, warum dieses Stückchen Erde so eine seltsame Geschichte hat, aber eins ist klar: Es ist ein einsames und nicht wirklich ansehnliches ans Ende der Welt abgeschobene Stück Monarchie, und wären da nicht die immer hungrigen und sehr menschlichen Affen, würde sich vielleicht auch kein einziger Tourist hierher verirren.

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Ich habe mich in Kansas verliebt

Im kleinen Flugzeug auf dem Weg von Newark nach Kansas City bestelle ich mir ein “tomahto juice” und bekomme einen “tomäto juice” serviert. Von oben sieht das Land großzügig geschnitten aus, beim Aussteigen ist es sonnig und warm.

Jeder Flecken Erde hat seinen besonderen Charme. Manchmal sehen es die Menschen, die dort wohnen müssen, anders. Doch die Bewohner von Kansas, die ich getroffen habe, waren sich alle einig: Kansas ist toll. This lake is amazing. Probiere das. Fahre dorthin. Wenn du shoppen gehst, in der einen Mall gibt es Karussel. Lass uns abends noch ausgehen. Das steckt an und plötzlich habe ich nicht mehr das Gefühl, auf einer Geschäftsreise zu sein – ich bin zu Besuch und ich fühle mich sauwohl.
So wie Miami von Kuba beeinflusst wird und Californien von Mexico, so spürt man in Kansas die Südstaaten. es gibt kreolisch angehauchte Küche und viel gute Musik. und sehr viele gut gelaunte Menschen, so auch der Busfahrer am Flughafen: I like your accent! Where are you from? Did you got our fantastic barbecue? Happy to hear that.

Der See war in der Tat wundervoll. So wie der Rest. Ich habe mich in Kansas verliebt, und das tut gut.

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Kansas

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Der Flughafen von Kansas City liegt im Bundesstaat Missouri. am Landestreifen grasen die zukünftigen Steaks, und ein Ribeye ist hier locker doppelt so groß wie in D. wen interessiert’s…
Leider bin ich beruflich hier. eingesperrt in klimatisierten Räumen. doch allein die kleinen Freiheitsmomente in der frischen Luft sind es definitiv wert, zu reisen.

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Der Rote Platz, nicht ganz

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Heute wollte ich ein schönes Polaroidbild vom Roten Platz machen. das Wetter ist perfekt, außerdem ist am Sonntag kaum Verkehr, so dass ich mitten auf der Strasse sitzen bleiben kann, um zwei Polas und – zur Sicherheit – ein Hipstamatic zu machen. Polas wurden nix, weil der ganze Film nix ist. alle Bilder entwickeln nur blau als Farbe, und das sehr blass. Hipsta wurde nix, weil mein Finger davor ist. na dann muss ich das mir nochmal vornehmen.
Спокойной ночи!

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From Moscow with love

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Mein Hotel heisst Peking. die Bar unten, in der ich mir Flasche Wasser geholt hab, heisst New York. Tanja würde sie sehr gefallen. die Stadt in der ich jetzt bin, heisst Moskau. in diesem Namen steckt so viel für das Herz eines jeden Russen, so fängt ein Gedicht an, das wir früher in der Schule gelernt haben.
Auf dem Weg vom Flughafen Domodedowo, wo nachts um zwei der Weg zum Parkplatz gefegt wurde, sah ich sehr viele verschiedene Schilder. westliche Werbung, russische Werbung, Straßennamen, zwei böse Unfälle… all diese Farben und dieser Mix löste ein Feuerwerk von Ideen, Gedanken und Erinnerungen in mir aus. ich bin in Russland, aber in Moskau fühle ich mich nie zuhause.
In meinem Hotel sind auch Boss Hoss abgestiegen. muss also ganz ordentlich sein. Parkettboden, vier Meter hohe Decke mit Stuck, mitten in der Stadt… und bezahlbar, ich freue mich und gehe jetzt ins Bett.
Спокойной ночи!

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Ein Mineral

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Ein Flug nach Wien mit Austrian Airlines. die Rotfetischistin in mir freute sich wie bolle auf die Stewardessen – rotes Kleid, rote Schuhe, rote Strumpfhose. und was gab’s?? drei schwule Saftschubsen in schwarzen Hosen!
Sinkflug. Aua. Diesmal sind es die Stirnnebenhöhlen. wenn jemand weiß, was man gegen chronische Entzündung tut, bitte her damit!
Jetzt bin ich da. ich mag Wien nicht besonders, allein schon weil man ein Wasser bestellt und ein Mineral geliefert bekommt.
Servus!

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Viva la vida

Ich sitze in der Sonne und habe die Augen zu. irgendwo bellt ein Hund, paar Ecken weiter höre ich ein Auto hupen. dann eine Weile nichts. dann die Vögel und dann wieder den Hund. ich liebe diese Momente, in denen es egal ist, wo ich gerade bin. ich bin!
Aus Überfluss an Zeit knipse ich Pflanzen im Garten und Sonne im perfekt blauen Himmel. Dann holen wir ein frisches Hähnchen. es gibt Suppe, Leber mit Zwiebeln und Hünchen mit Mango, Pfefferminz und Guajava-Himbeere-Chutney. es gibt Sonnenuntergang auf der Dachterrasse und vergnügte Kindergeräusche. es ist egal, wo wir sind, aber hier ist es gerade besonders schön.
In Mexico.

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Nah und fern

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Ich liebe Amerika, wo man morgens an der Theke die Tasse umgedreht um immer wieder Kaffe nachgeschenkt zu bekommen. dort gucke ich gern dem bunten Treiben zu – wie die French Toasts und Pancaces entstehen, wie Bacon gebraten und Obst geschnitten wird.
Ich liebe Amerika, wo Einkaufsläden aussehen wie Paläste und einfache Frittenbuden wie Filmkulissen. ich liebe die großen Schilder und die breiten Straßen und die Eingänge zu den Motelzimmern direkt von der Straße.
Heute waren drei wunderschöne Stückchen von LA auf dem Programm. Venice Beach zu einer Zeit wo noch fast keiner da ist. der Strand leer, die Muskeljungs noch nicht da, dafür aber die coolen Scateboarder. in einem Souvenirshop stellt meine Tochter sich innerhalb weniger Minuten einen Outfit zisammen, für weniger als 30$. ich bin begeistert. Pola wird nachgeliefert. dann entdecke ich – auf Anrat von der Britlis – warum der Stadteil Venice heisst. an den vier Kanälen komme ich in den Staun- und Knips-Modus. toller Zustand! liebevollst gestaltete Vorgärten, Zeune, Hauswände, alles absolut total genial!
Und weil wir schon mal hier in der Gegend waren, war der Hollywood Blvd dran. als mir die kleinen Scheine für das Trinkgeld ausgehen, wechselt Darth Vader gern. alle sind nett und entspannt. ich bin es auch.
Dafür ist der Urlaub da.

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