Star Wars Party, Bericht

Die Aufregung davor war groß. DIe Vorbereitung war mehrere Tage nacheinander abendfüllend. Das Budget voll ok. Die Gäste voll begeistert – mit dem kleinen Unterschied, dass die aufwendigsten Sachen die wenigste Aufmerksamkeit auf sich zogen. Action ist dran, keine Deko. Verstanden.

Also liebe potentielle Nachmacher – lasst das mit den Torten und Wookie-Cookies, selbst die blaue Milch war nicht der Renner, bloß Vader-Potato und Yoda-Soda. Und die eine Fechtunterrichtsstunde, die wir in dem Dorfschützenhaus organisiert haben.

Nächstes Mal – sollte es wieder Motto-Party werden – noch mehr Action und keine Deko. Möge die Macht mit mir sein!

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Überraschungen erlebt ich habe

In dem Werbeblock vor dem “Tim und Struppi” Film lief die Werbung für das 3D-Remake von Star Wars. seufzend sagte ich – mehr mir selber als den Anwesenden Familienmitgliedern: Schade, dass ich in meiner Familie habe, der auf Star Wars steht…

Am Abend des Tages sprach mein Sohn mich an, ob ich das im Ernst meine, dass er sich solch einen Film angucken sollte. Knopf an, Tausend Watt in den Augen, Nadja erzählt, wieso die Star Wars Saga toll sei, wie sehr ich die Filme liebe und und und… Tag später verrät mir mein Sohn, dass er seit Monaten die Karten in der Schule sammelt und dass er sich sehr wünschen würde, ich nehme ihn mit in den Film.

Tag später findet er das T-Shirt mit R2D2 drauf, welches ich ihm vor Wochen geschenkt habe, er aber ganz nach hinten in den Schrank stopfte. Es stellt sich raus, er hatte Angst, uns sein Hobby zu verraten, weil wir es nicht gut finden würden, denn der Film sei brutal.

Tag später ist die Weihnachts-Wunschliste komplett, ein Regal in seinem Zimmer hat er für Star Wars Sachen freigeräumt und gegoogelt wird nur noch nach Star Wars. Sein Geburtstag will er als Star Wars Party feiern, die Schwester soll dann als Prinzessin Lea aus den Händen der Bösen gerettet werden… Faszinierend!

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Digital war gestern

“Guck mal”, – sagt meine Tochter zu ihrer Freundin. “Das sind Zauberplättchen. So liegen sie hier. Was siehst du?”

“Nichts”, – sagt die Freundin. “Schwarze Quadrate.”

“Richtig!” – sagt meine Tochter ganz begeistert. “Es sind einfach nur schwarze Quadrate. Und nun suche dir eins aus und halte es hier an das Fenster!”

“Da ist ein Gesicht drin!”

“Richtig!” – meine Tochter strahlt wie ein Honigkuchenpferd. “Da ist ein Gesicht drin. Und wenn du dir ein anderes Quadrat aussuchst, wird da ein anderes Gesicht drin sein.”

Was schwer nach Harry Potter klingt, sind bloß Portraits auf Dias. Zu sehen gibt es diese auf der Museumsnacht 2011 in Mainz.

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Berge bewegen bringt weniger Spaß

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Auf dem Zettel der seit Weihnachten unerledigten Dinge standen noch zwei Dinge, die nicht durchgestrichen waren: Rollo anbringen und Vogelhäuser aufhängen. heute war der Tag, an dem das Rollo dran war. gleich nach dem Frühstück im Bett.
Nach dem Rollo hatten wir drei noch Lust auf Basteln, also ist der erst am Donnerstag erworbene Schubladenschrank dran gekommen. dann wurde gesägt und gehämmert und geschraubt, nun hat die Kleine endlich ein kleines Regal in der Hochbettecke, da kann Glas Wasser hin und das Buch. das Ding war schon seit dem letzten Herbst dran, den Zettel mit dem unerledigten Dingen des letzten Jahres habe ich zum Glück verloren. dann haben wir das Zimmer des kleinen Professors umgeräumt, eine neue Lampe und ein neues Regal über dem Bett sind dran gekommen. das Zimmer der kleinen Prinzessin musste natürlich dann auch auf den Kopf gestellt werden.
Zwischendurch habe ich noch paar Fenster geputzt. jetzt ist halb sieben, vor dem Abendbrot gehe ich noch schnell die Vogelhäuser anbringen.

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das Nix hat einen Durchmesser von 40 km

mein Sohn hat sich neuerdigs das Sonnensystem vorgenommen. man sagt ja, dass Kinder diesen unstillbaren Wissensdurst haben, aber mein Sohn hat Durst hoch zwei, der trinkt das Wissen Eimerweise – und vor allem fordert er Nachschub, und er kann laut werden.

in dem kleinen Brockhaus stand nicht viel drin.in den üblichen Kinderbüchern auch nicht wirklich das, was er wissen wollte. zum Glück gibt es Wikipedia. der Pluto war zuerst dran. aufrufen, ausdrucken, dem durstigen Kind in die Hand drücken, damit es endlich aufhört zu quengeln. am Morgen danach wurden wir mit den Ergebnissen der Studie konfrontiert. der Pluto hat drei Monde. von dem einen meine ich mal was gehört zu haben, der andere wäre nur aus Gas und der dritte heisst Nix und hat einen Durchmesser von 40 km.

angefangen hat es in Jena, in dem Zeiss-Planetarium. nun ist morgen der Neptun dran. und nächstes Wochenende bauen wir die Planeten maßstabgeträu nach und hängen sie abstands-maßstabgeträu auf. dann heisst es nicht “geh dich waschen”, sondern “ab zum Uranus und komm erst wieder auf die Erde, wenn die Zähne glänzen wie die Sterne!”

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Schneeglöckchen und Maulwurfshügel

Der Gang durch den verregneten Garten bestätigte, dass das Leben auch schöne Seiten hat. gleich neben den vielen (und in diesem Jahr späten) Maulwurfshügeln blühen Schneeglöckchen, die den Schnee mal wieder verpasst haben, aber um so besser sichtbar sind. sollte es morgen nur einen Ticken heller werden, ist mal wieder ein Blümchenfilm dran.

Später, als die Kinder mit ihren Citirollern durch Haus fuhren, habe ich es mir in der verkehrsberuhigten Zone des Hauses gemütlich gemacht und griff nach einer CD aus dem Regal, mir war egal, was es ist, aber es wurde Prefab Sprout, und es wurde toll.

und noch etwas später, als die Kinder sich einer Pyjamaschlacht hingaben, haben sie so laut gelacht, dass ich unmöglich böse sein konnte, und alle uhren dieser Welt wurden unwichtig.

so einen Gemütszustand würde ich gern mal fotografieren. ob das wohl möglich ist?

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aus dem Leben der Nicht-Limonäre

in New York leben 13 Tausend Millionäre, sie könnten eine eigene Stadt gründen. so stand das in meinem Stadtführer. so einen absolut unnötigen Quatsch merke ich mir natürlich. ich kann mit dieser Information nichts anfangen, trage sie aber dennoch mit mir.

auf einem Spaziergang durch Manhättän werden wir von einem Platzregen erwischt (heisst es so, wenn man zwei Meter vor sich nichts sieht?). leider kommt das in einer Gegend, wo man nicht mal eben in einen Laden reingeht, um sich unterzustellen. Ecke 5th Ave, kurz vor Central Park, Gucci neben Verssace, überall Türsteher. da drüben, das Kaufhaus, das wurde in dem Reiseführer als hübsch anzusehen empfohlen. wir schwimmen über die Strasse und gehen rein.

noch nie im Leben habe ich mich so fehl am Platz gefühlt. nein, so etwas ist mir nicht peinlich, mit nassen Haaren und nassen Kindern in einem vergoldeten Palast zu stehen, aber ich musste feststellen, die dort anwesenden Millionäre und Millionärinnen fanden das gar nicht lustig, dass man sie beim Anschauen und Kaufen der unbezahbaren Unnötigkeiten stört. wir fahren hoch, in jedem Kaufhaus gibt es doch ein Café? hm, auch Millionäre scheinen sich hier vom Regen zu retten, hier wird Champagner geschlürft, kein Platz für nasse Kinder.

nein, nein, dann lieber schnell raus in den Regen, Taxi und Stück weiter fahren, wo man unter die Normalmenschen kommt.

 

Paar Tage davor, auf einer Busfahrt, sehen wir eine Stretchlimo und mein Sohn erhält Auskunft darüber, wie man sie baut. man nehme eine Limusine (also kein Combi) und baue in der Mitte ein Stück ein. cool, sagt er, dann machen wir das zuhause auch mit unserem Auto. ja, fügt meine Tochter hinzu, dann müssen wir aber auch im Carport ein Stück in der Mitte einbauen. nein, Kinderchen, das machen wir nicht, wir sind doch keine Millionäre…

“Mama, was sind Limonäre?”

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Polasucht

Ich weiß, ihr wolltet Tütenbild.

Tüte allein war mir an so einem Tag aber nicht Motiv genug. ich hoffe auf euer Verständnis, dass mein Sohn also mit auf dem Bild ist. ;-)

Außerdem habe ich was zu beichten:

ich habe mir eben Polaroids bestellt. ich habe bereits das vorletzte Mal geschworen, kein Geld mehr dafür auszugeben, es wäre verrückt, total unvernünftig, zu teuer etc.

Nun ist es aber so, dass bis auf “zu teuer” der Rest total zu mir passt. unvernünftig. und etwas verrückt. als selbstaufgelegte Strafe muss ich zumindest auf die nächsten drei Paar Schuhe verzichten und barfuss mit der Polaroidkamera durch die Gegend laufen. verzichten muss ich dafür wirklich auf irgendwas. blödes teueres Hobby!! bescheuerte unkontrollierte Sucht!! hat nicht jemand einen befreundeten Therapeuten, der mir so was wegtherapieren kann? wobei… den Therapeuten kann ich mir noch weniger leisten, dann lieber Polaroidsucht…

Es war ein ganz schöner, harmonischer Tag, und zum Glück ist es uns samt allen anwesenden Omas gelungen, diesen Tag zu einem besonderen für den Juri zu machen. zur Belohnung für die Geduld beim Lesen gibts noch ein Tütenbild fast ohne Kind :-)

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