Zielerreichung ist in der Zeit von schneller – komplexer – undurchsichtiger ein rares Gut geworden. Kaum setzen wir uns ein Ziel, kommen neue Möglichkeiten, neue Ablenkungen und Verführungen. Dann gibt es noch all die Zeitfresser, die uns am Erreichen der Ziele hindern und all die Ausreden, die parat stehen, um unser schlechtes Gewissen zu beschwichtigen. (In meinem Buch “Reiseführer in das Land des Besseren Du” gehe ich einzeln auf diese Phänomene ein.)

Immer im Januar reflektiere ich über meine eigenen – erreichten und nicht erreichten – Ziele des Vorjahres und lerne, gelassener und sicherer in meiner Zielerreichung zu werden. Heute möchte ich dir die sieben simple Gründe vorstellen, die dich ggf. ausbremsen. Gefunden habe ich diese bei meinem Freund und Unternehmer Reinder in seinem Artikel “How To Not Be The 92% That Gives Up On Goals In 2016”. Ich habe mir erlaubt, meine eigene Interpretation unter Einfluss von Niels Pfläging einfließen zu lassen.

An dir ist es nun, nach dem Lesen des Artikels etwas zu ändern oder zu lassen.

Wie Ziele nicht funktionieren

Sich Ziele zu setzen und sich an diese zu halten ist nicht einfach. Wer plant, hat als Haltung, dass eine Menge an Ergebnissen auf eine bestimmte Zukunftsspanne festlegbar ist und man genau weiss, auf welchem Wege diese Ergebnisse innerhalb dieses Zeitabschnittes erreichbar sind.

Neben dem Fakt, dass unsere Pläne und Vorhersagen laufend an die Realität angepasst werden müssen, gibt es typische Zielsetzungs-Sünden, die uns an der Zielerreichung hindern. Hier sind sie:

1. Die Liste mit den Zielen ist zu lang

Wenn du dir zu viel auf einmal vornimmst …. den Satz muss ich nicht wirklich beenden, oder? Sehr beliebt ist es hier, Themen aus den privaten und beruflichen Kontexten zu vermischen, so dass man zur Zielerreichung ununterbrochen etwas tun muss, ohne durchatmen zu können. Doch nicht jeder hat Ressourcen und einen Willen, um das große Programm diszipliniert durchzuarbeiten. (Möchtest du wissen, wie es um deine Ressourcen steht? Reserviere dir einen Coaching-Slot in meinem wunderbaren Arbeits-Loft!)

2. Du bist zu pessimistisch

Wenn du deine Liste der Ziele “realistisch” schreibst, kann es sein, dass du dabei deine Fähigkeiten unterschätzt und den Aufwand für die Zielerreichung überschätzt. (Ein Tipp an dieser Stelle: Wir ÜBERschätzen meistens, wie viel in einem Jahr möglich ist und UNTERschätzen, wie viel in einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren “geht”.) Ergebnis einer pessimistisch-realistischen Ziel-Liste: du scheiterst, weil du dich nicht genug herausforderst.

3. Du bist zu optimistisch

Was für pessimistische Haltung gilt, gilt natürlich auch für eine zu optimistische. Viele unterschätzen die Anstrengungen, die es für Zielerreichung braucht, und überschätzen eigene Kontroll-Möglichkeiten. Zu optimistisch zu sein ist fast schlimmer als ein Pessimist zu sein: bei ersten Anzeichen von Schwierigkeiten möchte man am liebsten weglaufen…

4. Du bist zu realistisch

Breite deine Flügel aus, lebe dein Potenzial und lass dich von deinen Träumen entführen

Unsere Realität wird durch unsere Denk- und Wahrnehmungsfilter definiert. Oft auch durch Freunde, Bekannte und Kollegen, die uns sagen, was wir können und was (angeblich) nicht. Statt dich auf die Zielerreichung in der dir bereits bekannten Realität zu begrenzen: breite deine Flügel aus, lebe dein Potenzial und lass dich von deinen Träumen entführen! Denn Träume sind nicht gleich Ziele, sie dürfen groß sein. Die Träume (für dich in deiner heutigen Realität vielleicht unrealistisch klingend) lösen in uns Energie aus, um unsere neue Realität zu erschaffen.

5. Du machst dir Sorgen

Sich Sorgen zu machen ist wie ein Schaukelstuhl – man ist zwar beschäftigt, kommt aber nicht voran.

Als ob die Zielerreichung an sich nicht schon schwer genug wäre! Statt eine positive Geisteshaltung zu behalten, entmutigt man sich selbst mit unnötigen Sorgen um die Zukunft (oder beschäftigt sich nur mit dem Trauern über die Vergangenheit). Ich weiß, wovon ich spreche, ich bin eine Zeit lang echt gut gewesen im Sorgen machen, nicht schlafen können, Falten bekommen und absolut unbegründete Ängste verarbeiten. Höre einfach damit auf. Das Universum ist gerecht und wird dich niemals im Stich lassen ;-)

6. Du belohnst dich vorzeitig

Wenn man vorhat, fünf Kilo abzunehmen, sollte das nächste Zitronen-Sahne-Törtchen erst dann als Belohnung angemessen sein, wenn man das Ziel wirklich erreicht hat. Nicht vorher schon für die ersten 500 Gramm. Der sogenannte “Belohnungsaufschub” (delayed gratification) im Sinne des Verzichtes auf kleine Belohnungen in Erwartung einer großen Zielerreichung ist für viele von uns schwer. Für dich hoffentlich nicht!

7. Du feierst nie

Die Kehrseite der vorzeitigen Belohnung lautet für viele: gar nicht feiern. Nicht geschimpft ist gelobt genug? Von wegen!! Wer sich selbst niemals wertschätzend auf die Schulter klopft, setzt die inneren Zielerreichung-Systeme schachmatt. Plane dir ganz bewusst etwas ein, was du dir gönnst und wie du feierst, wenn deine Ziele erreicht wurden.

8. Bonus: Zu große Ziele

Das kennst du sicher auch: Wenn das Ziel lautet “In einem Jahr will ich Idealgewicht, Superjob, Traumpartner und vier Wochen Urlaub am Strand”, bleibt etwas auf der Strecke. Oft ist es die Motivation. Dagegen hilft der Spruch vom Beppo dem Straßenkehrer:

Mach einen Besenstrich nach dem anderen, und irgendwann ist die ganze Straße gekehrt.

Bitte lasse mir hier deine Gedanken zu diesem Thema: Kanntest du den einen oder anderen Grund schon? Hast du mehr Tipps, wie man seine Ziele erreichbar macht?

Ich bin sehr gespannt!

Nadja Petranovskaja Signatur

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