Zehn Gewohnheiten von emotional resilienten Menschen

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2. Januar 2018

Investiere vier Minuten Lesezeit und erfahre etwas Neues über Gewohnheiten!

Stau, Stress, schlechtes Wetter. Den einen ärgert es total, der andere geht mit Leichtigkeit darüber hinweg. Woran liegt es, dass wir so unterschiedlich auf Stressfaktoren reagieren? Natürlich spielt unser angeborener Charakter eine Rolle. Du kannst dir aber ein paar Gewohnheiten zulegen, die es dir leichter machen, mit Stressfaktoren aller Art leichter umzugehen.

Gewohnheiten sind kleine vollautomatische Aktionen, die wir ausführen, ohne viel darüber nachzudenken. Sie erleichtern uns in vielen Bereichen das Leben. Gleichzeitig führen manche Gewohnheiten dazu, dass wir auf bestimmte Reize immer gleich reagieren. So kann es sein, dass du vom Typ her gar nicht so stressanfällig bist, dir aber irgendwann ein Muster angeeignet hast, schnell und empfindlich zu reagieren.

Fange heute noch an, dir ein paar neue Gewohnheiten zuzulegen — wähle deine Favoriten aus der Liste!

1. Warte auf die richtige Reaktion

Etwas passiert, ein Reiz erreicht deinen Hirn und sagt: “Reagiere auf mich!” Deine Gewohnheiten und deine Muster sind sofort bereit und fragen “Same procedure as last year?”.

Ja, es ist effizienter, in Mustern zu antworten. Bloß nicht immer gut für unsere Gefühlslage und unsere Gesundheit. Wenn dich also jemand oder etwas ärgert, reizt und stresst, kontrolliere den ersten Impuls und lasse nicht zu, dass deine Gewohnheiten die Macht übernehmen. Atme einmal tief durch und frage dich:

  • Was ist jetzt die beste Handlung im Sinne meiner Absichten und Interessen?
  • Worauf möchte ich meine Energie verwenden?

2. Halte Unangenehmes aus

Wenn wir hungrig sind, sehr hungrig, dürfen wir auf keinen Fall eine Restaurantkarte in die Hände bekommen. Oder einkaufen gehen. Wir bestellen oder kaufen viel zu viel, oft auch unnütze Sachen.

Mache es zu einer Gewohnheit, etwas Unangenehmes wie Hunger, Ärger oder Frust zu tolerieren. Führe ein Tagebuch, schreibe dort jedes Mal auf, welche Gedanken dir in solchen Momenten kommen.

Halte Unangenehmes aus, lasse dich nicht davon kontrollieren — schon bist du der emotionalen Resilienz einen Schritt näher!

3. Erweitere deine Perspektiven

Manche Dinge passieren FÜR dich, und nicht dir. Was jetzt gerade unerträglich erscheint, mag in Zukunft ein Riesenvorteil werden. Aus welcher Perspektive kannst du auf deine Situation schauen, um deine Lage in einem anderen Licht zu sehen?

(Nimm dir Zeit und schreibe auf, wann dir etwas Unangenehmes passiert ist. Betrachte diese Situation nun in einem neuen Licht und frage dich: was daran ist FÜR MICH passiert? Was konnte ich dadurch lernen / entdecken / neu sehen? Einen sehr konkreten Beispiel findest du HIER.)

4. Praktiziere Akzeptanz

Eine sehr nützliche Gewohnheit: Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind. Akzeptieren heißt, dass du nicht aufgibst und die Kontrolle nicht an den Stress abgibst. Vertraue dir, dass du in jeder Situation die Kraft findest, noch einmal aufzustehen.

Dazu hilft: Tief einatmen, langsam ausatmen.

5. Denke an die Macht der Zeit

Die Zeit heilt alle Wunden, sagt man. Was jetzt gerade furchtbar bremst und nervt oder weh tut, macht dich stärker und wird dir aus der Zukunft nicht so schlimm erscheinen.

Gewöhne dich daran, dir Zeit zu geben.

6. Verlange nicht von dir, die Antworten immer parat zu haben

Wir sind es gewohnt, dass wir Rede und Antwort stehen müssen. Kommt es zu wichtigen Lebensfragen, verlangen wir von uns selbst, dass wir die richtigen Antworten sofort finden. Wir vergessen, dass die richtigen Antworten immer dann zu uns kommen, wenn wir dafür bereit sind.

Und dass es ok ist, wenn man nicht alles sofort weiß.

7. Sorge für dich

Finde täglich Zeit, für dich selbst zu sorgen. Fange gar nicht erst an, mit dir selbst zu verhandeln — die Zeit ist immer da, du musst sie dir nur nehmen. Trinke eine Tasse Tee (achtsam, in Ruhe), mache einen Spaziergang, creme dich ein und gehe eine Stunde früher ins Bett.

8. Lache dich gesund

Mache es zu einer Gewohnheit, über etwas zu lachen. Zum Beispiel immer, bevor du einen Kunden anrufen musst oder nach einem unangenehmen Vorfall. Lass dich von Videos mit tollpatschigen Tieren in die Leichtigkeit entführen oder lese ein paar Witze.

9. Sei glücklich, statt Recht zu haben

In jedem Gespräch kannst du wählen, was dir wichtiger ist: Dein Stolz oder die Beziehung. Mache es dir zu einer Gewohnheit, kurz abzuwägen, ob es dir wirklich Wert ist, Recht zu haben.

10. Stärke die Stärken

Denke nicht an die Fehler, die du hast, nicht an die Macken und nicht an Probleme. Frage dich, was du heute richtig machen kannst, was dir Spaß macht und wovon du mehr haben willst. Da, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, davon wirst du mehr im Leben haben.

Kennst du andere gute Gewohnheiten? Teile diese gerne hier, denn von entspannten Menschen profitieren wir alle zusammen!

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Mehr dazu:

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Dein Kommentar:

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2 Kommentare

  1. Hallo Nadja,

    toller Artikel und natürlich wichtige Gewohnheiten, die Jeder für sich zumindest mal testen sollte. Hilft einem anstatt mit Emotionen wie Wut und Enttäuschung – mittels Werten – ruhig und gelassen zu reagieren. Hört sich in der Theorie alles klasse an, ist “nur” in der Praxis leider sau schwer!

    Aber jeden Tag aufstehen und wieder probieren!

    Punkt 2 “Halte Unangenehmes aus” habe ich für mich jetzt einen schönen Satz für mich entdeckt, der mir hier hilft!

    “Das Leben hat etwas Besseres mit der vor!” – Einfach mal an eine höhere Macht abgeben. Das hilft mir wieder in solchen Situation – ruhig und gelassener werden!

    Erfolgreiche Woche

    Gruß
    Matthias

    Antworten
    • Hallo Matthias, danke für deine Reaktion und die Idee mit der “höheren Macht”. Wenn wir genug Mist abgeben, haben wir die Hände frei für das, was uns wirklich wichtig ist. In diesem Sinne, auch dir eine gute Woche! Nadja

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