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Fünf Minuten Lesezeit über ein Thema, das mich seit Jahren begeistert: Endlich Montag!

Endlich Montag!

Diese zwei Wörter waren einst Revolution für mein Denken und Handeln. Heute möchte ich dir die Möglichkeit geben zu entdecken, was in diesen magischen Wörtern steckt.

1. „Endlich Montag!“ hat nichts mit Arbeit zu tun

Ich freue mich auf jeden Montag. Ich freue mich auf jeden einzelnen Tag, doch die Montage geben den Takt an. Sie teilen das lange Leben und das stetige Ticken der Uhr in kleine Häppchen ein. So wie die Woche für eine überschaubare Menge an Tagen steht, steht auch ein Jahr für eine überschaubare menge an Lebenszeit. Und so wie die Woche eine gute kompakte Zeitmenge zum planen und gestalten ist, so ist ein Jahr symbolisch ein Paket, um nach und nach das ganze leben – in diese Päckchen eingeteilt – zu steuern und zu gestalten. Dieser Weisheit bedienen wir uns im „Create Your Year“ Workshop. Wir schauen uns die Jahre an, dabei geht es jedoch immer um das ganze Leben.

So ist der Montag also immer eine Art Wecker, der eine neue Möglichkeit bietet, sich bewusster mit dem zu beschäftigen, was ich mit der überschaubaren Menge an Tagen anstellen werde. Ich tue das auch im Urlaub, manchmal. :-)

2. „Endlich Montag!“ ist eine Haltung

Ja, mir ging es irgendwann spürbar auf den Keks, dass sich die Welt um mich herum immer auf den Freitag freute. Die Radios fingen schon Mittwochs damit an, dass Bergfest wäre und bald endlich Freitag wäre. Ich habe nicht verstanden, wie man sich und sein Leben dermaßen zum Fenster rauswerfen kann. Wie man permanent fünf Siebtel seiner Lebenszeit „erträgt“ und „über sich ergehen“ lässt.

Zugegeben, nicht jede Arbeit ist so, dass man vor Freude hüpft. Und auch ich habe ab und an Tage, die ich aus dem Kalender streichen möchte.

Und gerade aus dieser Erfahrung behaupte ich: Mit der richtigen Haltung (= Mindset) zu der eigenen Lebenszeit kann jeder von uns sein Leben in eine erfreulichere Bahn lenken. Und das geht unter anderem über die Freude.

Freude ist laut Wikipedia eine emotionale Reaktion auf ein angenehmes Ereignis. Mit der „Endlich Montag!“ Haltung wische ich diesem reaktionellen Ding eins aus. Weil ich mich in den Zustand der Vorfreude versetzen kann. Ich kann ja noch gar nicht wissen, ob dies oder das eintritt und ob ich mich ÜBER etwas freuen werde. Aber ich kann mich AUF etwas freuen, und zwar auf eine ganze Menge von kleinen Dingen.

Ich kann mich darauf freuen,

  • Zeit für mein Hobby einzuplanen
  • Kollegen zu sehen
  • in meinem Projekt weiter zu kommen
  • Kaffee zu trinken
  • etwas für meine Weiterbildung oder Karriere zu tun
  • mein Hörbuch im Auto zu hören
  • jemanden bei der Arbeit zu unterstützen
  • eine Bushaltestelle früher auszusteigen und zu Fuss zu gehen

und und und…

Forscher der University of California in Irvine haben empirisch belegt, dass Vorfreude den Endorphin-Spiegel erhöht und Stressgefühle vermindert. Es geht dabei gar nicht darum, ob das, worauf ich mich gefreut habe, tatsächlich eintritt. In einer experimentellen Studie wurde gezeigt, dass mehr als die Hälfte der Teilnehmer ein freudiges Ereignis lieber drei Tage verschieben würde, als es sofort zu erleben.

Wenn das nicht ein grandioser Trick unserer genialen biologischen Baukonstruktion ist!

Ich habe es übrigens eine Zeit lang mit „Endlich heute!“ versucht, musste dann aber feststellen, dass es sich inflationär anfühlt und nicht so wirksam ist.

3. „Endlich Montag“ befreit

Wenn du dich aus eigenen Stücken FÜR den Montag, für die Woche, für die Freude an dem, was du tun wirst, entscheidest, dann gibst du deinem Selbstbewusstsein wichtige Signale. „Ich will“ setzt deutlich schneller Energie frei als „ich muss“, und so kann man nicht nur eine Menge Kaffee zum wach werden sparen.

Sich bewusst für das Tun zu entscheiden bedeutet, eigene Identität zu spüren. Eigene Ressourcen im Zugriff zu haben. Auf eigene Bedürfnisse zu achten. All das sind wichtige inneren Prozesse, die wir in der Zeit der äußeren Reizüberflutung zu sehr vernachlässigen.

Burnout kommt nicht von zu viel Arbeit, sondern von zu wenig Freiheit das zu tun, wofür man brennt – und zwar freiwillig und aus eigenen Stücken. Entscheide dich für „Endlich Montag!“ Haltung, und du wirst dich frei fühlen, jede Woche.

Eine Übung für eine gute Woche

Stell dir vor, unser Geisteszustand ließe sich in vier Kategorien einteilen. Dies dient nur der Vereinfachung und der Vorbereitung auf die Übung. Die vier Zustände sehen folgendermaßen aus:

petranovskaja endlich Montag Flow

Die Übersicht basiert auf zwei Annahmen: Wir als Menschen wollen a) wachsen (und fühlen uns dann zufrieden) und b) wollen wir einen Beitrag zu dieser Welt leisten. Sind wir zufrieden und ohne Vision unterwegs, führt es zu einer Verwirrung. Haben wir eine Vision und sind unzufrieden, führt das zu Stress (und diesen Stress kennt fast jeder von uns). Haben wir vom beiden nichts…. naja, auch das kennen manche von uns. Leider. Erstrebenswert ist also einzig und allein der vierte Geisteszustand, der hier – nicht ganz konform zu mit der offiziellen Definition von Mihály Csíkszentmihályi – als Flow bezeichnet wurde. Gemeint ist dabei ein Zustand der spürbaren inneren Motivation, Leistung zu erbringen. Freiwillig. Mit Lust.

Die Übung ist also denkbar einfach (und selbstverständlich ist sie alles andere als simple und banal…).

Schritt 1: Prüfe zuerst, wo du dich momentan befindest.

  • Hast du eine Vision?
  • Weißt du, warum du jeden Morgen aufstehst?
  • Fühlst du dich verbunden mit einem großen Etwas (einem Ziel, einer Aufgabe)?
  • Fühlst du dich zufrieden?
  • Vielleicht sogar glücklich?
  • Weißt du, was du brauchst, um dich zufrieden zu fühlen?

Schritt 2: Gehe zu dem gewünschten Quadranten oder feiere deinen gegenwärtigen Zustand!

Weil das „Gehen zu dem gewünschten Quadranten“ durchaus schwierig sein kann, brauchst du vielleicht Unterstützung. Ein Kompakt-Seminar oder Workshop mit Gleichgesinnten, zum Beispiel das „Create Your Year“ kann eine Idee sein, wie du Energie tanken kannst. Falls du es eher persönlich magst, gibt es in deiner Nähe sicher Menschen, die Coaching anbieten.

Und nun nichts wie los! Werde ein „Endlich Montag!“ Mensch. Werde zum Starter. Zum Planer, Umsetzer und Gestalter. Sehe Möglichkeiten statt Probleme. Betrachte dich selbst als Macher und  in der Lage, alles zu werden, was du werden willst. Fokussiere dich auf die Ziele. Mache platz für Träume. Endlich ist Montag! Endlich eine neue Gelegenheit, dinge in die Hand zu nehmen und etwas Grandioses aus dem eigenen Leben zu machen.

Freudig jauchzend,

petranovskaja Unterschrift signatur

 

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