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Den Schildern nach müsste ich in Rumänien sein. oder in Finnland. auf jeden Fall irgendwo, wo ich kein Wort verstehe. wenn ich mit meinem kleinen Spanisch etwas sage, bekomme ich eine baskische Aussage die gleichenfalls “Scher dich zum …” wie “Schönen Tag noch” heissen könnte. ich lerne am Strand die Aussprache der vielen aneinander gestellten Konsonanten, mit Indigo, einem baskischen Jungen, der sehr geduldig mit mir ist. Z spricht sich wie “sch” aus, außer es hat ein T davor, dann ist es eon “tsch”. und so weiter.
Das baskische Kulturfest erinnert mich an Villa Bajo Verbung. es wird gefeiert. die Tabernas liefern Getränke ausschließlich in Plastikbechern aus, die Straßen sind voll wie Sardinendosen, und ausschließlich hier wollte ich einen ruhigen Abend verbringen. dass das Baskenland bereits in Frankreich anfängt, daran erinnert mich die französische Band, die im selben Hotel wie ich abfestiegen ist und nachts um halb fünf eine A-Capella Zugabe auf dem Flur gibt.
Am nächsten Tag kann ich die Schilder zwar korrekt vorlesen aber immer noch nicht verstehen. Baskisch ist mit Spanisch scheinbar gar nicht verwandt. da wo die Schilder zwesprachig sind, ist die spanische Hälfte meistens übersprayt. war da nicht was mit Separatisten? aha.
Mittlerweile bin ich in Asturias. der Ort Gijon wird in Baskisch Xixon geschrieben. der Strand ist voll, an der Promenade schiebt sich das Volk, die ältere Generation hat nix baiges sondern meistens was farbenfrohes mit Blumen und Früchten dran an, die Mädchen – klein und groß – haben Blumen und Schleifen im Haar, der Cidre wird aus der 1,70 Höhe in die Gläser gefüllt und ich hab eine Krabbe mehr auf dem Gewissen. Viva Espania!

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