Ich weiß, dass ich mit meinem überglücklichen „Endlich Montag!“ allein da stand, und aus den Cubicals schauten mich verständnislose Gesichte der Ingenieure an. Wie kann man sich auf den Montag freuen?

Ich weiß auch, dass es mich immer noch ärgert, wenn im Radio überglücklich mitgeteilt wird, dass die Woche schon halb oder fast vorüber sei. Endlich Wochenende. Aha. Fünf Siebtel des Lebens leiden und klagen und dann zwei Tage Balance?

Das muss nicht sein. Das darf nicht sein! Wir verbringen die meiste Zeit unseres Lebens bei der Arbeit – wie ineffektiv wir doch sind, dass wir so viel Einsatz bringen müssen, um ein kleines bisschen „Restleben“ zu genießen!

Ja, ich schreibe absichtlich schwarz-weiß und böse. Weil mir dieses „Morgen endlich Freitag“ eben wieder begegnete.

Love it, leave it or change it

Wenn du deine Arbeit WIRKLICH nicht magst, gibt es trotz der drei Verben im obigen Satz nur einen Weg daraus: Du musst etwas ändern. Egal, wofür du dich entscheidest, schaue dir erstmal an, was dir nicht gefällt.

– liegt der Grund in dir selbst? (ich mag nicht, was ich tue)

– liegt der Grund außerhalb deines Einflusses? (Chef, Kollegen, fensterloser Arbeitsraum, Gehalt)

Für alles, was du nicht direkt ändern oder beeinflussen kannst, heißt es: Ändere deine Gedanken dazu. Chef doof? Ignoriere es. Lächle ihn an. Stell ihn dir nackt vor. Sei kreativ. Die meisten Menschen, die ihren Chef nicht mögen, möchten seinen Job nicht haben. Ja, wie können wir denn jemanden achten und toll finden, der für uns nicht mal Vorbild ist? Zu wenig Geld? Wie viel hättest du denn gern? Und weißt du auch, warum du so viel Geld haben willst? Und wie du der Umwelt zeigst, dass du dieses Geld Wert bist? Schreibe auf, warum du es Wert bist, x Euro pro Monat / Jahr zu verdienen. Warum du es Wert bist, einen bessern Chef, bessere Kollegen und bessere Arbeitsumgebung zu haben. Hänge diese Liste am Badspiegel auf und lese sie dir jeden Tag vor. Führe diese Liste fort. Jede Wette, dass sich da was verändert.

Für alles, was du selbst ändern kannst: Ändere es ;-) Nichts ist schönes, als sich mächtig zu fühlen. Schreibe auf, welche guten Seiten deine Situation hat. Was dir fehlen würde. Wie du an dieser Situation wachsen kannst. Nehme die Situation weniger ernst. Mache ein Spiel daraus. Du gehst nicht arbeiten, du bist ein Alien und spionierst die Erde aus. Ja, je alberner, desto einfacher. Du bestimmst die Spielregeln. 

Das war das lang- und mittelfristige Programm. Kurzfristig hilft: Räum deinen Arbeitsplatz am Freitag auf. Ziehe dich Montags besonders hübsch an. Bringe dir Blumen & Obst mit. Ja, dir selbst. Du liebst dich, oder? Es ist dein Leben, deine Woche, deine Zeit!

Lass mich wissen, wenn ich etwas vergessen habe. Ich liebe Dialog!