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Regelmäßig wird mir von der Außenwelt gespiegelt, man erlebt mich als umtriebig, schnell, präsent, multiplizierend. Tut gut, so ein Feedback. Um zu zeigen, was manchmal während einer Woche so durch den Kopf durchgeht, hier ein paar Gedankenschnipsel…

Start with why

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Sicher kennst du Simon Sinek und sein Golden Circle. Man soll mit dem starten, wo das limbische System uns unterstützt: aus dem Inneren, aus unserer persönlichen Motivation und Bedürfnissen. Ich habe manchmal starkes Bedürfnis, jede Intervention in den Unternehmen damit anzufangen, dass ich die anwesenden Menschen frage, ob sie ein klares WARUM für ihre Anwesenheit im Raum haben… Muss mich aber nicht überall gleich in den ersten Minuten unbeliebt machen.

In so vielen Unternehmen wird das Potenzial nicht genutzt, es wird ausschließlich auf der Oberfläche rumgekratzt. Auch wenn ich nicht mehr in einem großen Unternehmen angestellt bin, geht mir das angepasste Verhalten und die damit verbundenen Reibungsverluste total auf den Keks!

Zuhören

Mein Freund Per sitzt auf dem Fensterbrett und sagt einen Satz, der mich mehrere Tage beschäftigt:

„Wenn alle und überall ihre Prozesse optimieren würden und die Freiräume mit noch mehr Aufgaben füllen würden, hätten die Menschen keine Zeit mehr, aus dem Fenster zu schauen.“

Dieser Satz, ausgelöst durch meine Beobachtung, dass manche Wohnungsmakler sehr geschickt und schnell seien während andere die Ruhe weghätten, zeigt mir, wie sehr ich manche Werte der kapitalistisch geprägten Leistungsgesellschaft zu meinen gemacht habe. Natürlich habe ich ein paar Jahre Prozesse in Unternehmen optimiert, um den Umsatz zu steigern und die Kosten zu reduzieren. Nahezu jedes Unternehmen ist durch solche Prozesse durch. Ergebnis – ein mögliches – könnte sein:

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Ich höre Per zu, dann meinen eigenen Gedanken, ich merke, wie viel es in mir bewegt und wie sehr ich mir wünsche, ich hätte das Wohl der Menschen schon in meinen frühen und jungen Berufsjahren mehr im Fokus gehabt! Ja, ich verspüre sogar etwas wie schlechtes Gewissen. Danke, Per!

Die Akquise

Ich lerne ja viel. Und im Moment lerne ich Akquise. Manchmal klappt es gut, manchmal geht mir das total auf die Nerven. Ich habe keine Lust, Geschäftsführer zu überreden. Ich habe auch nicht den inneren Drang, alles richtig zu machen. Regelmäßig meldet sich die Pipi Langstrumpf in mir und möchte die Welt so erobern wie ich bin ohne mich zu verstellen. Und während ich mir diese Gedanken durch den Kopf gehen lassen, merke ich, wie einfach es dann ist:

Akquise durch Überreden geht über den Kopf!

Akquise durch Erobern geht über das Herz!

Und schon ist das Ganze easy und gar nicht mehr so eklig.

Wer erobert werden möchte, melde sich bitte! :-)

Dessert: pubertierende Kinder

Die Kinder dieser neuen Generation, die pro Tag mehr Nachrichten verarbeiten als ein durchschnittlicher CEO eines Großkonzerns, faszinieren mich. Da ich selbst extrem freiheitsliebend bin, macht es mir nichts aus, dass meine eigenen Kinder ihre Freiheit entdecken und erobern. Ich unterstütze sie gern dabei. Was mir aber ab und zu einen Pieks gibt:

Unsere Kinder brauchen unsere Erfahrungen nicht. Sie haben das Internet.

Und im Internet gibt es nicht nur mehr Wissen, da gibt es auch die Bewertung der einzelnen Wissensstufen. Außerdem brauchen die Kids viel Wissen, welches ich gar nicht liefern kann. Oder weiß hier jemand, wie man ein Minecraft Plugin programmiert oder warum Zayn nicht mehr bei One Republic ist??

Zurück zu dem Fenstergespräch, finde ich doch etwas, was ich der neuen Generation geben kann und was sie auch gern annimmt: Ermutigung, Zuversicht, Optimismus, Zukunftsorientierung, Hoffnung und meine Lieblingsübung…

Was meine Lieblingsübung ist?

Stell dich vor einen Spiegel und sage dir selbst: „Ich bin toll!“ 

Tag für Tag, in jeder Situation. In jedem Kontext.

Wenn du das schon sehr gut kannst, melde dich, dann gebe ich dir gern meine Übung für Fortgeschrittene :-)

Ich gehe jetzt die Kekse probieren, die drei pubertierende Mädchen ganz ohne mein Zutun und unter strikter Ablehnung meiner Unterstützung gebacken haben. Sie sind stolz wie Oskar, dass sie das ohne einen Erwachsenen hinbekommen haben, obwohl nicht alle Rezeptzutaten im Haushalt verfügbar waren.

Das Leben ist großartig, das siehst du hoffentlich auch so!

Nadja Petranovskaja Signatur

 

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