Unwiederbringlich

Die Nika will ihr Regal streichen und denkt darüber nach, was sie mit den Regalbögen anstellt, die jetzt schon ganz eng drin sitzen und nach dem Vorsteicheln, ähm Vorsteichen und Lackieren sich vermutlich gar nicht mehr reinstopfen lassen. streicht man die Bögen im Regal drin, dann lassen sie sich wohl nie wieder rausholen. unwiederbringliches Einsperren der Regalböden (ich mag dieses Wort so gern – ein Regal hat einen Boden, aber kein Dach….)

das erinnerte mich an das Gespräch im Küchenstudio, paar Jahre her. ich will auf keinen Fall eine Geschirrspülmaschine haben. den dafür normalerweise vorgesehenen Schrank möchte ich mit zwei Regalen ausstatten. *Lassen sie sich mindestens eine Wasserleitung legen!* – *Wozu brauche ich eine Wasserleitung in dem Schrank, wo Nudeln liegen?* – *Falls Sie Ihr Haus verkaufen, werden SIe es ohne Geschirrspülmaschine schlechter los.*

Gar keine schlechte Argumentationskette für jemanden, der das Haus gerade erst gebaut hat…

8 Comments

  1. den geschirrspüler möchte ich nicht missen. und das zeug, was nicht in die schränke passt, wird einfach oben drauf gestapelt

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  2. hier hängt ein zettel an der pinwand mit folgendem text : “leben ist möglich in kochender säure – aber ohne mich”
    “in kochender säure” bitte ersetzen durch: “ohne spülmaschine” , danke.

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  3. *haha* das höre ich von vielen…

    es ging doch gar nicht um die Spülmaschine. es ging darum, im hier und jetzt zu leben und nicht alles *für besser* oder *für den fall dass* aufzubewahren oder vorzubereiten. et kütt wie et kütt. auf den vergoldeten Porzellantassen Tee trinken, täglich, natürlich geht das Gold irgendwann weg, aber wozu hab ich die Tasse wenn ich sie nicht nutze?

    egal, nimmt das nicht so ernst, alles Folgen von zu viel Arbeit *murmelt etwas vom Wochenende*

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  4. Geeeenau!
    Ich habe gar keine Küche. Also nicht wirklich. Jedenfalls nicht das, was in diesem Land läufig als Küche deklariert wird. Das macht durchaus sehr frei im Kopf für eventuelle Ortswechsel. Man kann aber auch jahrelang in Provisorien leben – wenn man das kann, dann hat sich das Provosorium eben bewährt.
    Aber ich habe einen Geschirrspüler (nimmt man den in der Abstellkammer dazu, dann sogar zwei). Dem entgegensetzen kann ich: Ich habe kein Haus gebaut/gekauft/geerbt.
    Dafür liebe ich Tassen mit Goldrand und die dürfen auch nicht in den Geschirrspüler.

    Gerade habe ich in einem Buch von einer Frau gelesen, die sich zur Regel gemacht hat, nicht von mehr als 250 Sachen/Dingen/Teilen umgeben zu sein. Den Ansatz finde ich schon ziemlich geil. Auch ein klein wenig erstrebenswert….. darüber sollte ich nochmal nachdenken (Fotoapparate und Negativarchive darf ich dann aber nicht mitzählen)

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  5. allein das Zählen würd mich kirre machen… ich schmeiße alles weg, was ich nicht mehr mag oder nicht mehr brauche. Anzahl ist egal, das Leben muss Spass machen und Sinn haben… (sehr platt, ich weiß, die Arbeit ruft)

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  6. mein keller ist grad mal wieder völlig vollgemüllt. der muss unbedingt leer, damit ich 1. meine duka wieder in betrieb nehmen kann, und 2. das motorad restaurieren, das schon fast 2 jahre darauf wartet.

    falls ich am keller vorbeikomme, mache ich mal ein digiknipsbild.

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  7. Mh. Ich hab keine Spülmaschine, vermisse sie aber manchmal. Ich zähle meinen Besitz nicht, kann mich aber auch gut von Dingen trennen. Ich besitze trotz allem noch immer viel zu viel unnützes Zeug. Mein Keller ist Mülldeponiezwischenlager, da bin ich komisch. Was einmal im Keller gelandet ist, kommt mir nicht mehr in die Wohnung. Was eine gewisse Zeit dort unten verbracht hat, ohne das ich es vermisse, das kann ich auch ebenso gut wegwerfen.
    Ich bin ebenfalls eindeutig gegen diese “nur für besondere Anlässe/Tage”-Dinge. Ein bisschen Dekadenz hat noch keinem geschadet, also her mit den teuren Düften, den goldberandeten Tassen und all den Dingen für gute Tage. Jeder Tag hat das Recht, ein guter zu sein.

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  8. Nika, dieses *jeder Tag hat das Recht, ein guter zu sein* klaue ich mir mal als Titel, das ist zu schön!!

    Berni, ja, mach mal den Keller leer, dann miete ich mich bei dir ab und zu in der DuKa ein, zum rumplantschen.

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