Wie du deinen Umgang mit Schwierigkeiten mit einer Frage steuerst

petranovskaja Shiny Eyes on demand 6
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29. August 2014

Kennst du das? Du hast einen tollen Tag und bist gut gelaunt, die Sonne scheint und alles läuft nach Plan, und dann kommt da – HUCH! – ein Problem in den Raum und macht alles kaputt?

Gestern wollte ich von München nach Hamburg fliegen. Die Strecke vom Tagungshotel zum Flughafen – mächtige 140 Kilometer – wurden problemlos bewältigt, die Sicherheitskontrolle entspannt, danach war immer noch Zeit, im Duty Free Shop ein paar Parfüm-Flaschen zu streicheln…  Und dann am Gate erfahre ich, dass wir gut 1,5 Stunden später abfliegen werden.

HUCH!

Nein, es ging nicht nur um Verspätung. Es ging darum, dass gestern gutes und warmes Wetter war, und dass ich einen Plan für diesen Abend hatte: Kurz an die Ostsee zu fahren.

Daraus wurde nix. In solchen Fällen kann es helfen, seinem Ärger Raum zu lassen oder sich sinnlos mit Alkohol voll laufen zu lassen (was ein Teil der Passagierliste erfolgreich praktiziert hat, denn die Stimmung im Flugzeug war später wie auf dem Ballermann).

Wie du dich bei Schwierigkeiten steuern kannst

Sich dem Ärger und den anderen Emotionen hinzugeben ist verlockend, aber nicht die einzige Alternative. Es gibt eine Frage, die dir schnell helfen kann, dich und das Resultat deiner Auseinandersetzung mit so eingetretenen Problemen zu steuern. Funktioniert natürlich nur, wenn du dein Leben wirklich steuern willst. Wenn du den Mut hast, der Herr in deinem Leben zu sein. Wenn du nicht das Opfer der dich umgebenden Prozesse sein willst.

Opfer zu sein ist einfach

Andere sind schuld. Was kann ich dafür, dass der Zug zu spät ist? Dass der Drucker kaputt ist? Dass meine Kollegen mich mobben? Dass ich eine Erkältung bekommen habe?

Opfer zu sein ist eine wunderbare Möglichkeit, sein Potenzial nicht zu entdecken und vor allem es vor den anderen zu verstecken. Opfer zu sein ist eine Manipulation der dich umgebenden Menschen, denn diese müssen sich um dich kümmern, dir Mitleid und Mitgefühl spenden, dich trösten, dir helfen. Opfer zu sein ist eine feige Art, durchs Leben zu gehen.

Die Zauberfrage

“Mach das Beste draus!” heisst es so einfach. Und dann stehst du da, willst einen warmen Sonnenuntergang mit Möven und Wellen erleben und stattdessen bist du für die nächsten Stunden in einem vollklimatisierten und mit Menschen überfülltem Flughafengebäude eingesperrt. Mit einem schweren Rucksack und müden Füßen. Was um Gottes Willen soll daran jetzt gut sein?

Es ist normal, dass man in solchen Situationen auf dem Schlauch steht. Darum ist es gut, die Zauberfrage auf Tasche zu haben. Und die Frage lautet:

Wofür ist das eine Gelegenheit?

Das Leben gibt dir Zeit? (Verspätung) Verordnet das Leben dir Ruhe? (Bein gebochen) Will das Leben, dass du deine Fähigkeiten überprüfst? (Kündigung)

Früher, in meinen Projektmanager-Zeiten, mussten wir als Team ab und zu auf etwas warten, und habe ich immer geschaut: Was kann während der Wartezeit erledigt werden? Wenn keine sinnvolle Tätigkeiten da waren, habe ich mein Team gebeten, die Überstunden abzubauen, denn so eine Wartezeit war Prima Gelegenheit, vom Stress- und Übermüdungslevel runter zu kommen.

Am Flughafen habe ich mich dafür entschieden, die mir geschenkte Zeit dazu zu nutzen, mich zwischen andere Menschen zu setzen und ihnen zu zu hören. Und weil es im Leben immer wieder tolle Zufälle gibt (die andere Schicksal nennen), setzten sich neben mich zwei ukrainische Wissenschaftler hin (welche nicht wissen konnten, dass ich Russisch verstehe und höchst interessiert zuhöre). Diese kamen von einem Kongress zurück. Und in dem Kongress wurden unter anderem die neuesten Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen unserem Körper (besonders unserem Gehirn) und unserer Psyche diskutiert. So weiß ich jetzt, dass es tatsächlich stimmt, dass bestimmte Lebensmittel die Gefahr einer Depression senken beziehungsweise dafür sorgen, dass man sich glücklicher fühlt. Keine Ente aus der Brigitte! Merke dir folgende Einkaufsliste:

  • Hafer
  • Walnüsse
  • Spinat
  • Yoghurt
  • Tomaten
  • Möhren
  • Blaubeeren
  • schwarze Bohnen

Wofür war die mir geschenkte Zeit gut? Für neue Erkenntnisse, für Inspiration und für die Bestätigung, mich weiter mit der ganzheitlichen Gesundheit zu beschäftigen.

Wofür schaffen die Schwierigkeiten in deinem Leben eine Gelegenheit?

Ich wünsche dir viele Erkenntnisse!

petranovskaja_signatur

 

Mehr dazu:

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Dein Kommentar:

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2 Kommentare

  1. siehste,das warste nicht im Hier und Jetzt sondern in der Zukunft….Du warst schon an der Ostsee obgleich Du erst in München warst…und dann hat das HierundJetzt Dich wieder zurück nach München geholt. Enttäuschungen können ja nur passieren wenn Du in Gedanken die Erwartung hast daß etwas bestimmtes passieren soll. Wärst Du dir selbst nicht weit voraus gewesen :-) hättest Du überhaupt keinen Gedanken gehabt, der Dir sagt es sei was falsch, Du hätttest zur Kenntnis genommen daß Du später fährst und Dich in der Situation behaglich eingerichtet :-))
    Das ist wieder das Ding mit den Fähigkeiten oder Möglichkeiten.
    Ganz schön ist mir das im parship aufgefallen: Die Jungs suchen sooooo sehr nach der einen Frau die sie heiraten wollen, verabreden sich dann auch nur mit der Kandidatin die sie haben wollen…daß sie nicht mehr links noch rechts schauen und viele gute Gelegenheiten die sich dabei bieten verpassen. mit dem Erfolg daß viele nach Jahren immer noch im parship auf der Jagd sind ;-)
    Ich wollte nur mal jemanden kennenlernen der mit mir weggeht, aber das wollte keiner :-)
    Dabei wären sie vielleicht an diesem Abend mit mir ihrer Traumfrau begegnet?!

    schöne Grüsse
    die Punkelfe

    Antworten
    • jepp zu Hier-und-Jetzt statt Zukunftsgedanken :-)
      und jepp zu Scheuklappen öffnen, obwohl es in der mit Informationen überfüllten Welt schon schwer ist ohne Filter und Fokus. hoffe, das klappt (oder hat geklappt) mit dem Ausgeh-Partner!

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