Der Umgang mit den schwierigen Zeiten fällt uns nicht leicht. Wir fühlen uns überfordert, sehen den Wald for lauter Bäumen nicht und haben das Gefühl, alles bricht über uns zusammen.

Tipp Nummer 1: Du bist mehr, als das, was gerade ist

Prüfe, was von dem, was dir gerade schwierig ist, wirklich ist  – und was nur in deiner Wahrnehmung (oder weil du etwas zum ersten Mal erlebst) schwierig ist. Byron Katie, eine mutige Frau und Bestsellerautorin, hat dazu vier sehr hilfreiche Fragen formuliert. Setze dich in Ruhe hin, denke an das, was für dich gerade schwierig ist und beantworte dann:

  1. Ist das wahr?
  2. Kann ich mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
  3. Was passiert, wenn ich diesen Gedanken glaube?
  4. Wer wäre ich ohne diesen Gedanken?

Wenn du diesen Tipp jetzt spontan hilfreich findest, empfehle ich dir die offizielle detaillierte Anleitung zu nutzen.

Tipp Nummer 2: Sprich mit jemandem, der gut zuhören kann

Es sind nicht immer die Freunde, die einen gut kennen, die in einer (dann auch für sie) neuen Situation gut zuhören können. Viele von uns neigen auch zu schnell dazu, Lösungen zu suchen und Vorschläge zu machen, was du tun sollst. Es ist meistens sehr hilfreich, wenn man seine Sorge und seine Verwirrung mitteilen kann – einfach nur erzählen und sich selbst dabei beobachten.

Nach einem guten Gespräch mit einem guten Zuhörer erscheinen einem die Schwierigkeiten – wie in dem Sprichwort “Geteilte Sorgen sind halbe Sorgen” –  gar nicht mehr so schlimm.

petranovskaja punkt

Tipp Nummer 3: Sehe groß!

Eine Geschichte zum Nachdenken, die du vielleicht schon kennst:

Eines Tages kam ein Professor in die Klasse und schlug einen Überraschungstest vor. Er verteilte sogleich das Aufgabenblatt, das wie üblich mit dem Text nach unten zeigte. Dann forderte er seine Studenten auf die Seite umzudrehen und zu beginnen. Zur Überraschung aller gab es keine Fragen – nur einen schwarzen Punkt in der Mitte der Seite. Nun erklärte der Professor folgendes:

“Ich möchte Sie bitten, das auf zuschreiben, was Sie dort sehen.”
Die Schüler waren verwirrt, aber begannen mit ihrer Arbeit.

Am Ende der Stunde sammelte der Professor alle Antworten ein und begann sie laut vorzulesen. Alle Schüler ohne Ausnahme hatten den schwarzen Punkt beschrieben – seine Position in der Mitte des Blattes, seine Lage im Raum, sein Größenverhältnis zum Papier usw.

Nun lächelte der Professor und sagte:

“Ich wollte Ihnen eine Aufgabe zum Nachdenken geben. Niemand hat etwas über den weißen Teil des Papiers geschrieben. Jeder konzentrierte sich auf den schwarzen Punkt – und das gleiche geschieht in unserem Leben. Wir haben ein weißes Papier erhalten, um es zu nutzen und zu genießen, aber wir konzentrieren uns immer auf die dunklen Flecken.

Unser Leben ist ein Geschenk, das wir mit Liebe und Sorgfalt hüten sollten und es gibt eigentlich immer einen Grund zum Feiern – die Natur erneuert sich jeden Tag, unsere Freunde, unsere Familie, die Arbeit, die uns eine Existenz bietet, die Wunder, die wir jeden Tag sehen …

Doch wir sind oft nur auf die dunklen Flecken konzentriert – die gesundheitlichen Probleme, der Mangel an Geld, die komplizierte Beziehung mit einem Familienmitglied, die Enttäuschung mit einem Freund usw.

Die dunklen Flecken sind sehr klein im Vergleich zu allem, was wir in unserem Leben haben, aber sie sind diejenigen, die unseren Geist beschäftigen und trüben.

Nehmen Sie die schwarzen Punkte wahr, doch richten Sie ihre Aufmerksamkeit mehr auf das gesamte weiße Papier und damit auf die Möglichkeiten und glücklichen Momente in ihrem Leben und teilen sie es mit anderen Menschen!”

Tipp Nummer 4: Wachse

Jede schwierige Situation im Leben ist eine Möglichkeit, etwas zu lernen. Vor allem uber dich selbst. Über deine Fähigkeiten, deine Charaktereigenschaften, deine Grenzen – und dein bisher noch nicht genutztes Potenzial. Wir nutzen als Menschen nur ca. 10-15 % unseres Gehirns, das gleiche wird für unsere emotionalen und physischen Fähigkeiten wahr sein. Jede Schwierigkeit im Leben ist gut dazu, sich selbst zu spüren, sich kennenzulernen. Sich zu entdecken und zu merken, wie du wachsen kannst.

Denn jedes “Nein” kann auch ein “Noch nicht” bedeuten.

Jeder Rückschlag kann bedeuten, dass es einen besseren Weg gibt.

Jeder Verlust kann heißen, es wird noch viel mehr kommen. Vielleicht anders, als erwartet.

Und jede Enttäuschung kann heißen: Bauch rein, Brust raus, zeige der Welt verdammt noch mal, wer du wirklich bist und was du drauf hast!

Weitermachen. Niemals aufgeben. Immer ein Mal mehr aufstehen als hinfallen. Den Glauben an sich nicht verlieren.

Und weil ich in solchen Situationen ein Freund von englischsprachigen Gedichten bin, möchte ich mit dir eins meiner Lieblings-Poeme teilen.

Carry on

It’s easy to fight when everything’s right,
And you’re mad with thrill and the glory;
It’s easy to cheer when victory’s near,
And wallow in fields that are gory.
It’s a different song when everything’s wrong,
When you’re feeling infernally mortal;
When it’s ten against one, and hope there is none,
Buck up, little soldier, and chortle:

Carry on! Carry on!
There isn’t much punch in your blow.
You are glaring and staring and hitting out blind;
You are muddy and bloody, but never you mind.
Carry on! Carry on!
You haven’t the ghost of a show.
It’s looking like death, but while you’ve a breath,
Carry on, my son! Carry on!

And so in the strife of the battle of life
It’s easy to fight when you’re winning;
It’s easy to slave, and starve and be brave,
When the dawn of success is beginning.
But the man who can meet despair and defeat
With a cheer, there’s the man of God’s choosing;
The man who can fight to Heaven’s own height
Is the man who can fight when he’s losing.

Carry on! Carry on!
Thing never were looming so black.
But show that you haven’t a cowardly streak,
And though you’re unlucky you never are weak.
Carry on! Carry on!
Brace up for another attack.
It’s looking like hell, but – you never tell.
Carry on, old man! Carry on!

There are some who drift out in the desert of doubt
And some who in brutishness wallow;
There are others, I know, who in piety go
Because of a Heaven to follow.
But to labor with zest, and to give of your best,
For the sweetness and joy of the giving;
To help folks along with a hand and a song;
Why, there’s the real sunshine of living.

Carry on! Carry on!
Fight the good fight and true;
Believe in your mission, greet life with a cheer;
There’s big work to do, and that’s why you are here.
Carry on! Carry on!
Let the world be the better for you;
And at last when you die, let this be your cry!
Carry on, my soul! Carry on!

Robert W. Service, kanadischer Dichter

Weitermachen, du wirst es auch durch diese schwere Zeit schaffen!

Nadja Petranovskaja Signatur

 

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