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Es wäre mal wieder an der Zeit so richtig kryptisches Zeug zu schreiben. Zum Beispiel einen Text, der nur aus Zitaten besteht. Oder immer das wichtigste Wort des Satzes weglassen. Oder mit verrutschten Buchstaben und vielen Grammatikfehlern. Zu viel zu ernst sein tut niemanden von uns gut.

Was uns dagegen allen gut tut, sind positive Affektzustände oder – ohne Fachgebrabbel – wenn wir gut drauf sind. Weil dann bestimmte Hirnareale miteinander verbunden sind. (Wenn ich das weiter ausführe, wird das kryptisches Zeug…. Falls für dich interessant, sprich mich gern darauf an!)

Doch wie kommen wir in diesen sagenumwobenen Zustand des Gut-drauf-Seins, wenn wir uns keine Zeit dafür nehmen? Weil wir immer mit etwas beschäftigt sind… Und sollten wir tatsächlich Zeit bekommen zum Nichts tun (Bahn fahren, Wartezimmer, krank sein), schauen wir sofort in unsere Smartphone nach, ob es da nicht ein Problem zu lösen gibt oder etwas, worüber wir uns aufregen dürfen.. Die letzte Tatort-Folge zum Beispiel oder das Geschehen in der Politik. Und wenn es nicht die Politik ist, dann liefert uns hoffentlich die Wirtschaft, der Fussball oder Germany’s Next Topmodel irgendwas.

Damit wir bloß nicht unbeschäftigt sind.

Ich kenne das. Bin selbst genau so. Meistens.

Da war doch irgendwas mit zufrieden und gelassen sein wollen. Etwas mit erreichen, schaffen, gestalten, genießen… Oder? Wie ein Affe, versuchen wir ab und zu nach dieser Banane zu greifen, die leider Gottes etwas zu weit weg hängt, und wir schaffen es viel zu oft nicht. Entweder weil es da andere Bananen gibt, die zwar nicht so gut schmecken, aber näher dran hängen oder weil man uns mit etwas beschäftigt.

Denn wenn wir unser Leben nicht selbst in die Hand nehmen und gestalten, dann nimmt jemand anders unser Leben in die Hand.

Willkommen im Hamsterrad!

Ich möchte einfach nur hier sitzen

Wir sollten aufhören, zu rennen und anfangen, zu sitzen und nichts zu tun. Es ist erstaunlich, welch weise Gedanken meinen Kopf aufgesucht haben, wenn ich mir einfach nur verboten habe, fünf Minuten etwas zu tun. Ich habe tatsächlich einen Wecker gestellt – und diese fünf Minuten fühlten sich unendlich lang an!

Wer es dann ausgiebig mit fünf Minuten praktiziert hat, erobert einfach die anderen Levels. 10, 15, 20 Minuten… Spielregeln klingen einfach, sind aber verdammt schwer durchzuhalten. Nichts tun. Nicht denken. Nicht die To Do Liste durchgehen. Nicht aufschreiben, was man gerade denkt. Ruhig sein. Atmen. Lauschen. Genießen. Lächeln wie Buddha. Sein.

Muster durchbrechen.

Neues wagen.

Einfach nur im Hier-und-Jetzt sitzen.

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Viel Spaß dabei!

Nadja Petranovskaja Signatur

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