Wie sorgst du dafür, dass du mit deiner Arbeitslast fertig wirst? In der Blogparade zum Thema “Produktivität” wurde im letzten Monat reichlich Tipps und Tricks gesammelt. Obwohl ich nicht mehr millionenschwere Projekte leite und keine 60-Stunden-Wochen habe, ist Produktivität für mich als Selbständige dennoch ein wichtiges Thema.

Meine Top 5 für mehr Produktivität

Meine Produktivität richtet sich vor allem auf das Bewältigen von mehreren parallel ablaufenden Projekten: Als Trainerin, Coach, Autor und Unternehmerin treffe ich verschiedene Menschen an verschiedensten Orten zu sehr unterschiedlichen Anlässen und Themen. Daher ist meine Nummer eins –

1. Priorisieren nach Eisenhower

Was ist wichtig und dringend? Was von den Aufgaben auf meiner Liste muss heute erledigt werden? Die unangenehmsten Aufgaben gehören immer nach oben in der Tagesordnung. “Eat the frog” lautet hier das Prinzip. Habe ich die unangenehme Aufgabe hinter mich gebracht, ist der Rest des Tages gute Laune angesagt. Hast du es auch schon so versucht?

2. Perfektionismus ablegen nach Pareto

Das Pareto Prinzip besagt, wir brauchen 20 Prozent unserer Zeit, um 80 Prozent des Ergebnisses fertig zu stellen, und dann noch 80 Prozent der Zeit, um die restlichen 20 Prozent fertig zu machen. So habe ich einmal einen sehr wichtigen Abgabetermin verpasst und dann beschlossen: Es ist fertig, wenn der Bauch damit zufrieden ist. Es fällt mir manchmal immer noch schwer, aber ohne diese Regel wäre meine Produktivität nur halb so hoch. So kommen übrigens meistens auch all die Tippfehler in meine Blogartikel ;-) – sorry dafür!

3. Für Ausgleich sorgen

Yoga, Tanzen, Zeichnen, mit Freunden telefonieren, Quatsch machen. So habe ich immer Energie, unabhängig vom Wochentag und Uhrzeit.

4. Größere Aufgaben in kleine Pakete aufteilen und terminieren

Wenn etwas wirklich fertig werden soll, dann muss ich meine Energie gut einteilen – ebenso die Zeit. Für gewöhnlich blocke ich mir halbe Tage für solche Aufgaben, mindestens drei nacheinander, dann habe ich – trotz der immer vorkommenden Störungen – gute Chancen, produktiv zu sein.

5. Routinen

Produktivität hat viel mit Fokus und Disziplin zu tun. Will ich mehr Produktivität, brauche ich bewährte Routinen und Gewohnheiten. Verbindung zwischen einem Ort und einer Tätigkeit zum Beispiel (Lesen immer auf dem Sofa, Schreiben am Schreibtisch, konzeptionell arbeiten am Flipchart oder auf dem Fussboden). Außerdem hilft es mir sehr, Aufgaben zu bündeln. Schreiben am Stück, Administration an einem Tag in der Woche, und eine meiner absoluten Lieblingsroutinen: Keine E-Mails am Morgen lesen.

Wenn deine Produktivität sich auch rund um das Thema Schreiben dreht und du öfters mit dem inneren Widerstand zu tun hast, kann ich dir das Buch von Steven Pressfield “The War Of Art” sehr ans Herz legen. Es ist – trotz Englisch – sehr leicht zu lesen und aus meiner Sicht sehr hilfreich.

Das waren meine Top 5. Wenn du weitere Tipps als Anregungen für dich anschauen möchtest, schaue dir die Checkliste von Martin Grünstäudl an – und wenn du eigene Tipps und Ideen hast, freuen sich alle, wenn du diese mit uns teilst – zum Beispiel als Kommentar hier im Blog ;-)

Ich wünsche dir eine produktive Zeit!

petranovskaja_signatur

22. September 2016: Zwei Jahre später ist das Thema so aktuell wie noch nie: in einer Welt voller Piepen und Flimmern schaffen wir trotz toller Technik nicht unbedingt mehr als früher… Zeit, sich an ein paar bewährte Rezepte aus der Produktivitäts-Kiste zu erinnern:

 

 

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