Wir reden dieser Tage viel über die Arbeit. Arbeit 4.0 heisst sie dann manchmal. Oder New Work. In einem früheren Artikel habe ich bereits ausgeführt, was mich aufregt. Heute möchte ich zwei Gedanken dazu vertiefen: das Auflösen des sequentiellen Lebensweges und das neue Miteinander.

Lesen, lernen, neugierig sein

Früher, da war der Lebensweg so ziemlich klar. Man ging zur Schule, erlernte dann einen Beruf – mit oder ohne Uni – und arbeitete dann, bis die Rente kam. In der heutigen Zeit ist sowohl die Rente als eben diese Berufsbildung unsicher, ungewiss, unklar.

Früher, da gingen die Dinge sequentiell. Nacheinander konnte man die Scheibchen jeder Lebensphase durchleben.

Damit ist Schluss.

Wir leben die verschiedenen Phasen parallel. Nachdem wir lange genug über das Unwort “Work-Life-Balance” diskutiert haben und festgestellt haben, dass Leben und Arbeit keine Feinde sind, suchen nun immer mehr Menschen Erfüllung in der Arbeit. Darum bauen zum Beispiel viele Firmen die Büros so um, dass man sich zwischendurch ausruht oder in einer kreativen Atmosphäre trifft. Das industrielle, funktionale, tritt zurück. Das ganzheitliche, humane kommt zum Vorschein.

Dafür!

Doch damit nicht genug. Wo früher die Arbeit streng nach der Lernphase kam, gibt es in meinem Bekannten heute kaum noch einen Studenten ohne duales Studium. Die neue junge Generation hat sichtbar wenig Lust, lange Jahre auf der ungemütlichen Unibank zu sitzen. Diplome werden abends bei den Online-Universitäten gemacht. Jobs werden gewechselt, damit man dazwischen Zeit hat, Peru zu bewandern und irgendwo in Afrika an einem gemeinnützigen Projekt mitzuarbeiten.

Alles parallel. Paradigmenwechsel.

petranovskaja drei felder des lebens

Einander ertragen

Wir brauchen neue Überlebens-Fähigkeiten. Früher waren es Hunger, Kälte und ein Säbelzahntiger, von denen wir uns schützen mussten. Heute ist es für die meisten von uns die Informationsflut. Wie viele von uns sind mittlerweile besser in iPhone aktualisieren als in eine gepflegte Konversation führen? Wir sind so sehr mit dem schnellen, flüchtigen, blinkenden beschäftigt, dass ein echtes philosophisches Gespräch Kopfschmerzen erzeugt. Wir haben Aufmerksamkeitsspanne von einem Goldfisch (ca. 7 Sekunden).

Wir verbringen zu wenig Zeit miteinander. Und wenn wir miteinander sitzen, dann zeigen wir einander, wie gut wir unsere Smartphones im Griff haben. Oder weißt du, welche Augenfarbe deine Kollegen haben und wie sie aussehen, wenn das Wochenende richtig entspannt war?

Es mag ja sein, dass technische Skills notwendig sein werden, um in der Zukunft der Arbeit zu bestehen. Ich halte jedoch das Aktive Zuhören nach 20 Jahren in der Wirtschaft für eine der wichtigsten und selten anzutreffenden Kernkompetenzen jeder Person, die irgendwas erreichen will.

Ach übrigens, um andere zu ertragen, sollte man sich selbst zuerst ertragen können. Damit fängt das an.

Willst du schnell lernen, dich selbst zu ertragen? Hier mein Video für dich dazu:

Möge dein Tag gut zu dir sein!

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