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In fast jeder Veranstaltung oder Begegnung gibt es ES: das Feedback. Wörtlich übersetzt hieße es „Zurück füttern“. In der russischen Sprache heißt es „umgekehrte Verbindung“. Auf jeden Fall geht es um „zurück“ und in Richtung desjenigen, der vorher etwas für uns getan hat.

Kennst du auch das Sandwitch-Prinzip für Feedback? Jahrzehntelang habe ich den Teilnehmern erklärt, wenn man eine Kritik hat, verpackt man diese nett in etwas Positives am Anfang und etwas Positives am Ende. Also Lob – Kritik – Lob.

Manche haben sich zwar dran gehalten, hängen geblieben ist dann immer die Kritik oder etwas, was zu bemängeln war. Und jeder kam mit dem Bewusstsein raus, irgendwas kann er nicht (das ist jetzt sehr vereinfacht dargestellt).

Feedback im Sinne einer Rückmeldung ist Nahrung für Wachstum und Entwicklung. Wohin entwicklen wir uns, wenn wir dauernd mit unseren Fehlern und das-kann-ich-nicht konfrontiert werden? Das hat einen starken Einfluss auf unser Selbstbewusstsein, auf unsere Wahrnehmung überhaupt!

Feed Forward!

Seit einiger Zeit praktiziere ich darum in Trainings und Workshops das FeedForward – aus der Überzeugung, dass wenn wir selbst beim Erleben darauf achten, was gut ist, was uns gefällt, was effektiv und zum sich-eine-Scheibe-davon-abschneiden ist, dann lernen wir selbst viel besser. Eine Win-Win Situation.

Lustigerweise habe ich es sogar praktiziert, bevor ich wusste, dass es so heißt – vielleicht geht es dir auch so? (Eine gute Zusammenfassung in Englisch findest du HIER).

Darum möchte ich heute eine kurze Zusammenfassung der verschiedenen Facetten liefern und ein paar hilfreiche Formulierungen :-)

Mit Wertschätzung füttern

Eine der Erkenntnisse der Positiven Psychologie lautet, wer bei anderen nur Gutes sucht und beobachtet, fühlt sich selbst besser. Darum werden viele Schritte gemacht, damit wir lernen, einander wertschätzend zu begegnen. Eine Möglichkeit, Rückmeldung zu geben, besteht in der puren Wertschätzung der Leistung der anderen Person – ohne sich zu vergleichen, ohne zu beurteilen. Hier sind ein paar Beispiele, wie ein Satz beginnen kann:

  • Ich mag / bewundere es, wie du … (etwas tust). Mach weiter so!
  • Du bist wirksam, wenn du …
  • Die Art und Weise, wie du … (etwas tust), scheint gut zu funktionieren. Behalte das.
  • Ich schätze deine Fähigkeit, …
  • Ich erlebe deine Stärken als …
  • Du bist sehr gut in …
  • Du hast ein besonderes Talent für …
  • Mach weiterhin … (etwas). Du bist wirksam, wenn du das tust.

Bei der Entwicklung unterstützen

Natürlich erkennen wir trotz der Suche nach positiven Momenten auch Entwicklungspotenzial bei einander. FeedForward ist Zukunftsgerichtet, und so geht es hier vor allem darum, dem Gegenüber einen Weg aufzuzeigen, wie er / sie lernen kann. Es geht darum, einander Mut zuzusprechen und Vorschläge zu machen, die auch umsetzbar sind.

Mögliche Sätze sind in diesem Fokus dann:

  • Während du dich weiter entwickelst, könntest du erfolgreicher sein, wenn du … (etwas tust)
  • Ziehe auch … in Erwägung
  • Ein Vorschlag für die Zukunft ist …
  • Beginne zu … Ich denke, dass wäre hilfreich.
  • Für die Zukunft würde ich es begrüßen, wenn du … (etwas tun) würdest. Es würde mir (oder dem Team) helfen …
  • Ich habe bei mehreren Menschen gesehen, wie sie ihre Wirksamkeit durch … erhöhen konnten. Vielleicht ist das eine Idee für dich?
  • Von jetzt an, …
  • Nach vorn schauend, …

Wie ist es? Erkennst du einen Unterschied zwischen der Art von Feedback, die so oft ausgeteilt wird und diesem Ansatz hier? Welches Feedback möchtest du lieber bekommen – und wie oft?

Wie würdest du mir FeedForward für diesen Artikel formulieren?

;-)

Wie immer, lade ich dich ein, mir diene Ideen und Vorschläge per mail oder hier unter den Artikel als Kommentar zu schreiben. Ich freue mich, wenn ich dich inspiriert habe und wünsche dir einen guten Tag!

Nadja Petranovskaja Signatur

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