Kaum kündige ich eine Woche Digital Detox an, drucken mehrere Zeitungen Doppelseiten von von Artikeln darüber. Na gut, dann bin ich eben total auf Höhe der Zeit!

Meine begeisterten Erlebnisse dazu habe ich bereits in 2014 kundgetan… Seitdem habe ich immer wieder Offline-Wochenenden und auch mal nur Offline-Abende erlebt, die sehr bereichernd waren.

Hier kommen 10 Möglichkeiten, dich ohne leuchtende Bildschirme und ohne Technologie zu beschäftigen und dennoch mit Flow und besondere Momente zu erleben.

  1. Sei voll und ganz da für die Menschen um dich herum – deine Kinder, deine Familie, deine Freunde und Kollegen. Betrachte diese Menschen aufmerksam, höre dem Klang ihrer Stimme zu, freue dich, für sie da sein zu können.
  2. Schreibe Briefe. Entweder reale Briefe an reale Menschen oder Briefe an dich selbst, die du zum Beispiel am Ende des Jahres aufmachst.
  3. Besuche einen Zoo oder einen Zoohändler. Rieche, lausche, beobachte. Finde raus, mit welchem Tier du die meisten Gemeinsamkeiten hast.
  4. Setze dich in ein Cafe an einer belebten Straße und folge mit den Augen den Bewegungen der Menschen und Autos. Nimm wahr, was deine Aufmerksamkeit wach kitzelt und was langweilig für dich ist. Schreibe es auf.
  5. Koche Marmelade aus beliebigen Früchten, sei dabei so kreativ wie möglich und benutze seltsame Mischungen aus Gewürzen.
  6. Gehe in ein dir unbekanntes Stadtviertel und schaue wie die Fenster in den oberen Stockwerken aussehen.
  7. Setze dich in einem Bus in die hinterste Reihe. Betrachte alle, die ein- und aussteigen und erfinde Geschichten über diese Menschen.
  8. Lese alte Tagebücher. Wenn du noch keine hast, fange damit an. Klebe dort gern kleine Bilder, Zettel, Kassenbons und Belege rein, dann wird es für dich später einfacher sein, dich zu erinnern, wie dein Tag war.
  9. Frage, wer ein altes Kochbuch besitzt und koche etwas daraus. Lade Menschen ein und erzähle ihnen beim Kochen über dieses Experiment.
  10. Gehe durch deine Wohnung und fühle die verschiedenen Oberflächen – weich und hart, warm und kühl. Sortiere anschließend deine Kleidung anders um: nach Farben oder nach Geruch, nach Anlass oder nach Wochentag. Ziehe dich zig Mal um und stolziere verkleidet durch die Wohnung – markiere anschließend, in welcher Kleidung du dich am wohlsten oder am meisten selbstbewusst fühlst und entferne alle Kleidungsstücke, die dich klein und unsicher machen.

Bonus:

  • Verbringe einen Nachmittag in der Reise-Abteilung eines Bücherladens und finde raus, warum du unbedingt ein Land XYZ besuchen möchtest.

Was empfiehlst du?

Das Leben ist voller Möglichkeiten, und sehr viele davon bleiben unentdeckt, wenn wir mit der Nase im Smartphone stecken. Bereit, das Real Life in allen Zügen zu genießen? Dann los!

petranovskaja_signatur

 

 

PS: Herr Wilkens von “Welt” schlägt einen regelmäßigen analogen Freitag vor. Wie das gehen soll, steht hier.

PPS: Dieser Beitrag nimmt an der Blogparade von Neele teil. Schön, dass es mehr Menschen gibt, die sich am Offline Leben erfreuen!