Cosmic girl

Meine Füße sind kalt, mein Kopf glüht. in meinem Rücken glüht eine elektrische Wärmflasche, nur bis mein Schüttelfrost vorbei ist. auf der Stirn liegt ein kalter Lappen, manchmal hilft es. ich bin das heisseste Mädchen weit und breit, seit einer Woche habe ich Fieber, und da mich die Arztpraxis heute nicht anrief, haben sie nichts ungewöhnliches oder alarmierendes in meinem Blut gefunden.

Inzwischen hab ich mich an das Fieber gewöhnt. wenn das blöde Schüttelfrost zwischendurch nicht wäre, wäre es noch erträglicher. soeben habe ich beschlossen, wenn ich darüber blogge, geht diese bekloppte Krankheit von mir weg. ein Blog-Woodo-Zauber sozusagen.

Los gehts!

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Vögeltherapie

Wie einen Wackelpudding auf zwei Essstäbchen balanciere ich meinen Körper durch die Räume. die Schläfen pochen, die Nase brennt, die Brust ebenfalls, jetzt nur keinen Hustenanfall bekommen, sonst kann ich mein Frühstück für die nächsten zwei Stunden vergessen.

Es ist ungerecht, so krank zu sein. wo ich doch megaartig all die häßlichen Rollkragenpullover mit hohem Wollanteil getragen habe, dicke Strumpfhosen und sonstiges abtörnendes Zeug. wo ich doch Rekorde in Mandarinenessen und Wasser trinken aufstellen kann. alles richtig gemacht. das hat man nun davon.

Geschafft. ich sitze. vor mir eine Banane, eien Kiwi, ein Joghurt, ein Hustentee und eine Pille. alles, was ich mir in den Mund stecke, schmeckt gleich blöd. wäre jetzt Superzeit, mir die dunklen Schokoladentrüffel abzugewöhnen, ich hab bloß keine da.

Jetzt, wo der wichtigste Meilenstein des Vormittages geschafft ist, kurz nach draußen schauen. vor dem Fenster hängt ein kleines Vogelhäuschen, an ihm dran zwei Meisenknödel, und in ihm drin Sonnenblumenkerne. das Häuschen ist von drei Seiten mit Querstreben verschlossen, das bedeutet, nur intelligente Vögel kommen an die Kerne ran. und all das zu beobachten, würde mich jetzt echt gut ablenken, die Ficher haben bloß gerade keine Essenszeit. na dann, balanciere ich mein Wackelpudding eben Richtung Bett zurück.

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