die vögel brüllen von den zweigen und die schneeglöckchen starren mich aus dem unterholz an

Es wird!

es wird Frühling. der Rest ist eigentlich schon in der Titelzeile gesagt. nur noch so viel: Jetzt sollte die zeit der Pläne und der guten Vorsätze sein. nicht im dunklen und mit Festen überfüllten Dezemberabschluss, sonderen jetzt, wo der Aufschwung in unseren Venen pulsiert und die Hoffnung stärker ist als Rambo und Arni zusammen. ich habe GANZ PLÖTZLICH wieder Lust, und ich habe plötzlich – naja, nicht Tausende – paar Fotoideen. und egal wie gut oder schlecht diese sind, es ist wie das erste Schluck Wasser nach einer langen Durststrecke.

Gestern habe ich mir einen Hut bestellt.

Veröffentlicht am von in tatsächliche Tatsachen. 1 Kommentar.
Schlagwörter: , , , ,

Bilderflut

ich muss zugeben, es ist sehr verführerisch. ein Digitalbild zu schießen und es dann auf Polaroid zu stylen. so tut es dem Portmonaie nicht weh, dieses nette Format zu sehen, auf der anderen Seite, man hat nichts in der Hand, und die Farben sind sicher nicht ganz so wie sie wären wenns es echt Pola wäre, doch so mag ich das erstmal für heute. sind ja auch alles Bilder von heute. der nette Herr auf dem unteren Bild lag mitten auf dem Kinderspielplatz, sein Kumpel daneben auf einer Bank, und darauf angesprochen, meinten Beide, sie warten auf ihre kinder. na dann, Prost!

Veröffentlicht am von in tatsächliche Tatsachen. 10 Kommentare.
Schlagwörter:

über das Gemüt

Kleine Horde gedankenverlorener Wolken hüpfte mir auf die Windschutzscheibe. Nimm uns mit, sagten sie, uns will keiner haben, und wir sehen keinen Sinn mehr, hier zu bleiben. ein Sonnenstrahl landete auf meinem Lockenkopf und wärmte das linke Ohr. hunderte von Augen schienen just in diesem Moment das gleiche zu sehen und hunderte Seelen genau das gleich zu erleben wie ich: es wir tatsächlich Frühling.

in uns drin.

Veröffentlicht am von in tatsächliche Tatsachen. Keine Kommentare.
Schlagwörter:

Frostködel im Einkaufszentrum (Horrorgeschichte)

Ich gehe nicht gern einkaufen. ich hasse Shopping. Einkaufszentren sind nur im Winter schön, morgens um acht, wenn noch kein Mensch drin ist, und ich auf dem Fussweg ins Büro kurz durch husche, weil ich dann nicht ums Gebäude rum muss. aber am Samstag, am Samstag sind das Plätze, die man meiden sollte. ich habe es vergessen.

ich wollte nur schnell meine Fotos abholen (Resultat sieht man oben). dafür muss ich drei Stockwerke überqueren – vom Parkhaus ins Untergeschoss. Fahrstuhl kommt nicht in Frage, davor stehen mindestens fünf Kinderwagen mit drin schreienden Kindern. Rolltreppen sind gute Alternative, wenn lustige Heranwachsende nicht die Notbremse gedrückt hätten. vor mir sind paar Rentner unterwegs, die ebenfalls dem Fahrstuhl entfliehen wollten. es dauert.

es ist laut. es ist warm. der Boden ist vollgekleckert mit dem Eis, was an diesem Tag scheinbar jedem zweiten Kind aus der Waffel rausfiel. mal eben schnell durch die Menschenmassen und zur nächsten Rolltreppe ist nicht. es nervt mich. links im Augenwinkel tauchen 20 Prozent auf. 20 Prozent auf alles was bereits herabgesetzt ist, heute letzter Tag. na gut, ich gebe diesem Geschäft eine Chance, bevor ich die nächsten zwei Rolltreppen besiege.

es gibt tatsächlich 20 Prozent auf bereits preisreduzierte häßliche Sachen. komischerweise reisst sich niemand drum. alle wühlen in der neuen Kollektion. da soll mal einer Marketing verstehen. ich wühle auch, mehr mechanisch, doch ich finde dieses eine Shirt schön. es ist orange und es hat kurze Ärmel, und genau danach ist mir, das merke ich ganz dringend. ich will Frühling, ich will Wärme, ich will Sonne auf meinen Unterarmen. ich nehme das Shirt zur Kasse.

den Bon in der Hand haltend, möchte ich das Shirt am liebsten sofort zurückgeben, denn auf dem Bon steht “1 x mainstream shirt”. *muahhhhhhhhhh* heul schüttel renn…………..

Veröffentlicht am von in tatsächliche Tatsachen. 13 Kommentare.
Schlagwörter: , ,

Sonnenmaschine

In der sechsundzwanzigsten Minuten stand es 1:0 für die Nähmaschine. Sie qualmte und weigerte sich, den Zaubererumhang für meinen Sohn fertig zu machen. Vielleicht findet sie ja Fasching genau so doof wie ich? bei diesem Gedanken wurde mir die Maschine wieder sympatischer.

Nun scheint Sonne auf meine plötzlich schnupfenfreie Nase. und die Sonne ist für alle da. einer der Gründe, breit zu lächeln und das mit der Nähmaschine zu vergessen.

Veröffentlicht am von in tatsächliche Tatsachen. 4 Kommentare.
Schlagwörter:

Veronika, der Lenz ist da!

An der Bushaltestelle hält der Mann links von mir eine Tüte mit weißen Mäusen in der Hand. rechts neben mir steht auch ein Mann, den habe ich öfters gesehen, gleiche Arbeitszeiten, und dieser Mann war mir auch immer sympatisch. bis eben. wie er aus der Bierdose trinkt. das gibt satte Minuspunkte, ich werd dieses Bild lange nicht aus meinem Kopf heraus bekommen.

Die Meteorologen mal wieder. sie haben sich geweigert, den Schnee vorherzusehen. und redeten dauernd von Regen. es kommt aber dick und weiß. der Buss quält sich in halber Geschwindigkeit aufs Land. gleich nachdem ich mit dem Schneeschieben fertig bin, gibt es Pfannkuchen, und es gibt mal wieder nichts Gutes in den Nachrichten.

und obwohl die fabelhafte Welt der hiesigen Blogbesitzerin desöfteren voller Jammer war in den letzten Tagen, muss sich heute was verändert haben. statt mich aufs Sofa fallen zu lassen, habe ich soeben (freiwillig) zwei Fenster geputzt. der Winter ist somit weg, verbannt, vergessen. und ich weiß jetzt auch, woher die Inspiration kam.

es war der Mann, der am Freitag morgen die meterhohen Schneeflocken aus den beiden Tannenbäumen am Einkaufszentrum räumte. er stapelte sie in zwei Kisten, die mit “Schneeflocken” beschriftet waren.

Veröffentlicht am von in tatsächliche Tatsachen. 4 Kommentare.
Schlagwörter: , , ,