Wer nicht weiß, welchen Film er im Kino gucken soll, schaut sich einfach den neuen Star Trek. Sahnebilder, ganz wie der letzte, wurde auch hier sehr liebevoll gearbeitet. Die Handlung, naja, für mich als Mädchen schon ganz OK ;-) und: wenn’s geht, auf Englisch gucken, wegen der lustigen Sprüche…
Gibraltar gehört zu England, man kann dort aber auch mit Euro bezahlen. Es hat ausschließlich einen internationalen Flughafen. Es ist trotz intensives Googelns nicht möglich zu verstehen, warum dieses Stückchen Erde so eine seltsame Geschichte hat, aber eins ist klar: Es ist ein einsames und nicht wirklich ansehnliches ans Ende der Welt abgeschobene Stück Monarchie, und wären da nicht die immer hungrigen und sehr menschlichen Affen, würde sich vielleicht auch kein einziger Tourist hierher verirren.
Kennt ihr das? man sitzt bei einem Arzt im Wartezimmer und es dauert und dauert. und irgendwan gibt man nach und fängt tatsächlich im Lesezirkelhaufen zu wühlen, um sich etwas zum Lesen rauszukramen. man findet nichts was einen wirklich interessiert, nimmt sich trotzdem irgendwas und dann nach ca. 5 Minuten doch etwas anderes, und wenn man dann etliche der bunten Blätter durch hat und endlich dran ist und dann irgendwann endlich die Praxis verläßt, hat man nur noch ein dumpfes Gefühl, eine ungewisse Zeit etwas ungewisses getan zu haben ohne zu wissen, warum oder wozu und ohne etwas davon gehabt zu haben außer dass die Zeit des Wartens überbrückt wurde.
Nun, genau dieses Wartezimmergefühl hatte ich gestern, als ich aus dem Film “Männerherzen” kam.
Hand aufs Herz: wie sieht es aus mit dem Erfüllen der guten Vorsätze? Mehr Sport und weniger Gummibärchen? als jemand, der fast den ganzen Tag in der Sonne war, kann ich bestätigen: den Sommer kann man schon riechen, er kommt ganzganz bald.
Wer der Sonne da draußen nicht trauen möchte (oder heute keine abbekommen hat), für die gibts es handfestere Beweise: auf meinem Arbeitsisch steht eine kleine Uhr, die ich im letzten Jahr nicht auf Winterzeit umgestellt habe. war mir zu kompliziert (weil das so ein Designdingens ist, das man auseinandernehmen muss, um an das Rädchen zu kommen). und jetzt hab ich vor kurzen erfahren, in drei Wochen ist tatsächlich wieder Sommerzeit.
An der Bushaltestelle hält der Mann links von mir eine Tüte mit weißen Mäusen in der Hand. rechts neben mir steht auch ein Mann, den habe ich öfters gesehen, gleiche Arbeitszeiten, und dieser Mann war mir auch immer sympatisch. bis eben. wie er aus der Bierdose trinkt. das gibt satte Minuspunkte, ich werd dieses Bild lange nicht aus meinem Kopf heraus bekommen.
Die Meteorologen mal wieder. sie haben sich geweigert, den Schnee vorherzusehen. und redeten dauernd von Regen. es kommt aber dick und weiß. der Buss quält sich in halber Geschwindigkeit aufs Land. gleich nachdem ich mit dem Schneeschieben fertig bin, gibt es Pfannkuchen, und es gibt mal wieder nichts Gutes in den Nachrichten.
und obwohl die fabelhafte Welt der hiesigen Blogbesitzerin desöfteren voller Jammer war in den letzten Tagen, muss sich heute was verändert haben. statt mich aufs Sofa fallen zu lassen, habe ich soeben (freiwillig) zwei Fenster geputzt. der Winter ist somit weg, verbannt, vergessen. und ich weiß jetzt auch, woher die Inspiration kam.
es war der Mann, der am Freitag morgen die meterhohen Schneeflocken aus den beiden Tannenbäumen am Einkaufszentrum räumte. er stapelte sie in zwei Kisten, die mit “Schneeflocken” beschriftet waren.
Wir fuhren fast vier Stunden, seit wir das letze Mal Kaffee getrunken haben. die Landschaft veränderte sich alle 20 Minuten, mal waren es Hügel voller Kakteen [für Dirk: Kacktusse], mal flaches Tal mit riesigen Steinen, dann hinter der Kurve wieder Hügel, nur ohne Kakteen, dafür voller Gestrypp, und zwar richtig. die Pinkel- und Photopause haben wir unter dem größten Kaktus gemacht, denn ich davor je gesehen habe. aber wen interessiert das. vier Stunden nach dem letzten Kaffee war dann der nächste dran, und pünktlich zu dem Höhepunkt des Kaffeedurstes [schreibt man das so?] waren wir plötzlich an diesem Ort. ein Café, ein Motel mit vier Zimmern, paar Hunde und ein Mann, der auf dem Anhänger Benzinkanister hatte. bis zur nächsten Stadt waren es also mindestens nochmal vier Stunden.
für uns wurden es dann neun, denn kurz nach dem zweiten Kaffee des Tages hat uns eine Kuh gerammt.
ich habe eben paar tolle Mails bekommen, und weiß jetzt ganz plötzlich wie man von jeder Frau vergöttert wird…
es ist nicht nur so, dass ich ein ungeheueres Stehvermögen habe und erst nach 10 Minuten komme, ich habe auch noch ganz viele Euronen gewonnen.
bäh.
ist es wirklich das, was die Herren dieses Planeten unwiderstehlich macht? wenn ja, wäre das Leben doch echt einfach. eine Runde blaue Pillen für alle, und Scheidungsquote halbiert sich jedes Jahr. das Volk jubelt, Geburtenzahlen purzeln, Wirtschaftswachstum ist nicht zu bremsen, alle sind gut gelaunt, motiviert, tolerant und gut druff.
das wär was, oder? und sagt jetzt nicht, ich soll die Lockenwickler rausnehmen und mein Hauskittel ablegen, ich bin nämlich auch so unwiderstehlich genug.
Ich hatte mal einen Bekannten, er ließ für eine Ausstellung ein Portrait vergrößern und fand dann auf dem Ärmel des Mannes eine Fliege, die ihm vorher nicht auffiel.
Heute morgen habe ich zwei Wespen aus der Küche verjagt, die mitfrühstücken wollten. deren gestreifte Popos haben mich irgendwie nicht in Ruhe gelassen, so dass ich eben eine Runde Bienchen knipsen ging, mit Makro, versteht sich. meistens werden solche Ausflüge nix, aber der Weg ist ja das Ziel, der Prozess sich-an-das-Tier-herankriechens macht ungemein Spass.
Eben scannte ich noch einen historischen Film ein, das ultimative Treffen der Fotogigantinnen (anwesende Abwesende: Tanja und Kathy, anwesende Anwesende: Doro und Nika). Frage: wie viele Lebensformen befinden sich auf dem oberen Bild?
Ich stehe am Fluss, der sich Seeve nennt, und pflücke Brombeeren. die Kühe auf der anderen Flusseite schauen mich gelangweilt an. es ist Nachmittag. Später zupfe ich im Garten paar Blütenblätter für den Salat und denke: ich das wirklich die gleiche *ICH*, die vor paar Tagen noch am Hudson River stand und den Geräuschen den großen Stadt NYC lauschte?
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“Super!”, – sagte die Frau neben mir, aber ihr Gesicht und der Ton, in dem sie das sagte, verriet mir, dass das eben die langweiligste Bestellung seit Monaten gewesen sein muss. diese ständige Vermischung aus so Vielem, sie machte mich tagtäglich etwas durcheinander. sich selbst in dieser Stadt nicht zu verlieren, das erschien mir plötzlich so wichtig. und dennoch die Stadt nicht als Feind wahrzunehmen, ein guter Gast zu sein, ein aufmerksamer Zuhörer und ein dankbarer.
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Am vorletzten Tag unserer Reise fanden wir ein Frühstücksdeli ohne Einweg-Geschirr. seit zehn Tagen Plastik, Pappe und Styropor und nun so was. das plötzliche Klirren der Messer auf dem Porzellanteller kam mir wie ein Geräusch aus der anderen Welt vor.
Jetzt bin ich zurück, das weiß ich. *Dressing rühren geh*