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as time goes by

Samstag, 12. Dezember 2009

Im Zimmer nebenan singen meine Kinder bereits das dritte Weihnachtslied. und mir wird klar, ich brauche mich gar nicht mehr umzudrehen, auf die kühle Kissenseite, nein, ich muss aufstehen und los, um in dieser angeblich besinnlicher Zeit noch rechtzeitig -es folgt eine lange Liste von Dingen, die man erledigt haben muss so kurz vor Weihnachten- fertig zu kriegen.

Irgendwann im Leben werd ich das bestimmmt nicht mehr machen. doch bis dahin - Weihnachtston, Weihnachtsbaum, Weihnachtsduft in jedem Raum….

Zeitkrümmel

Sonntag, 24. Mai 2009

neulich stand ich an der Kreuzung und wartete auf die nächste Möglichkeit nach links abzubiegen und dachte, wie es wohl Tanja und Nika und Berni geht, ich sollte mal wieder in deren Blog lesen gehen. und noch bevor ich abgebogen habe (oder bin?), dachte ich mir, wie bekloppt ich bin, dass ich die Menschen, die ich gern habe, nicht einfach anrufe und mich nach deren Befinden erkundige, stattdessen lese ich deren Blog und schreibe ihnen Mails… und nahm mir vor, dieses sofort, heute noch, zu ändern und die Menschen, an die ich dachte, anzurufen, zumindest die, deren Telefonnummern mir bekannt sind.

der Tag ging schnell rum, am Tag danach war Geburtstag, dann ein Samstag, der so voll war mit Ereignissen, dass ich mich kaum noch erinnern kann, was genau wir um welche Uhrzeit taten, und dann der heutige Sonntag, wo wir einen Ausflug mit der Jugendfeuerwehr hatten, inklusive Grillen am Nachmittag und dann noch Aufräumen, Kontrollrundgang im Garten, Schnacken mit Nachbarn und stundenlang querlige Kinder ins Bettchen bringen. und nun ist Sonntag, 22:22, ich habe niemanden angerufen und finde das doof, dass meine Neugierde nach dem Befinden mancher meiner Freunde um diese Uhrzeit in der Tat nur durch das Surfen im Internet befriedigt werden kann. total doof. ich surve dennoch, schreibe Kommentare, hinterlasse Spuren, ich war da, ich interessiere mich dafür, was abgeht und merke dabei, es geht bestimmt auch da drüber viel mehr ab, was schaffen wir schon zu fotografieren und in Worten zu umschreiben, die Zeit hat so viele Ebenen und so viele Möglichkeiten, sie zu erleben, und wir halten nur Bruchstücke fest und teilen nur Bruchstücke dieser Bruchstücke anderer mit, und so ernähren wir uns gegenseitig von Krümmeln der Erlebnisse einander und finden und dennoch gegenseitig anziehend, dufte und nett genug, so eine Bekanntschaft fortzusetzen, ohne einander sehr nah zu sein und nächtelang über das Leben zu diskutieren und gemeinsam Pferde zu stehlen, und das finde ich absolut, total und sehr faszinierend.

das wollte jetzt irgendwie raus. danke fürs Zuhören und gute Nacht.