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das Nix hat einen Durchmesser von 40 km

Freitag, 24. April 2009

mein Sohn hat sich neuerdigs das Sonnensystem vorgenommen. man sagt ja, dass Kinder diesen unstillbaren Wissensdurst haben, aber mein Sohn hat Durst hoch zwei, der trinkt das Wissen Eimerweise - und vor allem fordert er Nachschub, und er kann laut werden.

in dem kleinen Brockhaus stand nicht viel drin.in den üblichen Kinderbüchern auch nicht wirklich das, was er wissen wollte. zum Glück gibt es Wikipedia. der Pluto war zuerst dran. aufrufen, ausdrucken, dem durstigen Kind in die Hand drücken, damit es endlich aufhört zu quengeln. am Morgen danach wurden wir mit den Ergebnissen der Studie konfrontiert. der Pluto hat drei Monde. von dem einen meine ich mal was gehört zu haben, der andere wäre nur aus Gas und der dritte heisst Nix und hat einen Durchmesser von 40 km.

angefangen hat es in Jena, in dem Zeiss-Planetarium. nun ist morgen der Neptun dran. und nächstes Wochenende bauen wir die Planeten maßstabgeträu nach und hängen sie abstands-maßstabgeträu auf. dann heisst es nicht “geh dich waschen”, sondern “ab zum Uranus und komm erst wieder auf die Erde, wenn die Zähne glänzen wie die Sterne!”

Schneeglöckchen und Maulwurfshügel

Samstag, 07. Februar 2009

Der Gang durch den verregneten Garten bestätigte, dass das Leben auch schöne Seiten hat. gleich neben den vielen (und in diesem Jahr späten) Maulwurfshügeln blühen Schneeglöckchen, die den Schnee mal wieder verpasst haben, aber um so besser sichtbar sind. sollte es morgen nur einen Ticken heller werden, ist mal wieder ein Blümchenfilm dran.

Später, als die Kinder mit ihren Citirollern durch Haus fuhren, habe ich es mir in der verkehrsberuhigten Zone des Hauses gemütlich gemacht und griff nach einer CD aus dem Regal, mir war egal, was es ist, aber es wurde Prefab Sprout, und es wurde toll.

und noch etwas später, als die Kinder sich einer Pyjamaschlacht hingaben, haben sie so laut gelacht, dass ich unmöglich böse sein konnte, und alle uhren dieser Welt wurden unwichtig.

so einen Gemütszustand würde ich gern mal fotografieren. ob das wohl möglich ist?

aus dem Leben der Nicht-Limonäre

Freitag, 29. August 2008

in New York leben 13 Tausend Millionäre, sie könnten eine eigene Stadt gründen. so stand das in meinem Stadtführer. so einen absolut unnötigen Quatsch merke ich mir natürlich. ich kann mit dieser Information nichts anfangen, trage sie aber dennoch mit mir.

auf einem Spaziergang durch Manhättän werden wir von einem Platzregen erwischt (heisst es so, wenn man zwei Meter vor sich nichts sieht?). leider kommt das in einer Gegend, wo man nicht mal eben in einen Laden reingeht, um sich unterzustellen. Ecke 5th Ave, kurz vor Central Park, Gucci neben Verssace, überall Türsteher. da drüben, das Kaufhaus, das wurde in dem Reiseführer als hübsch anzusehen empfohlen. wir schwimmen über die Strasse und gehen rein.

noch nie im Leben habe ich mich so fehl am Platz gefühlt. nein, so etwas ist mir nicht peinlich, mit nassen Haaren und nassen Kindern in einem vergoldeten Palast zu stehen, aber ich musste feststellen, die dort anwesenden Millionäre und Millionärinnen fanden das gar nicht lustig, dass man sie beim Anschauen und Kaufen der unbezahbaren Unnötigkeiten stört. wir fahren hoch, in jedem Kaufhaus gibt es doch ein Café? hm, auch Millionäre scheinen sich hier vom Regen zu retten, hier wird Champagner geschlürft, kein Platz für nasse Kinder.

nein, nein, dann lieber schnell raus in den Regen, Taxi und Stück weiter fahren, wo man unter die Normalmenschen kommt.

 

Paar Tage davor, auf einer Busfahrt, sehen wir eine Stretchlimo und mein Sohn erhält Auskunft darüber, wie man sie baut. man nehme eine Limusine (also kein Combi) und baue in der Mitte ein Stück ein. cool, sagt er, dann machen wir das zuhause auch mit unserem Auto. ja, fügt meine Tochter hinzu, dann müssen wir aber auch im Carport ein Stück in der Mitte einbauen. nein, Kinderchen, das machen wir nicht, wir sind doch keine Millionäre…

“Mama, was sind Limonäre?”

Polasucht

Samstag, 23. August 2008

Ich weiß, ihr wolltet Tütenbild.

Tüte allein war mir an so einem Tag aber nicht Motiv genug. ich hoffe auf euer Verständnis, dass mein Sohn also mit auf dem Bild ist. ;-)

Außerdem habe ich was zu beichten:

ich habe mir eben Polaroids bestellt. ich habe bereits das vorletzte Mal geschworen, kein Geld mehr dafür auszugeben, es wäre verrückt, total unvernünftig, zu teuer etc.

Nun ist es aber so, dass bis auf “zu teuer” der Rest total zu mir passt. unvernünftig. und etwas verrückt. als selbstaufgelegte Strafe muss ich zumindest auf die nächsten drei Paar Schuhe verzichten und barfuss mit der Polaroidkamera durch die Gegend laufen. verzichten muss ich dafür wirklich auf irgendwas. blödes teueres Hobby!! bescheuerte unkontrollierte Sucht!! hat nicht jemand einen befreundeten Therapeuten, der mir so was wegtherapieren kann? wobei… den Therapeuten kann ich mir noch weniger leisten, dann lieber Polaroidsucht…

Es war ein ganz schöner, harmonischer Tag, und zum Glück ist es uns samt allen anwesenden Omas gelungen, diesen Tag zu einem besonderen für den Juri zu machen. zur Belohnung für die Geduld beim Lesen gibts noch ein Tütenbild fast ohne Kind :-)