Archiv für die Kategorie ‘wie ein Sandkorn in der Wüste’
Время ромашек
Freitag, 25. Juni 2010Warum singt ihr Deutsche nicht?
Mittwoch, 26. Mai 2010Gestern Abend haben wir in Brauberger in Lübeck einen netten Kollegen gefeiert, der bald das Projekt verlässt (eine Brezel und zwei Apfelschorlen für Nadja, dass man davon satt und lustig wird hätt ich nicht gedacht). irgendwann kamen wir auch auf weltliche Themen zu sprechen und eins davon war “früher”. und alle erzählten etwas, und meine Geschichte kam zum Schluss:
In meiner russischen Scgule mit erweitertem Deutschunterricht bekamen wir mal Besuch von einer Klasse aus einer deutschen Schule, ich glaube, es war der erste Schülerbesuch aus der damaligen BRD. wie es sich für Gastgeber gehört, haben wir ein Programm vorbereitet, unter anderem haben wir paar Lieder aufgeführt, “Kalinka” und “Katjuscha” kannten die Schüler sogar und haben fröhlich mitgeklatscht. und dann fragte unser Schuldirektor, ob unsere Gäste nicht auch etwas singen möchten. die Schüler haben dich beraten, kamen auf die Bühne und donnerten ein sehr überzeugendes “Eisgekühlter Blmelunder”.
Sehr lange Zeit hielt ich dieses Lied für ein nationales deutsches Volkslied.
Weiter in Lübecker Abendprogramm redeten wir lange darüber, wie es kommen kann, dass die Deutschen so wenig singen. und wenn, dann eher englisch oder Hansi-Lieder. wir Sprachen auch über Oslo und waren uns fast einig, Lena hätte doch lieber deutsch singen sollen. für ein bisschen Frieden.
Strechübungen, begleitet von Gedanken
Mittwoch, 19. Mai 2010Ich glaube, ich wachse. oder schrumpfe. auf jeden Fall tun mir Teile im Rücken und Beinen weh, die zu diesem Symptom passen würden. das kann nichts mit dem Fasten zu tun haben, denke ich mir und rieche das frisch gemähte Gras.
Am Nachmittag begieße ich die Blumen, es ist wohl Vergissmeinnicht-Saison, der Garten ist voll davon und ich versuche mich auf das Nichtvergessen zu konzentriere. wem ich was schicken wollte, was ich dringend zu Samstag besorgen muss, eben waren die Gedanken noch da, doch kaum komme ich in die Nähe von Papier, sind diese weg, und dann muss ich wohl darauf warten, dass mich jemand an etwas was ich tun wollte erinnert…
Ich entdecke die meditative Seite des Fastens. während ich immer noch auf die Euphorie-Phase warte, die bald kommen sollte, stelle ich sehr klare Gedanken fest. wichtige Gedanken. das Unwichtige, wie Einkaufslisten, verschwinden komplett, aber ganz klare, philosophisch angehauchte Gedanken über mich und die Welt, die sind da und gehen erstaunlicherweise auch nicht weg.
Nun werde ich wohl noch ein paar Strechübungen für meine wachsende oder schrumpfende Körperteile machen und dann, dann singe ich mir ein Lied.
Kopfgesteuert
Sonntag, 30. August 2009Morgens wäre ich gern wie dieses asiatische Weibswesen mit vielen Händen. gleichzeitig viele Dinge erledigen, das würde mir sehr passen. allein der Zeitverlußt beim Zähneputzen, wo man nichts anderes gleichzeitig erledigen kann, manmanman. so könnte ich doch gleichzeitig Brei kochen, meiner Tochter Zöpfe binden und vielleicht auch noch Tasse Tee zu mir nehmen. nacheinander all die Dinge machen, die mir morgens in den Sinn kommen, das schaffe ich nie, meistens bleibt dann die Tasse Tee auf der Strecke.
Abends kann ich mit den zwei Händen durchaus zurechtkommen, viel mehr könnte der Kopf nicht mit Befehlen versorgen :-)
Übrigens, ist der Herbst da.
Lieblingsbild
Samstag, 15. August 2009Ihr kennt das bestimmt auch: man kommt von einem Shooting oder einer Reise zurück und hat ein Bild im Kopf. eins, das man hofft, auch in der Kamera verewigt zu haben. nach einer abenteuerlichen Reise der Filme in eins der wenigen Labore, das noch cross kann, halte ich es in den Händen: mein Lieblingsbild vom Abend mit Leslie.
Zweisatzroman
Donnerstag, 11. Juni 2009Zeitkrümmel
Sonntag, 24. Mai 2009neulich stand ich an der Kreuzung und wartete auf die nächste Möglichkeit nach links abzubiegen und dachte, wie es wohl Tanja und Nika und Berni geht, ich sollte mal wieder in deren Blog lesen gehen. und noch bevor ich abgebogen habe (oder bin?), dachte ich mir, wie bekloppt ich bin, dass ich die Menschen, die ich gern habe, nicht einfach anrufe und mich nach deren Befinden erkundige, stattdessen lese ich deren Blog und schreibe ihnen Mails… und nahm mir vor, dieses sofort, heute noch, zu ändern und die Menschen, an die ich dachte, anzurufen, zumindest die, deren Telefonnummern mir bekannt sind.
der Tag ging schnell rum, am Tag danach war Geburtstag, dann ein Samstag, der so voll war mit Ereignissen, dass ich mich kaum noch erinnern kann, was genau wir um welche Uhrzeit taten, und dann der heutige Sonntag, wo wir einen Ausflug mit der Jugendfeuerwehr hatten, inklusive Grillen am Nachmittag und dann noch Aufräumen, Kontrollrundgang im Garten, Schnacken mit Nachbarn und stundenlang querlige Kinder ins Bettchen bringen. und nun ist Sonntag, 22:22, ich habe niemanden angerufen und finde das doof, dass meine Neugierde nach dem Befinden mancher meiner Freunde um diese Uhrzeit in der Tat nur durch das Surfen im Internet befriedigt werden kann. total doof. ich surve dennoch, schreibe Kommentare, hinterlasse Spuren, ich war da, ich interessiere mich dafür, was abgeht und merke dabei, es geht bestimmt auch da drüber viel mehr ab, was schaffen wir schon zu fotografieren und in Worten zu umschreiben, die Zeit hat so viele Ebenen und so viele Möglichkeiten, sie zu erleben, und wir halten nur Bruchstücke fest und teilen nur Bruchstücke dieser Bruchstücke anderer mit, und so ernähren wir uns gegenseitig von Krümmeln der Erlebnisse einander und finden und dennoch gegenseitig anziehend, dufte und nett genug, so eine Bekanntschaft fortzusetzen, ohne einander sehr nah zu sein und nächtelang über das Leben zu diskutieren und gemeinsam Pferde zu stehlen, und das finde ich absolut, total und sehr faszinierend.
das wollte jetzt irgendwie raus. danke fürs Zuhören und gute Nacht.
in Ulm und um Ulm herum
Dienstag, 07. April 2009Willkommen! - schreit das Schwabenlaendle mir entgegen und begruesst mich mit seinen benebelten Bergen, kurvigen Autobahnen und nicht minder kurvigen Spaetzle. Schau dir unsere Burgen an und vergiss nicht, den Zwiebelbraten zu kosten. Lecker, gell? Jedes mal, wenn ich hier bin, wundere ich mich darueber, dass so viele kulturelle Unterschiede Platz haben in diesem kleinen Deutschland. Doch, ich mag Deutschland, vielleicht ja gerade wegen diesem Kram, doch kann ich hier irgendwie nicht fotografieren (und Zeit hab ich hier unten genug verbracht), und morgen, da froie ich mich sehr auf mein Hamburg.
Fragen und Antworten
Sonntag, 05. April 2009Ich habe bei Tilla Fragen von Martin gefunden, und ich fand sie spannend. hier nun meine Antworten.
* Was hat Dich dazu bewegt, über Fotografie zu bloggen?
die Fotografie selbst. über das Wetter wird genug woanders geschrieben, über Politik und Sport ebenfalls. da Fotografie nicht nur ein Hobby, sondern ein wichtiger Teil meines Lebens ist - so wie für andere Fussball oder Motorrad - ist das hier mein Fototagebuch, in dem ich mich damit auseinandersetze, was Fotografie mit mir macht, wie ich die Welt mit meinem dritten Auge erlebe und wie das alles zusammenpasst - das sehen, das schaffen und das gesehen werden wollen.
* Über welche Themen schreibst Du selbst am liebsten?
über mich selbst. über meinen privaten Alltag, mit Bildern, die im Text versteckt sind und eventuell mit einem echten Foto dazu. darüber, was wo und wie ich fotografiere oder fotografieren möchte. oder was ich auf keinen Fall fotografieren möchte. ich schreibe am Tage manchmal Gedanken auf, die mir in den Kopf kommen, oft sind es Gedanken am Abend, für diese habe ich meinen Tag “Bevor ich schlafen gehe”. ich schreibe auch gern über Mann und Frau, aber in seltensten Fällen über Politik oder Job oder andere (ernste) Themen.
* Welche Artikel sind die wichtigsten Deines Blogs (ca. 2-5)?
die über mein Landleben und meinen Garten.
* Weisst Du schon, was die Leser Deines Blogs 2009 erwarten wird?
nein, ich habe keinen Businessplan, aber ich habe Kühlschrank voll Filme und Kopf voller Ideen. es wird bunt bleiben.
* Wieviele Artikel veröffentlichst Du im Schnitt pro Woche?
es gibt hier keine Regelmäßigkeiten. um so glücklicher bin ich, dass meine Stammtischleser immer wieder vorbeikommen.
In diesem Sinne *hofknicks* und bis demnächst.







