Archiv für die Kategorie ‘Kasper gefrühstückt’
heute schüttel ich mir einen
Sonntag, 14. September 2008gestern ließ ich mir paar schütteln. Mojitos. einen zu viel, mindestens. eine Party, auf der man freiwillig mit pubertierenden Kindern anderer Gäste Monopoly spielt.
Bevor das mit den Mojitos kam, habe ich Zwillige fotografiert und somit mein Herbstprojekt begonnen. nur Männer kommen vor die Linse, bis ich weiß, was ich suche. ein Projekt, bei dem garantiert alles anders kommt, als ich es erwarte.
Nun, heute schüttel ich mir einen selber. einen Film, es stehen genug rum hier in der auf-die-Entwicklung-Warteecke. und sollte ich beim Schütteln erfolgreich sein, gibts was auf die Augen ;-)
kommet alle her, Mädelz!
Montag, 01. September 2008ich habe eben paar tolle Mails bekommen, und weiß jetzt ganz plötzlich wie man von jeder Frau vergöttert wird…
es ist nicht nur so, dass ich ein ungeheueres Stehvermögen habe und erst nach 10 Minuten komme, ich habe auch noch ganz viele Euronen gewonnen.
bäh.
ist es wirklich das, was die Herren dieses Planeten unwiderstehlich macht? wenn ja, wäre das Leben doch echt einfach. eine Runde blaue Pillen für alle, und Scheidungsquote halbiert sich jedes Jahr. das Volk jubelt, Geburtenzahlen purzeln, Wirtschaftswachstum ist nicht zu bremsen, alle sind gut gelaunt, motiviert, tolerant und gut druff.
das wär was, oder? und sagt jetzt nicht, ich soll die Lockenwickler rausnehmen und mein Hauskittel ablegen, ich bin nämlich auch so unwiderstehlich genug.
Nadja’s Farm
Samstag, 30. August 2008Heute erzähle ich euch, wie man sich eine Menge Stunden beim Psychotherapeuten sparen kann. man nehme eine Situation, sei denn aus heute oder aus der eigenen Vergangenheit und lasse sie richtig schön hoch kommen, man steigere sich sozusagen hinein, alle teilnehmende Personen merke man sich und auch deren Rolle im Geschehen. anschließend gehe man in den Garten.
Im Garten angekommen, mache man sich an die Arbeit, empfehlenswert ist Ausgraben von jungen Eichen oder - besonders beliebt - Vertreiben von Brombeeren. bei dieser Tätigkeit übertrage man dann seine *Gegner* aus der Psychostunde auf die Pflanzen. ihr wisst, worauf ich hinaus will: wenn mann dann endlich fertig ist, darf man sich doppelt freuen: über getanes Gartenwerk und über merkbare Erleichterung in der Problemfrage…
Sollte jemandem von euch geeignete Pflanzenwelt fehlen, seid ihr auf meiner Farm herzlich willkommen. hier gibt es eine Menge widerspenstiger und bescheuerter Gewächse.
Laissez-faire Garten
Montag, 04. August 2008
Ich bewege mich durch den Garten und komme mir dabei vor wie Robinson Crusoe. ich suche Essen. Salat soll es geben, mit Kräutern und essbaren Blüten.
Seit sechs Jahren bringe ich den Pflanzen in meinem Garten bei: auf mich ist kein Verlass. und: alles was hier wächst, trägt selbst die Verantwortung dafür, wie es ihm / ihr geht. ich lasse Salat und Kräuterpflanzen so lange auf dem Beet, bis ihre Samen reif sind. das gleiche gilt für Blumen. dann suchen sich die Samen selbst den Boden, der ihnen schmeckt. Erdbeeren im Vorgarten, Zuccini zwischen Plümchen und Lavendel neben Porree. beim Jäten riechen meine Hände nach Rauke und Basilikum, beim Rasenmähen duftet es in einer Ecke immer nach Minze, die sich unterirdisch verbreitet. allen geht es gut in meinem kleinen Laissez-faire Paradies.
Gefunden! seit Jahren sähe ich keine Petersilie mehr aus. wenn man aufmerksam genug ist, findet man sie schon.
Jemand Idee für einen umwerfenden Dressing?
Bin ich hier richtig?
Donnerstag, 31. Juli 2008
Man nehme die Nadja in voller Business-Montur, stecke sie in einen schön heissen Taxi (45 Minuten Wartezeit in der Sonne) OHNE Klimaanlage und schicke sie 35 Minuten lang nach Hause. Das Ergebnis kann man schlecht beschreiben. fühlt sich so ähnlich an wie das Bild links hier.
Dabei fing der Tag vielversprechend an, hehe. Kurz vor Sieben klingelte ein Mann an der Tür und fragte: “Bin ich hier richtig?”. Ich, noch nicht ganz wach und Stunden vom ersten Tee entfernt, antworte prompt: “Hängt davon ab, was Sie wollen.”
Den ersten Tee des Tages gab es in Düsseldorf, da dachte ich kurz an Tanja und Kathy, und ob sie gerade Spass in Hamburg haben und ging voller Elan zur Besprechung.
Auf dem Rückflug dann sah ich aus dem Fenster die schönsten Wölkchen, die ich seit Jahren sehen durfte. einzelne kleine Schäfchen, hübsch designermäßig frisiert und wie Schachfiguren auf dem Himmel verteilt, schön weit auseinander. ich habe mich in diesem Moment sehr gefreut, dass ich ohne Kamera unterwegs war, so konnte ich mit beiden Augen einfach nur zugucken wie wir dran vorbeischweben. und ich sagte mir, ja, hier bin ich richtig.
hurra, hurra, die Schule brennt!
Donnerstag, 24. Juli 2008
Woran denkt ihr, wenn ihr in einer Schlange neben einem Zelt steht, welches wachelt? an Erdbeben? nein? an was dann?
Dieses Zelt hat mich heute morgen vom Hamburger Flughafen mit dem fröhlichen Wackeln verabschiedet. Im Flugzeug hab ich dann dieses Bild gemacht, es war das letzte auf dem Film, das hat mich etwas geärgert, denn ich hatte keinen Ersatzfilm mit. [Achtung: zwischen diesem und dem vorherigen Satz besteht kein Zusammenhang!] Glück in Unglück, der Kunde hat den Termin verlegt, ich ging durch die Stadt, da stolperte ich in einen Fotoladen, nahm einen Film mit und fragte dabei, wie lange es dort dauert, einen Film zu crossen. eine Stunde, zwei Euro füfzich.
Das wackelnde Zelt begrüßte mich, als ich nach Hamburg zurück kam. Es fragte mich: war dein Tag schön? Ja, sagte ich, ich fahr mal schnell nach Hause, Film scannen.
[die Taube von gestern war nicht da, keine Flötstunde also. wer gute Augen hat, erkennt auf dem Bild eine sehr bekannte Kirche...]

